Veröffentlicht am 10. März 2019 In Haus Madre de Tuparenda, Projekte

Jetzt auch in Englisch und Deutsch: die Website von Casa Madre de Tupãrenda

PARAGUAY, Maria Fischer •

Es war bei meinem letzten Besuch in der Casa Madre de Tupãrenda (CMT) an diesem Tag im September 2018, als mir ziemlich spontan die Idee kam,  die damals brandneue offizielle Website von Fundaprova, die das sozialpädagogische Projekt „Casa Madre de Tuparenda“ präsentiert, zu internationalisieren. Mit Mirta Etchegaray, Sarah-Leah Pimentel, Claudia Echenique und Johannes Link  haben wir – etwas länger als gedacht – hart und mit viel Freude gearbeitet  und können heute eine Seite präsentieren, die neben der original spanischen auch eine deutsche und eine englische Version hat, komplett mit News Feed (von schoenstatt.org) und Möglichkeiten der Online-Spende und per Überweisung.

„Ausgezeichnet! Die MTA wird Euch mit mehr als genug belohnen“, so Ana Maria Acha, Präsidentin von Fundaprova. „Mehr denn je brauchen wir Spenden, um den kommerziellen Vertrieb unserer Produkte aufzubauen und so finanziell unahängiger zu werden.“ – Ani Souberlich, Direktorin von Haus Madre de Tuparenda, sagt: „Im Namen von Fundaprova und CMT, tausend Dank und möge die Gottesmutter 100% in Gnade und Segen zurückgeben für das Geschenk, unsere Seite auch auf Englisch und Deutsch haben zu können“, und Pater Pedro Kühlcke ergänzt: „Vielen Dank und Segen für alle, die mitgewirkt haben!“

Alle eingeladen zum Teilen und Weitergeben

Die Zusammenarbeit endet hier nicht…. Nun, wo es die Seite in Deutsch und Englisch gibt, kann das Projekt auch außerhalb des lateinamerikanischen Kontextes verbreitet werden: um Wohltäter zu gewinnen, auch außerhalb Schönstatts,  und noch mehr, um ein Projekt der Kentenich-Pädagogik an der Peripherie zu zeigen, ein Werk der Barmherzigkeit im Schatten des Heiligtums, ein Schönstatt im wirklichen Herausgehen und solidarischen Dienst an den Bedürftigsten, den Vergessensten, den Ausgegrenzten: Jugendliche mit einer „kriminellen Karriere“, Jugendliche mit Gefängnisgeschichte, Jugendliche, die viel zu oft als völlig verloren bezeichnet werden…. Jugendliche, die, wenn sie geliebt werden, so wie sie sind, sich zu wandeln beginnen…

Ich erinnere mich an diesen letzten Besuch im Haus Madre de Tuparenda im September 2018. Einer der Jugendlichen, Emilio, der Gartenbau lernte, zeigte mir stolz die jungen Pflanzen, und fragte mich mit einem verschmitzten Lächeln: Weißt du, was das ist? „Salat?“ antwortete ich mit einem großen Fragezeichen in der Stimme. Emilio lachte sich fast zu Tode über diese Frau aus Deutschland, die anscheinend nichts über Pflanzen wusste. “ Es ist Kohl“, sagt er, „Kohl! ”. Dann erklärte er mir mit professioneller Geduld, welches die Petersilienpflanzen, Dill und ja, auch Salat sind…. „Hast du jetzt echt etwas von mir gelernt, Maria?“ „Ja, Emilio, ich habe von dir gelernt“, antwortete ich, und nicht nur, wie man Kohl- und Petersilienpflanzen identifiziert. Ich habe viel gelernt, viel mehr.

Möge die dreisprachige Seite von Fundaprova helfen, viel von diesen Jugendlichen und von diesem großartigen Team zu lernen, das ihnen zeigt, dass sie geliebte Kinder Gottes sind und dass sie ein Potenzial haben, das nur einen Raum wie Haus Madre de Tuparenda zu seiner  Entfaltung braucht.

 

Webseite von Fundaprova in DEUTSCH

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