Veröffentlicht am 17. Oktober 2019 In Kentenich

„Bisher war es ein begrenztes Werk. Jetzt sprengt es diesen Rahmen und wird international“

DACHAU, Maria Fischer / Schw. M. Elinor Grimm •

„Am 24. September (1944) haben wir bereits alle hier anwesenden Nationen stellvertretend der Mater ter admirabilis von Schönstatt geweiht. Haben sie zur Königin gewählt. Wir haben damals schon unserem Schönstattwerke eine neue internationale Grundlage gegeben. Diese Entwicklung soll heute ihr endgültiges Siegel erhalten. Hier und heute wollen wir eine „Catholica“ gründen. Es sind ja alle vertreten“, so Pater Kentenich am 18. Oktober 1944, vor 75 Jahren im Konzentrationslager Dachau. —

„Bisher war es ein begrenztes Werk. Jetzt sprengt es diesen Rahmen und wird international, der letzte Schritt der Entwicklung, wie sie schon in der ersten Gründungsurkunde angedeutet war: „für unser Haus, die ganze Provinz und vielleicht noch darüber hinaus“. Alle Voraussetzungen sind jetzt gegeben. Gott spricht durch die Verhältnisse. So ist heute ein ähnlich denkwürdiger Tag wie 1914 in Schönstatt und 1919 in Hörde. Die Entwicklung von 25 Jahren ist abgeschlossen. Ein neuer Abschnitt der Geschichte beginnt…“

Ein neuer Abschnitt der Geschichte, ein „darüber hinaus“, das Schönstatt mitten hineinstellt in die Weltweite und Internationalität zu Gabe und Aufgabe macht. Und das von Dachau aus, von einem Ort, den Hass auf Anderes und Andere, auf Fremdes und Fremdes erst geschaffen hatte.

 

Schw. M. Elinor Grimm, eine der beiden lizensierten Gedenkstätten-Führer aus der Schönstatt-Bewegung, berichtet für schoenstatt.org von einigen internationalen Begegnungen in der Gedenkstätte Dachau im Umkreis dieses Gedenktages.

Indien

Am 15.10. ging ich nach dem Rundgang mit Schülern noch in den Gedenkraum,  um der MTA zu danken. Zwei Herren – Geistliche aus Indien – standen nahe unserer Schönstattecke und schauten freundlich zu mir: Ein Kaplan – seit vier Jahren nahe Augsburg tätig – und sein Besuch, Generalvikar aus Kerala, Indien. An meiner Brosche erkannte er ‚Schönstatt‘ und wollte unbedingt Grüße nach Kerala mitnehmen zu meiner Kursschwester in Shoranu. Ich konnte ihnen noch Lesestoff über Pater Kentenich geben. Wir freuten uns über die kurze Begegnung.

USA

Dann ging ich weiter zum Karmel-Parkplatz, wo mein Auto stand. Im Karmelhof sprach mich eine Frau an in gebrochenem Deutsch. Sie wollte manches fragen. Ihre Großeltern seien vor langer Zeit aus Deutschland über Russland nach USA ausgewandert – die deutsche Sprache ist erhalten geblieben. So wollte sie wissen, ob sie das Wort Danke richtig betont und hat mir extra gedankt fürs Zuhören! Es war eigentlich nicht lange, aber anscheinend konnte ich ihr Freude machen, auch Flyer über Pater Kentenich geben.

Portugal

Am 16. Oktober bekam ich kurzfristig eine Mail-Anfrage in Englisch von Schönstättern aus Portugal, ob ich mich gegen 11 Uhr mit ihnen in der Gedenkstätte treffen könnte. Der Ehemann war zu einer Fortbildung in München. Vermutlich meinten sie, ich sei jeden Tag direkt vor Ort. Wenn, musste ich schnell handeln und fahren. „Gut, wenn die MTA es möchte“, dachte ich,  „kann sie sorgen, dass es klappt und wir uns in der Gedenkstätte finden“. Bei früheren ähnlichen Erlebnissen ging es gut!

An der Info seien schon mehrere portugiesisch sprechende Leute gewesen, erfuhr ich. So ging ich langsam durch das Museum – nichts! Dann wollte ich betend die Lagerstraße nach hinten laufen – und… heimfahren. In dem Moment meldeten sich die Frauen per Mobiltelefon. Ich konnte sie am Besucherzentrum abholen und ihnen wenigstens wichtige Räume, Orte zeigen. Gott sei Dank reichte unser Englisch dafür aus. Abends kam noch ein Foto und Dank: Dear Sister Elinor, We apreciate very much your company and guided visit! Thank you for your time.  (Liebe Schw. Elinor, wir danken für Ihre Begleitung und die Führung!)

Wir sahen die Begegnung als ein Geschenk zum 18. Oktober, zu 75 Jahre Schönstätter Internationale!

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