Casa Madre de Tupãrenda

Veröffentlicht am 2021-06-03 In Haus Madre de Tuparenda, Schönstatt im Herausgehen, Werke der Barmherzigkeit

Casa Madre de Tupãrenda: Noch ein Mutiger auf der Ziellinie

Casa Madre de Tupãrenda, Paraguay, Rossana Insfran •

Und dann war es so weit: Abschlussfeier für José, im dritten Anlauf. An einem sonnigen Nachmittag, begleitet von der Freude seiner Kameraden, der Vertreter der Behörden, der Erzieher und Ausbilder und der Verwandten, erlebte José Guadalupe den wichtigsten Tag seines Lebens, und die Geschichte hinter diesen bloßen Fakten, die diesen Tag mehr als besonders macht, muss erzählt werden. —

José ist ein junger Mann mit einer langen Geschichte auf der Straße, mit Träumen, die durch einen schwierigen familiären Hintergrund vereitelt wurden, und der, wie fast jeder Jugendliche ohne Halt und Orientierung, eine Fehlentscheidung getroffen hat, die sein Leben verändern und ihn zu der sehr harten Erfahrung führen sollte, verhaftet und ins Gefängnis gesteckt zu werden.

Casa Madre de Tupãrenda:

Mit seiner Mutter, seinen Geschwistern, seiner Freundin und seinen 2 Kindern: 3 Jahre und 2 Monate

Eine Begegnung im Gefängnis verändert alles

Casa Madre de Tupãrenda:Bei einer Gelegenheit führte ihn diese Gefängniserfahrung zu einem Menschen, der sein Herz berührte, ein Herz aus Gold, von dem er bis dahin gar nicht wusste, dass er es hatte. Er entschied sich, dem Rat von Pater Pedro Kühlcke zu folgen, und war ernsthaft bereit, sein Leben zu ändern. So begann sein Weg zur Casa Madre de Tupãrenda.

Seine erste Zeit im Programm war sehr schwierig, José schwankte zwischen Zweifeln und dem Wunsch aufzugeben, da sein Umfeld mit dem Drogenkonsum ihm den Weg sehr schwer machte.

Dreimal wunderbar. Wirklich

So sehr, dass er es dreimal versuchen musste; dreimal trat er in das Casa Madre-Programm ein, zweimal flog er wegen der Drogen wieder heraus und erst dieses letzte Mal war er eisern entschlossen, durchzuhalten und es zu beenden.

Jeder Tag, den er in seinem neuen Zuhause verbrachte, wie er Casa Madre de Tupãrenda nannte, war eine gewonnene Schlacht. Er lernte und wendete in seinem täglichen Leben all das an, von dem er nie gedacht hatte, dass es ihm helfen würde, die Veränderung zu erreichen, die er brauchte; wirklich brauchte und wollte, da er bereits Vater eines Kindes war und mit seiner Freundin und dem Kind eine Familie sein wollte. Er fasste Mut und begann von einer anderen Lebensqualität zu träumen. Sein Ziel war es, sich zu verbessern und der Stolz seiner Mutter und ein guter Vater für seine Kinder zu sein. Ein Vater, wie er selbst ihn nie gehabt hatte.

Seinen Kindern ein guter Vater sein

Ja, Kinder, denn mittlerweile ist ein neues Familienmitglied dazu gekommen. So begann er, seine Zukunft zu schmieden, indem er grundlegende Werte erwarb, um sein Ziel zu erreichen. Mit viel Mühe, Hingabe und Verantwortung hat er das scheinbar Unmögliche geschafft, ein eigenes kleines Haus zu bauen, das ihm und seiner Familie Sicherheit und eine würdige Schlafstätte bietet.

Monat für Monat wurde er von jedem Erzieher und einem Ausbilder begleitet, der ihn zu seinem Ziel führte. Seine Zeit in Casa Madre hinterließ viele Geschichten, einige voller Frust, weil es schien, dass die Dinge sich nicht so entwickeln würden, wie er es sich erhofft hatte; andere voller Zufriedenheit, weil all dies ein Wachsen als Person impliziert.

Seine geistliche Stärke und seine Hingabe an Gott machten es möglich, dass er diesmal standhaft blieb und das Programm mit Erfolg und Stolz abschloss; zum Stolz nicht nur seiner Familie, sondern von uns allen, die wir das CMT-Team bilden.

Seine täglichen Sprüche „Mit Gottes Hilfe ist alles möglich, er ist meine Stärke“ und „Ein Tag nach dem anderen“, wiederholte er immer wieder, bis er sein erträumtes Ziel erreicht hatte. Diese Sprüche werden uns fehlen!

José, ein weiterer Mutiger, der die Ziellinie erreicht hat, weil er sein Herz aus Gold entdeckt hat.

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CMT

Original: Spanisch, 3.6.2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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