Veröffentlicht am 2020-04-19 In Solidarisches Liebesbündnis in Zeiten von Coronavirus

Ein Krone in Obhut

ARGENTINIEN, Diana Hernández •

Eine schöne Feier der Krönung der Gottesmutter zur „Königin der körperlichen und geistigen Gesundheit“, die über Facebook und YouTube miterlebt werden konnte, zusammen mit unzähligen Mitteilungen von Bündnispartnern aus aller Welt, mit Bitten und Opfergaben an die Königin. Am 15. April 2020 nahmen viele Schönstätter von ihrem Hausheiligtum aus an der Krönung im Urheiligtum teil.—

Bevor die Messe begann, nahm ich die Krone, die mir meine gute Freundin Monica Alé in Obhut gegben hatte. Im September 2016, als die Missionare des Heiligtums von Paso Mayor vom Taborheiligtum in Brasilien zurückkehrten, sagte sie zu mir: „Diana, nimm diese Krone in Obhut in deinem Hausheiligtum“. Und das tat ich auch. All diese Jahre war sie im Hausheiligtum und erhielt kleine Zettel mit Namen und Geschichten von so vielen, die durch mein Leben gepilgert sind, mit Bitten und Opfergaben.

Motiviert von der Schönstattfamilie Spaniens

Ich begann die Vorbereitung auf diese Krönung – motiviert von der Schönstattfamilie Spaniens, die am 18. März auf Anregung einiger Familien aus Katalonien eine schlichte Krönung vollzogen hat – indem ich die allgemeine Situation der Pandemie und die Arbeit, die ich als Laborantin zusammen mit meinen Mitarbeitern im Gesundheitsdienst gegen dieses Virus leisten sollten, in die Hände der Mutter legte.

Nun war es soweit. Ich nahm die Krone in die Hand und wusste, dass wir uns mit vielen Freunden, Missionaren und Pilgern treffen würden, die im selben Herzen der Mutter vereint sind. Die Krone hatte einen gebrochenen Zacken, ich versuchte, sie zu reparieren. Es war nicht perfekt, aber ich war überzeugt, dass es für die Gottesmutter so in Ordnung wäre. Da steht ein verwundetes Kind vor ihr, das sein Bündnis mit ihr erneuern will. Die Feier war sehr feierlich, und jeder hatte einen persönlichen Moment, aber vereint mit der Gemeinschaft, um die Königin zu krönen.

Nach der Messe rief ich meine Freundin Moni an, um ihr von „der Krone in Obhut“ zu erzählen. Groß war meine Überraschung, als sie mir sagte: „Diese Krone gehört jetzt dir“. Dort erinnerte ich mich an die Worte von Papst Franziskus, die ich kürzlich las: „Das andere ist eine Freundlichkeit, die Gott mir erweist.“

Ein providentieller Beginn, denn die Krönung ist ein Prozess, ein Weg der Transformation, wie das ganze Leben des Menschen. Und eine Verpflichtung. Wenn ich Maria zur Königin der physischen und geistigen Gesundheit kröne, verpflichte ich mich, für die physische und geistige Gesundheit der Menschen, mit denen ich zu tun habe, zu sorgen, und zwar ganz konkret.

 

Krönungsfeier am 15. April im Heiligtum der Schönstatt-Patres in Florencio Varela, Argentinien

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