Veröffentlicht am 29. Mai 2016 In Leben im Bündnis

Mandarinen suchen ständig fruchtbares Land

PARAGUAY, von Carolina Ayala Silvera •

Am 11. Mai hatten wir eine wunderbare Begegnung mit Maria Fischer beim Terruño-Heiligtum (Heimatland-Heiligtum): Sie hielt uns einen Vortrag über den Bindungsknüpfer Pater Josef Kentenich, im Umfeld des 100. Jahrestages der Gründung der Zeitschrift MTA.

Heute widmen wir unsere Zeit der Sprache der organischen Bindungen

An diesem Abend konnten einige Mitglieder der großen Schönstatt-Familie von Ciudad del Este wunderbare Geschichten von unserem Vater und Gründer hören. Maria gab mehr als einen Vortrag, sie gab uns eine Begegnung.

Es gab zwei sehr wichtige Dinge zu entdecken: in allererster Linie die persönliche Bindung an unseren Vater und Gründer, die große Liebe eines Vaters gegenüber seinen geistigen Kindern und alles Große, das aus dieser Liebe wuchs. Heute leiden wir unter einem schrecklichen Mangel an Zeit; das drückt sich aus in einer ständig verwendeten Phrase: „Ich habe keine Zeit“. Bei diesem Vortrag entdeckte mehr als einer, dass wir erst von einer Bündnis-Kultur sprechen können, wenn persönliche Bindungen geschaffen werden. Und Bindungen entstehen durch gute Kommunikation. Pater Kentenich ließ die Türen seines Büros Tag und Nacht offen, las die fünfzehntausend Briefe, die er erhalten hat und reagierte mit größtem Engagement. Niemand blieb ohne Antwort.

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Begegnung der Herzen, die für die gleiche Mission brennen

Die zweite große Entdeckung war die Kentenich-Kommunikation. Maria erzählte den Fall von Josef Engling: in der Zeit des Krieges hatte er die Idee, unter den Sodalen Gruppen zu bilden, aber er selbst merkte, dass es so, wie er es organisierte, nicht funktionierte. Der Vorschlag von Pater Kentenich war, es sollen sich jene zusammentun, die es schon von Natur aus gut miteinander können und deren Seelen für etwas Gemeinsames brennen. Jetzt wurde das Leben der Gruppen stärker wegen der vitalen Bindungen zwischen den Mitgliedern. Es entstanden die notwendige Zuneigung, Meinungsfreiheit, freie Entscheidung. Spätestens hier wurde jedem Zuhörer deutlich, dass alles, was mit Kentenich-Kommunikation in Berührung kommt, weit über bloßes Marketing hinausgeht. Hier werden nicht „Erfahrungen verkauft“, hier werden die gelebten Erfahrungen mit dem Vater und Gründer und der Gottesmutter so weitergegeben, dass es Lust macht, diese Erfahrungen selbst machen zu wollen.

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„Bist niemals so beschäftigt, dass dich stört mein Kommen und mein Bitten dich empört“

An diesem Abend lernte ich ein Gebet unseres Vaters kennen, das meine Seele berührte: “ „Jesus, du bist niemals so beschäftigt, dass dich stört mein Kommen und mein Bitten dich empört „… Wir sorgen dafür, dass diese Haltung dieses Gebetes andere Seelen erreicht, so dass alle sich eins mit Jesus und von ihm geliebt fühlen. Dieses Gebet weiterzugeben macht uns zu kleinen Kommunikatoren, vor allem aber zu kleinen Kentenichs, die etwas Zeit und eine gute Kommunikation verschenken.

Was war vor hundert Jahren Pater Kentenichs Motivation, eine Zeitschrift herauszugeben, obwohl es aufgrund des Krieges an allem mangelte? Es war die große väterliche Liebe zu den Seinen. Wenn er das vor hundert Jahren getan hat, können wir uns vorstellen, was er heute, wo er im Himmel bei der Gottesmutter ist, tun würde: noch eine Verrücktheit für dich und für mich! Lassen wir uns vom Vater überraschen…

Als Fazit kann ich sagen, dass mehr als einer so bewegt wegging, dass wir von Bitten um ein Kentenich-Kommunikations-Seminar in Ciudad del Este überschüttet wurden.

Danke, Maria, dass du uns den geheimen Motor der guten Kentenich-Kommunikation geschenkt hast.

Video: Carolina Ayala

Original: Spanisch. Übersetzung: Norbert Jehle, Memhölz, Deutschland

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