Veröffentlicht am 29. Mai 2016 In Misiones

Mit großer Freude anderen dienen

Paraguay, Misiones Universitarias Católicas (MUC) [Katholische Studentenmissionen] von Gilbert Sanabria Ravinovich

In diesem Jahr sagte ich Ja zu einer Mission während der Karwoche und beschloss, alles zu verlassen, weit von der Stadt weg zu gehen zu einem Ort ohne Annehmlichkeiten und noch weniger Luxus, und das mit der großen Freude, Träger der Liebe Christi zu sein.

Ich wusste nicht, wohin ich ging, aber ich war sicher, an dem Ort konnte man viele Menschen glücklich machen durch eine Umarmung, ein Lächeln oder Grüße wie Mba’eicha pa, señora, mba’eicha pa, señor, peime porâ piko? (Wie geht es Ihnen, Frau ….? Wie geht es Ihnen, Herr …? Geht es Ihnen gut?)

Ich kam nach Caázapá, eine schöne Stadt, 230 Kilometer von Asunción entfernt in der Mitte des südlichen Landesteiles im gleichnamigen Departamento. Dabei lernte ich viele Menschen kennen, die ähnliche Herzensanliegen hatten, einige schüchtern, andere voller Freude, aber immer und hauptsächlich mit dem Wunsch, diese Mission zu erfüllen.

Veinte de Julio

In Caázapá sollte ich in einem „magischen“ Land namens Veinte de Julio auf Mission gehen, an einen Ort, wo Grüße, eine Umarmung oder ein paar Worte der Grund für die Freude der anderen sein würde.

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Frau Marciana

„Ich spreche in Guarani mit dir; ich bin sehr glücklich, dass ihr wieder zu Besuch kommt“, sagte uns Frau Marciana mit einem Seufzer und Tränen der Freude und der Rührung.

Sie hat ein Herz voller Liebe, großzügige Hände, und, was am wichtigsten ist, einen immensen Glauben an Christus und Maria.

Ña Marciana_Bildgröße ändern

Herr Gaspar

Ich erinnere mich, dass wir am ersten Tag der Mission zu Herrn Gaspar gingen, um ihn zu besuchen. Als wir den Besuch im dritten Haus beendet hatten, sahen wir eine Person, die uns beobachtete, während sie hinter der Tür versteckt war … wie ein Kind, das auf ein Geschenk wartet. Es war Herr Gaspar, der ein wenig aufgeregt war, denn seine Familie hatte ihm nicht gesagt, dass die Missionare, die er erwartete, schon angekommen waren.

Wir verbrachten einen Moment mit ihm, genug Zeit, um uns mit Freude zu erfüllen.

Es ist wunderbar, wie Gott sich in Dingen zeigt, die unbedeutend erscheinen, in Wirklichkeit aber unbeschreiblich sind. Herr Gaspar lehrte uns eine große Lektion: trotz seiner vielen Schwierigkeiten ist sein Glaube fest, und sein Herz strömt immer über vor Freude, um andere zu empfangen.

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Der Aufruf zu dieser Mission

Ich kam zu den Missionen durch ein ganz besonderes Erlebnis, nach einem Traum, in dem ich Maria begegnete und auf ihren Aufruf antwortete … Alles fügte sich zusammen wie Puzzleteile. Dinge fügten sich zusammen, wo sie und ihr Sohn die letzten Teile einsetzten. Das war es, warum ich beschloss, ein Werkzeug der Liebe Christi zu sein. Ich identifiziere mich mit einem Satz der Seligen Mutter Teresa: „Ich bin nicht ganz sicher, wie der Himmel sein wird, aber ich weiß, wenn die Stunde kommt, in der Gott uns beurteilt, dass er nicht fragen wird, wie viel Gutes du in deinem Leben getan hast, sondern wieviel Liebe du hineingegeben hast.“

Dieser Satz beschreibt perfekt diesen Wahnsinn der Liebe, die man auf den Missionen erlebt. Etwas, was man hat, mit anderen zu teilen, die das nicht haben … Dieser kleine Beitrag an andere bringt ein weltweites Echo hervor.

Wir werden nie wissen, wieviel Freude wir den anderen ins Herz geben, wenn wir es nicht versuchen. Gute Wünsche aussprechen, ein Lächeln anbieten, eine Umarmung geben, es gibt tausend andere Möglichkeiten um Liebe weiterzugeben.

Ich habe es versucht; du kannst es auch tun. Versuche, ein Werkzeug Christi und Mariens zu sein!

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Original: Spanisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

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