Veröffentlicht am 2020-04-06 In Solidarisches Liebesbündnis in Zeiten von Coronavirus

Pater-Kentenich-„Pillen“ in der Quarantäne

ITALIEN, Federico Bauml und Pamela Fabiano •

Pater-Kentenich-„Pillen“ in Zeiten von Quarantäne, Krankheit und Sterben: Die richtigen Worte, um sich nicht entmutigen zu lassen, die Lehre, die wir heute besser verstehen als gestern. —

In diesen Wochen, vielleicht Monaten, in denen wir uns nicht physisch versammeln können, bietet die Technik der Schönstatt-Bewegung in Italien die Möglichkeit, die Entfernungen zu verkürzen und neue Formen der Gemeinschaft zu finden. Wie alle Dinge bringt das jedoch Vor- und Nachteile mit sich.

Auf der einen Seite besteht die Gefahr des Medienmissbrauchs, insbesondere in den sehr großen Whatsapp-Gruppen, wo ständig Gebete, Streaming-Links, medizinische Bulletins, Humorvideos und alle Arten von Dokumenten gleich mehrmals verschickt werden, was bei den Lesern ein Gefühl der Sättigung, Verwirrung und sogar Missmut hervorruft. Es ist einfach zuviel.

Auf der anderen Seite – der schönen Seite der Medaille – sehen wir, dass in dem Meer von Botschaften, die wir jeden Tag erhalten, echte Perlen liegen, kleine Lichter der Hoffnung in einem so dunklen Moment.

Dies ist der Fall bei der WhatsApp-Gruppe der italienischen Schönstattfamilie, die vor etwa einem Jahr mit dem ausschließlichen Ziel gegründet wurde, Informationen über die verschiedenen Aktivitäten der Bewegung auszutauschen, in der aber – dank der aktuellen Situation – in letzter Zeit auch Raum für spirituelle Initiativen und einen breiteren Austausch besteht.

Die „Pillen“ zur Zeit von CoViD19

Unter diesen Initiativen gibt es eine, die das Herz eines jeden italienischen Schönstätters so sehr erobert hat, dass sie auf den schönen Namen „Pater- Kentenich-Pillen“ getauft wurde.

Seit einigen Tagen teilt Francesco Bauro (einer der italienischen Schönstätter „der ersten Stunde“) jeden Morgen in der Gruppe einen Gedanken von Pater Kentenich, der uns hilft, über die Situation, die wir erleben, nachzudenken.

„Es muß eine herrliche neue Welt sein, die er aus diesem gewaltigen Sterben erstehen lassen, es muß eine wunderbare Ordnung sein, die er aus den Katastrophen und Ruinen neu gestalten will …“

„Gott ist ein Gott des Lebens … Wo er brechen und zerbrechen, wo er untergehen, wo er sterben läßt, da will er neues Leben schaffen … So muß das Saatkorn erst sterben. Es muß untergehen, dann bringt es viele Frucht“

„Während wir so beieinander sitzen, geht so viel Licht von uns aus, so viel Schlichtheit, daß man meinen könnte, wir hätten alle kein Leid. Und doch: Wenn wir einmal alles Leid hier aufeinander legen könnten, was gäbe das einen Berg! Das Leid gehört einmal zum christlichen Leben, aber es muß durchsonnt, durchleuchtet, verklärt werden. Und wodurch wird es verklärt? Ich meine, durch das Gesetz der geöffneten Tür und den praktischen Vorsehungsglauben“

Dies sind nur einige der Pillen, die unser Freund uns täglich schickt, und sie zeigen uns – falls wir das noch brauchen – wie aktuell und visionär Kentenich gedacht hat.

Die außerordentliche Aktualität des Denkens von Pater Kentenich

Sicherlich haben die Ereignisse des Ersten und Zweiten Weltkrieges das Denken unseres Gründers und das, was er damals schrieb, stark beeinflusst, und wir können ihn heute im Lichte der aktuellen Ereignisse verstehen, die viele als „Krieg“ bezeichnen und die Zehntausende von Toten im Feld hinterlassen.

Es ist unserer Meinung nach eine außerordentliche Gelegenheit, Pater Kentenichs Worte erneut zu lesen, denn jetzt können wir vielleicht besser kontextualisieren, was er uns sagen will, und wir könnten (sollten) es für die kommenden Monate und Jahre schätzen, in denen wir uns mit dem Ereignis auseinandersetzen müssen, das unser Leben als Bürger und Christen radikal verändert. Lasst uns von ihm ausgehen, von seiner Lehre, von seinen Worten, um Führung und Unterstützung auf dem Weg zu erhalten, der vor uns liegt.

 

Original: Italienisch, 02.04.2020. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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