Veröffentlicht am 2015-04-26 In Projekte

Das Feuer brennt

von Maria Fischer •

April 2015, ein Tam von schoenstatt.org – Cecilia, Claudia und Maria – besuchen das Instituto José Manuel Estrada in City Bell, eine der ersten Schulen in Argentinien, in denen konsequent nach Kentenich-Pädagogik unterrichtet wird. „Und hier ist unser Mitarbeiter in der Pastoral…“ Der junge Mann, der da die Treppe herunterkommt –  dem müsste man nur die Läuferjacke vom Fackellauf überziehen und eine Fackel in die Hand drücken, dann sähe er aus wie – „Santiago, das ist der einzige Fackelläufer aus Buenos Aires“, erklärt Claudia in diesem Moment, und dann ist die Schule für einen Moment vergessen. „Fackellauf!“

Und Santi erzählt, dass sein Projekt eines internationalen Freiwilligenaustauschs bei Schönstatt-Projekten, seine Frucht des Fackellaufes, schon recht weit gediehen ist. Es geht um Geschichten, Jubiläum, Anliegen, Verbundenheit, Zusammenarbeit… „Fackellauf, das war echt auch unser Projekt“, sagt Cecilia. Wie viele Berichte hat sie übersetzt! Und wie viele Geschichten werden jetzt lebendig. „Darüber müsste es einen Film geben! Oder ein Buch!“, sagt Claudia. „Müsste nicht“, ist die Antwort. Gibt es. Beides. Bald.

Am Pfingstsamstag in Schönstatt: Vorstellung von Fackellauf-Film und Buch

plakatDas Feuer, das auf die Erde zu werfen, Jesus gekommen ist (vgl. Lk 12,49), hat durch alle Jahrhunderte hindurch Menschen entzündet. Es brennt auch in achtzig jungen Männern, die zur Feier des hundertjährigen Jubiläums Schönstatts von Valle di Pompei mit einer brennenden Fackel in der Hand aufbrachen, um an den zündenden Funken zu erinnern, der vom Heiligtum der Gottesmutter von Valle di Pompei das Licht im kleinen Heiligtum in Schönstatt entfachte…

So schreibt Erzbischof em. Dr. Robert Zollitsch im Vorwort zu dem Buch, dessen Titel in den letzten Tagen entschieden wurde: „Einer muss sie tragen.“ Sie, die Fackel. Ein Buch, das nicht einfach nur vom Fackellauf berichtet. Das gab es live im Oktober. Ein Buch, das mehr ist, ein Buch, in dem der Fackellauf in zahlreichen realen Geschichten zur Botschaft wird für junge Menschen und für alle, die im Herzen jung genug sind, um sich herausfordern zu lassen, das Feuer weiterzutragen, durch Sturm und Regen, Pfützen und vorbei an bellenden Hunden und verwunderten Passanten…

Beim ersten Bellen war klar: Nicht nur wir hatten die wilden Hunde bemerkt, sondern die Hunde uns auch! Ungefähr 30 freilaufende und spürbar aufgebrachte Hunde kamen näher. ›Franco. Los jetzt! Steig in den Bus!‹, schrie Stephan neben mir aus dem Fenster raus. Im Bus hatte wohl jeder die Hosen voll und ich versuchte, mich so gut es ging auf den Weg zu konzentrieren. Franco aus Argentinien beeindruckte die ganze Aufregung wenig. Er umfasste die Fackel etwas fester und rannte an der offenen Bustür vorbei, direkt auf die Hunde zu. Mir fiel die Kinnlade runter.

Eigentlich sollten wir ja den Weg finden, doch von da an zeigte uns dieser mutige Argentinier mit der Fackel in der Hand, wo es lang ging. Als ich Franco später darauf ansprach, sagte er nur mit einem breiten Grinsen: ›Welche Hunde?‹“

„Wir laden herzlich ein den Fackellauf 2014 noch einmal hautnah zu erleben. Wir nehmen Sie mit auf unseren Weg in Film, Begegnung und Erzählung. Zum allerersten Mal wird der neue Film gezeigt und das Buch über den Fackellauf 2014 präsentiert. Ein Nachmittag mit viel Raum für Gespräche, Waffeln und Kaffee …“, so lautet die Einladung für den Samstag, 23. Mai um 15.00 Uhr im Pater-Kentenich-Haus in Schönstatt.

Die letzten Interviews für den Film sind gedreht, auf die Kernaussagen zusammengeschnitten. Wer den Trailer gesehen hat, weiß, dass unbeschreiblich starke Aufnahmen drin sind.

Die letzten Geschichten für den Film sind korrekturgelesen, das Layout steht, die Entscheidung für den Buchtitel und das Titelfoto sind diese Woche gefallen.

Fackellauf hautnah erleben, so authentisch und echt wie es nur in realen Geschichten und echten Bildern geht.

petersplatz

Wir geben nicht auf und die Fackel geht weiter!

Es tat einen riesigen Schlag. Ich schreckte aus dem Schlaf auf. Ein heftiger Blitz zuckte vor dem Fenster, begleitet von dröhnendem Donnergrollen und einem Wind, der die Fensterläden im Sekundentakt auf- und zuschlug. Der Blick auf die Uhr verriet mir, dass es sich nicht mehr lohnte zu schlafen. In 20 Minuten sollte unsere Etappe beginnen. Auch die anderen saßen wach auf ihren Betten. Ein Wecker war bei dem Sturm wirklich nicht nötig. Gepackt war schnell und ich trat vor die Tür. Zweifel kamen auf. Wir befanden uns mitten im Zentrum des Sturms. Bis wir am Läuferbus ankamen, waren wir bereits alle pitschnass. Alle sieben Läufer dachten dasselbe: ›Laufen wir wirklich bei dem Wetter?‹ Einer sagte: ›Aufgeben kommt nicht in Frage, ich habe mein Anliegen schon gelesen. Die Fackel muss weitergehen.‹ Das weckte etwas Kampfesmut, aber die nasse Hose klebte trotzdem an den Beinen. Beim Einladen der Sachen in den Bus merkten wir, wie der Sturm schwächer wurde und in normalen Regen überging. Als ich meine Schnürsenkel festzog, wurde mir klar, dass der Regen ganz aufgehört hatte. Die Fackel brannte und Mariano spurtete mit der Fackel in der Hand los. Es war ein Wahnsinnsgefühl und es stimmte: ›Wir geben nicht auf und die Fackel geht weiter!‹

Trailer

Mehr Infos: www.fackellauf2014.org

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