Rodrigo Guerra

Veröffentlicht am 2021-05-15 In Projekte, Schönstatt im Herausgehen

Eine neue Generation von politisch engagierten Katholiken

COSTA RICA, Mayi Antillón •

Am 5. Mai haben wir ein neues Treffen der Gemeinschaft von Schönstättern in der Politik einberufen, eine Gruppe, die wir auf lateinamerikanischer Ebene organisiert haben. —

Der Gastredner des Treffens war Dr. Rodrigo Guerra, der von unserem Kontinentalreferenten, Pater José Luis Correa L., vorgestellt wurde. Professor Guerra ist Mitglied der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften, der Theologischen Kommission des Lateinamerikanischen Bischofsrates (CELAM) und der Päpstlichen Akademie für das Leben. Er hat ein Lizenziat und einen Doktortitel in Philosophie; er hat einen Master-Abschluss in universitärer Humanistik.

Autor mehrerer Publikationen, darunter:

  • Educar para el bien común. Hacia una nueva generación de católicos comprometidos en la acción política (Erziehung zum Gemeinwohl. Auf dem Weg zu einer neuen Generation von Katholiken, die sich für politisches Handeln engagieren) (hier herunterladen – in Spanisch)
  • “El pueblo como sujeto. Una aproximación al pensamiento político de Jorge Mario Bergoglio SJ” (Das Volk als Subjekt. Eine Annäherung an das politische Denken von Jorge Mario Bergoglio, SJ.) (hier herunterladen – in Spanisch)

Rodrigo Guerra

Wir müssen die Frohe Botschaft an Orte bringen, an denen es keinen Glauben gibt

Mit 58 Teilnehmern aus dem spanischsprachigen Amerika, die per Zoom verbunden waren, verbrachten wir fast 2 Stunden damit, mit großem Interesse der Diskussion mit dem Titel: Auf dem Weg zu einer neuen Generation von Katholiken, die sich politisch engagieren, zuzuhören.

Aus Chile, Paraguay, Ecuador, Panama, Costa Rica, Mexiko, der Dominikanischen Republik und aus einigen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten, in denen Lateinamerikaner leben, erlebten wir den vehementen Aufruf an die Laien angesichts der Verantwortung, die wir in der neuen Realität tragen, angesichts des Verlustes des Kompasses und der Herausforderungen in allen Bereichen, die unsere Gesellschaft erlebt.

Dr. Guerra ermahnte uns als Christen, Politik als „Gutes tun für alle“ zu verstehen, als Apostolat, als Mission, in der Gott uns begleitet. „Wir müssen die Frohe Botschaft an Orte bringen, wo es keinen Glauben gibt“, sagte er. Er wiederholte seinen Aufruf an die Laien, sich wieder in die Aufgabe einzubringen, dem Evangelium eine neue Lebendigkeit zu geben, die alle Bereiche der Arbeit der Politik erhellt, da wir die Aufgabe mit uns tragen, die Welt zu verändern.

Er erwähnte, dass, wenn wir engagierten Laien uns nicht an dieser verwandelnden Aufgabe beteiligen, die leeren Räume von anderen gefüllt werden, von denen, die Christus nicht in ihrem Herzen haben. Deshalb muss die Politik Teil der Agenda der Laien sein: „Wir müssen einen Schritt nach vorne machen und aus unserer Komfortzone herausgehen. Mögen wir von der Liebe zu anderen bewegt werden, als einzigartige und unwiederholbare Wesen, Kinder Gottes“, betonte er.

Fratelli Tutti, die neue Magna Carta

Abschließend betonte er, dass die Enzyklika Fratelli Tutti die neue Magna Carta für „eine neue Generation von Katholiken in der politischen Aktion“ ist, die dazu aufruft, alle aufzunehmen, besonders die Schwächsten, die Benachteiligten in unserer Gesellschaft. Die beste Politik ist die, die uns den Armen näherbringt, die uns ihre Ausgrenzung leben lässt. Was den Glauben wachsen lässt, sei nicht Kohärenz, sondern Barmherzigkeit, sagte er.

Angesichts der Ereignisse, die wir in einigen lateinamerikanischen Ländern erleben – Kolumbien, Nicaragua, Chile, Venezuela…- warnte er: „Gewalt ist ein falscher Ausweg, wir müssen immer Brücken bauen, die Türen zum Dialog offenhalten.“

Original: Spanisch, 13.05.2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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