Veröffentlicht am 14. Juli 2019 In Haus Madre de Tuparenda, Schönstatt im Herausgehen, Werke der Barmherzigkeit

Was war wohl das schönste Geschenk für Pater Kühlckes Priesterweihejubiläum?

PARAGUAY, Ani Souberlich und Maria Fischer •

Was war wohl das bewegendste Geschenk, das Pater Pedro Kühlcke bei seinem Silbernen Priesterweihejubiläum erhalten hat?  Der Besuch seiner Eltern in Tuparenda, die Anwesenheit des Generaloberen, Pater Juan Pablo Catoggio, der Erhalt einer großzügigen Spende für Haus Madre de Tuparenda aus Deutschland, die Veröffentlichung seines Buches Freiheit im Gefängnis? Wir haben ihn nicht gefragt (um den Aufhänger dieses Artikels nicht zu ruinieren), aber eines der bewegendsten war sicherlich der riesige Rosenkranz, den ihm die jungen Männer der Casa Madre de Tuparenda geschenkt haben, ein Rosenkranz, der nicht nur mit viel Hingabe und mit Fotos vom Leben in der Casa Madre de Tuparenda gestaltet wurde, ein Leben, das dank großer Anstrengungen und großzügiger Spenden in diesen Zeiten fehlender staatlicher Unterstützung weitergeht. Da ist noch mehr. Da sind mit mühsamer Handschrift geschriebene Blätter  wie dieses: „Vielen Dank, Padre, dass du dich an mich erinnert hast. Ich werde für dich gut sein und eine Woche lang nicht rauchen.“

Geschrieben von einem jungen Mann, der vor Monaten noch im Jugendgefängnis gefangen war, einem jungen Mann, der sein ganzes Leben lang nur Gewalt, Verlassenheit, Missbrauch, Einsamkeit und Hunger erlebt hat. Ein junger Mann, der in einem Alter, in dem andere junge Leute Fußball spielen, ihre neue PlayStation erhalten, an den Strand gehen und mit mehr oder weniger Lust zur Schule gehen, aus Verzweiflung und Hunger zum Dieb wurde.

Ein gemeinsames Werk für den Pater, der sie gerettet hat.

Lange Zeit haben sie an der Herstellung dieses Rosenkranzes gewerkelt. Einer von ihnen zeichnete ein Kreuz, besser als jede Tätowierung, andere bemalten die Kugeln mit hellblauer Farbe, andere klebten die Fotos sorgfältig auf, und alle saßenda mit ihren weißen Blättern, um Pater Pedro ihre Versprechen und Grüße zu schreiben.

Es ist nicht immer notwendig, dass es ein Krug ist, in dem die kleinen Papiere landen, die die Beiträge zum Gnadenkapital, das die Schönstattheiligtümer der Welt erhält, zum Ausdruck bringen. Es kann auch ein Styropor-Rosenkranz sein, und ich glaube, dass es nicht nur das bewegendste Geschenk für Pater Pedro an diesem 30. Juni war, sondern auch der wertvollste Beitrag zum Gnadenkapital der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt.

Vielen Dank, Pater Pedro, dass Sie mich zum CMT-Programm eingeladen haben. Mein Leben hat sich verändert und als Dankeschön verspreche ich, meinen Abschluss zu machen und weiterzumachen.”

 

Ich verspreche, am Wochenende nichts mit Parranda“ (auf Partys gehen und große Dummheiten machen).

 

Padre, ich verspreche dir, dass ich ab heute, am 30.06.2019, keinen Fuß mehr in ein Gefängnis setze, nicht mal zu Besuch, und verspreche,mich nicht mehr zu besaufen.“”

 

 Ich werde versuchen, nicht mehr zu spät zu kommen. Ich werde mit mehr Glauben beten….“”

Der große Moment

Der große Moment war gekommen. Alle waren am frühen Sonntagmorgen zur Messe in Tuparenda anwesend. Mit Stolz und fast platzend vor Freude gingen sie in der Einzugsprozession mit, trugen die Fahnen des Vatikans, Schönstatts…. „Wenn es nicht das grüne T-Shirt gäbe, könnte man die CMT-Jungs glatt für die Novizen der Patres halten“, kommentiert jemand.
Schließlich die Gabenbereitung. Unter den vielen, die mit Gaben und Geschenken kommen, sind auch die Jugendlichen der CMTmit ihrem himmelblauen Rosenkranz. Emotionen, Umarmungen, Tränen, Worte, die niemand hört außer Pater Pedro und dem barmherzigen Gott. Das ist ein Fest im Himmel und auf Erden.

 

Kentenich-Pädagogik an der Peripherie

Passend zum Fest von Pater Kühlckes silbernem Priesterweihejubiläum ist sein Buch „Freiheit im Gefängnis? Kentenich-Pädagogik an der Peripherie“, herausgegeben von Fundación en Alianza, Paraguay, erschienen, mit den in vier Teilen auf schoenstatt.org veröffentlichten Texten, der erweitertne Transkription eines Vortrags von Pater Pedro Kühlcke im September 2018 für die Mannesjugend von Tuparenda.

In diesem Moment der Umarmungen und Emotionen kann man Kentenich-Pädagogik an der Peripherie erleben, berühren.

Die existentielle Peripherie dieser jungen Menschen braucht die Kentenich-Pädagogik, braucht Kentenich-Pädagogen.

Es ist an der Zeit, uns wieder in die Kentenich-Pädagogik zu verlieben, die wir glauben, auswendig zu kennen.

Und plötzlich schießt es durch Kopf und Herz:

Um ihr Potenzial voll auszuschöpfen, braucht die Kentenich-Pädagogik die Peripherie…..

 

 

Webseite von Casa Madre de Tuparenda

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