Veröffentlicht am 19. Dezember 2016 In 100 Häuser, Schönstatt im Herausgehen, Solidarisches Bündnis, Werke der Barmherzigkeit

„100 Häuser“: Auf dem Weg nach Weihnachten gehen wir voran, geleitet vom Stern der Solidarität

100 HÄUSER, Maria Fischer und Ani Souberlich •

Auf dem Weg nach Weihnachten gehen wir voran …

Bethlehem, Israel - July 12, 2015: A silver star marks the traditional site of the birth of Jesus in Bethlehem's Church of the Nativity, Bethlehem, Israel

Bethlehem

Wir, Volk auf der Suche, Volk in Erwartung, Volk der Hoffnung …

Auf dem Weg nach Weihnachten gehen wir voran …

Geleitet von einem Stern, einem Stern des Friedens und der Solidarität …

Auf dem Weg nach Weihnachten gehen wir voran …

Ein einziger Wunsch leitet unsere Schritte: ein Kind zu finden, das Lächeln eines Kindes, das Menschliche eines Kindes …

Auf dem Weg nach Weihnachten gehen wir voran …

Die Hände ausgestreckt zum Nächsten, zum Anderen, zum Fremden, zum Vertriebenen, zum Ungeliebten …

Auf dem Weg nach Weihnachten gehen wir voran …

Und wir singen: „Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind“.

Mit diesem Text grüßen die Blauen Maristen aus Aleppo, Syrien, zu Weihnachten. Zu einem Weihnachten wie jenem damals in Bethlehem, arm, einfach, gefährlich und doch ein Weihnachten, an dem diejenigen, die sich vom Stern des Friedens und der Solidarität führen lassen, vielleicht keine Geschenke erhalten, aber das Geschenk, das größte Geschenk und reinste Geschenk der barmherzigen und solidarischen Liebe Gottes: jenes Kind von Bethlehem, seinen Sohn.

Auf dem Weg nach Weihnachten gehen wir voran … wir alle, wenn wir dem Armen eine Hand reichen, ein Geschenk geben, einen Moment, ein Gebet, einen Blick.

Auf dem Weg nach Weihnachten gehen wir voran … Das könnte auch die Überschrift sein für das Weihnachtsgeschenk, das am 6. Dezember im Gespräch im Team von schoenstatt.org entstand, als Fotos der neusten vier „solidarischen Häuser“ ausgetauscht wurden, mit denen es dann insgesamt fast 180 sind …

„100 Häuser“ – das hat im Jahr 2013 angefangen als konkreter und realer Ausdruck des solidarischen Bündnisses mit Papst Franziskus. Ganz einfach und ganz adventlich: ein Haus bauen für Jesus, der ein Dach über dem Kopf sucht und ein paar Wände … einer Familie ein Haus geben, ein Zuhause, und noch einer, und noch einer … Familie in extremer Armut in Paraguay, und es heißt, etwas Konkretes tun, etwas Reales, etwas, das bleibt, in dieser Weihnacht, geleitet vom Stern des Friedens und der Solidarität. Wenn du nicht hundert Menschen etwas zu essen geben kannst, dann gib wenigstens einem, hat Mutter Teresa einmal gesagt. Wir können nicht für alle armen Familien der Welt ein Haus bauen, auch nicht für alle armen Familien Paraguays. Aber für eine. Das geht. Für 30 Familien, die eine von uns 2013 in unvorstellbar unwürdigen, elenden Verhältnissen gesehen hat, das geht … vielleicht, doch, das geht, das muss gehen, und mit Solidarität, Vernetzung und viel Kreativität standen die Häuser vor Einbruch des kurzen, aber kalten Winters. Zwischen der Begegnung mit himmelschreiender Armut in der Osterzeit 2013 und dem Bau des 30. Hauses aber war etwas passiert: das solidarische Bündnis des Teams von schoenstatt.org mit Papst Franziskus. Und da entsteht die „Mission impossible“: 100 Häuser. 100 Jahre Liebesbündnis, 100 Jahre Heiligtum. 100 Häuser für 100 Jahre Liebesbündnis. Geschenk für Papst Franziskus, etwas, das vom Jubiläum bleibt. Und vom Jubiläum geblieben sind 100 Familien in einem Haus. Und das hört damit einfach nicht auf. Es muss von Gott sein.

„Dass es weitergeht mit den solidarischen Häuser und der Solidarität“ – Unter den 10 „Träumen als Beginn einer neuen Wirklichkeit“ für die Zukunft von schoenstatt.org, die beim Planungstreffen der Redaktionsleitung von schoenstatt.org  Ende Januar 2015 in Madrid formuliert wurden, stand dieser mit an erster Stelle. Und es geht weiter!

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Und wenn wir bis Weihnachten die 200 schaffen?

Es geht weiter mit neuem Feuer in dem erwähnten Austausch am 6. Dezember, einem Gespräch „rund um den Tisch“ in der Whatsapp-Gruppe des „Dreamteams“ von schoenstatt.org in der zweiten Adventswoche:

Wieviel Häuser fehlen eigentlich noch an den 200?

20 … nur 20.

200 Häuser zu Weihnachten?

Pater José María, du bist mir gerade zuvorgekommen, war auch meine Idee.

Muss dann wohl vom Heiligen Geist sein.

Was könnte schöner den Weg nach Weihnachten bereiten, als es mit dem Bauen von Solidarität zu tun …

Was ist das schön, Jesus ein Haus bauen in seinen allerärmsten Brüdern und Schwestern!

Das macht mir so viel Freude, etwas Konkretes, Reales, etwas, das bleibt.

Claudia Echenique: Vor zwanzig Jahren, kurz nachdem die Schönstattpatres aus dem Haus in Belgrano in Buenos Aires nach Sion in Florencio Varela gezogen sind, hat Pater José Pontes mich gebeten, ein Video zu drehen für ein Projekt, an dem er gerade dran war. Was war passiert? In der direkten Nachbarschaft des Geländes von Sion, wo vorher eine Müllkippe gewesen war, siedelten sich innerhalb von 20 Tagen 300 sehr arme Familien an, die gar nichts hatten. Eine von so vielen wilden Siedlungen. Elendsviertel. Sie bauten ihre Hütten aus Karton, Wellblech, Sperrholz, Plastiktüten. Pater José Pontes suchte nun Paten für diese Familien, damit sie Baumaterial für ordentliche Häuser bekämen. Daraus ist das Stadtviertel geworden, das heute das Haus und Heiligtum der Patres umgibt. Dieses Projekt nannte er „Von Bethlehem nach Nazareth“ – dass die Familie, die in einer Hütte ähnlich dem Stall von Bethlehem lebte, ein einfaches, aber festes Haus bekäme wie die Heilige Familie von Nazareth. Zwanzig Jahre später könnten wir diese Phase der „100 Häuser“ auch „Von Bethlehem nach Nazareth“ nennen, was meint ihr?

Susana Llorente: Wegen der solidarischen Häuser, die noch fehlen, schlage ich vor, dass wir als Dreamteam einige finanzieren. Uns hier in Argentinien oder in Buenos Aires müsste es doch nicht zu schwer fallen, das Geld zusammenzukriegen, dann müssen wir nur noch schauen, wie wir es nach Paraguay schicken.

Das Feuer brennt schon lichterloh und steckt an.

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„Das hat mir das Herz aufgemacht“

Das mit dem Geld ist technisch schon seit drei Jahren einfach: es gibt ein Konto in Paraguay und eines in Deutschland, die Konten sind mit PayPal verknüpft, und wie als Tüpfelchen auf dem I nimmt auf einer anderen vernetzten solidarischen Schiene genau gleichzeitig eine Idee, die schon lange darauf wartet, umgesetzt zu werden, Form an: ein Online-Spendensystem im „solidarischen Bündnis“, mit dem schon jetzt und demnächst noch einfacher Spenden für ein Haus mit einem Klick getätigt werden können – sicher per Lastschrift, Sofort-Überweisung, PayPal und Kreditkarte.

Innerhalb weniger Tage sind Spenden für vier Häuser da – aus Spanien, Portugal und Deutschland. Rektor Egon M. Zillekens ist der erste, der das neue Online-Spendentool ausprobiert, um ein Haus auf den Namen des Kanaan-Patris-Heiligtum des Priesterbundes zu spenden. „Der Austausch zu dem Thema hat mein Herz aufgemacht“, schreibt eine Mitarbeiterin von schoenstatt.org als Kommentar zu ihrer Spende.

„In diesem Advent begegnet Gott uns auf besondere Weise, er schenkt uns die Gelegenheit, etwas Konkretes zu tun für Menschen, denen es viel schlechter geht als uns. Das soll unser Gnadenkapital sein, das in der Heiligen Nacht zum Urheiligtum kommt“, so Susana Llorente aus Buenos Aires.

„In Paraguay gibt es auch eine Initiative für neue Häuser“, weiß P. José María García. „Mir haben sie von Asunción aus eines zugesagt, sie setzen sich direkt mit Ani in Verbindung.“

„Hier in Rom ist es sicher: In der Messe am 18. Dezember ist die Kollekte für diesen Zweck. Es war meine Idee und alle sind dafür“, schreibt Pamela Fabiano am 17. Dezember.

Bis zum 18. Dezember sind 10 Häuser zusammengekommen. Es fehlen noch 10 bis 200.

Fast 200 Häuser. Fast 200 Familien. Ein ganzes Stadtviertel. Ein Stadtviertel der Solidarität. Ein Stadtviertel der Hoffnung. Ein Stadtviertel als Geschenk an Papst Franziskus.

Auf dem Weg nach Weihnachten gehen wir voran …

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M. Fischer

IBAN DE08400602650062268615
BIC GENODEM1DKM

Verwendungszweck: 100 Häuser (und ggf. Widmung auf den Namen eines Heiligtums)

Spendenbescheinigungen (Deutschland) sind möglich.

100 Häuser der Solidarität

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Hier ist Bethlehem …

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