Hombres José

Veröffentlicht am 2021-01-15 In Josefsjahr

Josef im Annehmen

Josefs-Challenge | Juan Barbosa, Argentinien •

The Joseph Challenge 2021 by Schoenstatt.org, only for men (Die Josef-Challenge 2021 von schoenstatt.org, nur für Männer): Männer aus verschiedenen Berufungen im Liebesbündnis, aus verschiedenen Ländern und Generationen lassen sich herausfordern durch den Brief von Papst Franziskus, Patris Corde, über Josef, seinen „Überlegungen zu dieser außergewöhnlichen Gestalt, die einem jeden von uns menschlich so nahe ist.“ Sie lassen sich darauf ein, zu erzählen, was sie an der Gestalt des heiligen Josef und dem Brief des Heiligen Vaters über ihn am meisten beeindruckt und motiviert. Juan Barbosa, Argentinien, aus der Schönstatt-Familienbewegung, aktiv bei den Madrugadores und seit Jahren Mitarbeiter von schoenstatt.org hat Punkt 4 des Papstbriefes über den heiligen Josef ausgesucht: Vater im Annehmen. —

Das geistliche Leben, das Josef uns zeigt, ist nicht ein Weg, der erklärt, sondern ein Weg, der annimmt.

Nur von dieser Annahme her, von dieser Versöhnung her können wir auch eine größere Geschichte, einen tieferen Sinn erahnen. Es scheint wie ein Widerhall der leidenschaftlichen Worte Ijobs, der auf die Forderung seiner Frau, sich gegen all das Böse aufzulehnen, das ihm widerfährt, antwortet: »Nehmen wir das Gute an von Gott, sollen wir dann nicht auch das Böse annehmen?« (Ijob 2,10).

Josef ist kein passiv resignierter Mann. Er ist ein mutiger und starker Protagonist. Die Fähigkeit, etwas annehmen zu können, ist eine Weise, wie sich die Gabe der Stärke, die vom Heiligen Geist kommt, in unserem Leben offenbart. Nur der Herr kann uns die Kraft geben, das Leben so anzunehmen, wie es ist, und selbst dem, was darin widersprüchlich, unerwartet oder enttäuschend ist, Raum zu geben.

Jesu Kommen in unsere Mitte ist ein Geschenk des Vaters, auf dass ein jeder sich mit seiner konkreten eigenen Geschichte versöhnen möge, auch wenn er sie nicht ganz versteht.

Wenn man über den heiligen Josef nachdenkt, spricht allein der Gedanke, dass Gott selbst ihn auserwählt hat, der Vater seines Sohnes auf Erden zu sein, deutlich von seiner immensen Dimension als Mann.

Unser Kompass, keine Frage!

Es ist nicht einfach, sich dem Thema zu nähern, und ich habe mich entschlossen, ihn (am Ende eben typisch Mann) in vier Punkten zu umreißen, jenen 4. Punkt des Schreibens des Heiligen Vaters: Vater im Annehmen.

Autor: Juan Barbosa

Sein Annehmen Gottes

Ich möchte mich nicht mit ihm vergleichen, aber ich strebe danach, seiner Persönlichkeit näher zu kommen und von seiner Annahme des Willens von Gott, dem Vater, zu lernen.

Wie oft wurde mein Glaube auf die Probe gestellt? Wie glücklich war ich, mich manchmal mit seinem Willen in Einklang zu bringen und die schöpferische Resultante klar zum Ausdruck kommen zu sehen. Zu anderen Zeiten, als dies nicht der Fall war, konnte ich auch die Schönheit jeder Entscheidung des guten Vatergottes sehen, der uns liebt und erzieht… Und was ich alles verpassen könnte!

Sein Annehmen seiner selbst

Der heilige Josef strebte nicht danach, alle anderen zu überbieten, es war nicht sein Ziel, „an der Spitze“ zu sein und sich zu zeigen, da er vom ersten Augenblick an seine Begrenztheit vor dem „Großen Werk“ Gottes akzeptierte.

Ich persönlich suche immer nach dem Höchsten und akzeptiere nicht immer gern, dass die Dinge nicht so laufen, wie ich sie mir vorstelle. Liegt es daran, dasses besser machen kñnnte, oder daran, dass das Beste, was ich tun kann, mir nicht reicht? Wie schwer ist es, sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist!

Gott will nicht, dass wir perfekt sind, sondern mit ihm vereint und im Gebet, und das ist die Überzeugung, die mich bei so vielen Gelegenheiten begleitet und „tröstet“. Wenn Gott mich so liebt, wie ich bin… Wer bin ich, dass ich herumlaufen und mich perfekt machen will? Mich in meiner Persönlichkeit anzunehmen, mit Licht und Schatten, ist ein wichtiger Schritt, um das Glück zu erreichen, zu dem ich von Gott berufen wurde!

Sein Annehmen der anderen

Da der hl. Josef der Adoptivvater des Erlösers der Welt war, teilte er das Glück seiner Geburt, unterwarf sich den Gesetzen der Zeit und reagierte ruhig auf die feindselige Behandlung, die er immer wieder erlebte.

Wie schwer ist es für mich, meine Leidenschaften zu beherrschen; wie schwer ist es, die Ewige Liebe zu sehen, die in denen gegenwärtig ist, die mir nicht so sympathisch sind! Es ist wirklich schwierig für mich, aber davon überzeugt zu sein, dass es so ist, hilft mir, die Last zu tragen, die oft schwer wird. Was für eine Befriedigung ist es, eine Veränderung im anderen (oder in mir?) zu spüren, wenn ich Situationen der Konfrontation umkehren und durch Vereinbarungen und Vereinigung ersetzen kann.

Josef ist auch hier Vorbild.

Sein Annehmen der Arbeit

Ein feinsinniger Schreiner, wie man diesen gutmütigen und schweigsamen Zimmermann heute nennen würde, und ich beobachte seine Freude über die gut ausgeführte Arbeit und wie er die Aufgabe mit seinem kleinen Jungen teilt.

Wie schwer war es für mich, eines meiner Kinder sagen zu hören: „Ich helfe dir“, wenn ich irgendeine Arbeit machte ….. Ganz zu schweigen davon, wenn ich einkaufen ging und es hieß: „Ich gehe mit dir“.

Das bedeutete, dass ich doppelt so lange oder vielleicht sogar noch länger brauchte, aber ….. Brauchen wir wirklich diese rasende Schnelle und das Diskutieren? Aus ganzem Herzen seine Initiative annehmen, die aktive Anwesenheit meines Sohnes und seine Originalität zu genießen. Wie sehr sich das Annehmen der Arbeit, sei es in der Familie oder in der Gemeinschaft, summiert!

Allmählich wachse ich darin, und ich erkenne, dass, indem ich den anderen in seiner Originalität und „seiner Zeit“ annehme, sich das alte Sprichwort erfüllt: Wenn du allein gehst, kommst du schneller an, aber wenn wir gemeinsam gehen, kommen wir weiter.

Wie viel kann man lernen und wachsen, wenn man sich als Mensch mit dem Leben dieses gewaltigen „Nicht-Protagonisten der Geschichte“ auseinandersetzt.

Hombres José

Original: Spanisch, 14.01.2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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