Dequeni

Veröffentlicht am 2021-01-15 In Dequeni, Projekte, Werke der Barmherzigkeit

Die entferntesten und verletzlichsten Familien erreichen

PARAGUAY, DEQUENI, via www.dequeni.org.py

Raquel Ojeda ist „fliegende Kindergärtnerin“ im Dequeni-Projekt „Wander-Spielmatte“. Im Jahr 2020 begleitete sie die Kinder und ihre Familien aus der Ferne und leitete sie an, den entsprechenden Anregungen von zu Hause aus zu folgen. Es war eine Herausforderung, die anfangs schwierig war, aber dank der Ausdauer und der Begleitung der Eltern und Erzieher, die Ja sagten zu dieser neuen Erfahrung, die ihnen viele Überraschungen und Erfolge bescherte, war es möglich.—

„Wir fühlten uns ein wenig entmutigt, die Kinder vermissten die Spielmatte sehr und fragten ihre Eltern, warum sie ihre Freunde nicht mehr sehen konnten, aber nach und nach verstanden auch sie die Situation“, sagt die Erzieherin.

Raquel arbeitet seit acht Jahren als Kindergärtnerin. Sie begann als Kindergartenassistentin und sammelte später Erfahrungen in Bildungseinrichtungen als Vollzeiterzieherin. Sie hatte schon immer einen Hang zum Unterrichten, und ihre Liebe zu Kindern brachte sie dazu, sich der Frühförderung zuzuwenden.

„Ich bin fasziniert von der Art und Weise, wie Kinder den Lernstoff schnell aufnehmen und von der Begeisterung, die sie für das Lernen haben, auch von dem Vertrauen und der Komplizenschaft, die sie mit uns haben, die Erzieherin ist das Nonplusultra für sie. Es ist ein Job, der dich jeden Tag motiviert, wenn du ankommst und siehst, wie sie dir all diese Liebe geben, die bei den Kleinen einzigartig ist“, betont Raquel.

Im Herausgehen, aber wirklich

Dequeni änderte Raquels Leben vom Arbeiten in KIndergartenräumen hin zu einer völlig anderen Modalität: Bei der Wander-Spielmatte ging es darum, die am weitesten entfernten und verletzlichsten Familien zu erreichen, um den Kindern Frühförderung zu bieten und ihre Familien dabei zu begleiten.

“Die ersten Monate waren eine Herausforderung für mich, aber dann war ich in den Gemeinden angekommen und alles war ganz anders. Ich musste auf die Familien zugehen, ihnen von dem Projekt erzählen und über dessen Wert für ihre Kinder in der frühen Kindheit sprechen“, sagt sie.

Mit der Zeit wurde Raquel ein Teil des Lebens jeder der am Projekt teilnehmenden Familien und erreichte wichtige Ziele bei den ersten Schritten der Kinder.

„Der Erfolg, der mich mit Freude erfüllt, ist zu sehen, wie die Kinder ihre Schüchternheit überwinden, zum Beispiel die Drei – bis Fünfjährigen, die sich bereits auf die Schule vorbereiten. Einige von ihnen drückten sich kaum aus und fanden es schwierig, mit anderen in Beziehung zu treten. Das war meine erste Aufgabe, an ihrer sozialen Entwicklung mit positiven Ergebnissen zu arbeiten, und sie haben es geschafft“, so Raquel.

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Kreativität in jedem Haus

Die Pandemie kam und änderte alle Planungen, es war ein ganz anderes Jahr, das da begonnen hatte, die Ziele mussten neu definiert werden, die Umstände erforderten es, immer länger auf Distanzunterricht zu setzen, und so begann eine neue Zeit der Anpassung. Nicht mehr in die Gemeinden, sondern vor die Kamera. Und die Kinder sahen ihre Kindergärtnerin auf dem Smartphone und machten weiter…

„Wir haben uns an ein neues Lerntempo angepasst, aber mit vielen Erfolgen. Die Kreativität in jedem Haus war sehr schön“, sagt Raquel.

Die Pandemie war kein Hindernis, denn die Verbindung der Kinder, ihren Erzieherinnen und den Familien blieb intakt.

Wir schätzen die Arbeit und das Engagement von Raquel, die, wie viele Erzieherinnen und Erzieher, ihre ganze Liebe gegeben hat, auch in einem unsicheren Szenario, damit die Kinder nicht aufhören zu lernen, zu gestalten, zu spielen und die Welt um sie herum zu entdecken.

„Ich danke Dequeni für das in mich gesetzte Vertrauen“, sagt Raquel. „Wir hatten ein schwieriges Jahr, aber wir haben es auf die beste Art und Weise beendet, und das Jahr 2021 wird ein sehr erfolgreiches und segensreiches Jahr werden.“

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„Wir haben uns an ein neues Lerntempo mit den Kindern und Familien angepasst,und das mit großem Erfolg.“ Raquel, Erzieherin


Dequeni hat seinen Namen von dem biblischen Satz aus dem Evangelium: Lasst die Kinder zu mir kommen (Dejad que los niños vengan a mí) (Mk 10,14). 

Gegründet vor mehr als 30 Jahren von Mitgliedern der Schönstatt-Mannesjugend, ist Dequeni heute eine Organisation der paraguayischen Zivilgesellschaft mit Erfahrung in Programmen zur Förderung und zum Schutz von Kindern. Dequeni weckt den Geist der Solidarität vieler Wohltäter, Unternehmen und Organisationen mit dem Wunsch, Kindern zu helfen.

Dequení trägt mit sozialpädagogischen Interventionsmodellen dazu bei, die Qualität der Bildung, die Förderung und den Schutz der Rechte der Kinder zu verbessern.

www.dequeni.org.py

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