Veröffentlicht am 29. September 2015 In Kentenich

Londrina hat jetzt einen „Pater Josef Kentenich- Platz”

BRASILIEN, Karen Bueno in maeperegrina.org.br

Ein Platz mit dem Namen eines Vaters, oder besser gesagt, eines Vaters und Gründers! Londrina/PR hat seit kurzem einen Platz mit dem Namen Pater Josef Kentenich-Platz. Im Stadtteil Gleba Fazenda Palhano, an der Kreuzung von Ulrich Zwingli- und Martin Luther-Straße trägt der Platz jetzt den Namen des Gründers von Schönstatt.

Das städtische Gesetz Nr. 12 261 wurde vom Stadtrat Rony dos Santos Alves eingereicht, und er erklärt: „Der erste und einfache Grund ist, dass der Platz neben dem Berufsbildungszentrum ‚Mater Ter Admirabilis‘ liegt, und vor allem wegen all der Arbeit, die Pater Josef Kentenich in Londrina getan hat.“

Im Jahr 2014 spendete die Stadt einen Bauernhof mit einem Gelände in der Größe eines halben Häuserblocks für das Krankenhaus ‚Santa Casa‘, wo das neue ‚Berufsbildungszentrum Mater Ter Admirabilis‘ gebaut wurde. Im Sinn der Spende wurde ein Eckbereich für die Anlage eines Platzes bestimmt, und es ist genau dieser Teil des Geländes, der nun den Namen des Vaters und Gründers der Schönstatt-Bewegung trägt. Die Schönstattfamilie nahm dieses Geschenk mit Freuden an: „Durch die Namensgebung ‚Pater-Kentenich-Platz‘ anerkennt die Gemeinde Schönstatt, das seit der Gründung der Stadt anwesend war. Es ist eine große Freude und, ohne Frage, eine Ehre. Schwester Elvira María Perídes Lawand, Leiterin des Krankenhauses ‚Santa Casa‘ und Direktorin des MTA-Berufsbildungszentrums, sagte: „Durch ihre führenden Politiker anerkennt die Stadt die Sendung Pater Kentenichs und alles, was die Stadt durch seine Vermittlung und durch die Arbeit der Schönstattbewegung erhalten hat.“

Für eine Bündniskultur

„Diese Auszeichnung ist wichtig, damit die Flamme für das Schönstattwerk, und zugleich das Gedenken an Pater Kentenich lebendig erhalten bleibt. Wenn die Menschen Pater Kentenichs Geschichte lesen oder hören, sind alle bewegt – und ich sage das als Methodist, ich bin nicht katholisch. Ich glaube, dass alle Christen aus allen Konfessionen mehr über Pater Josef Kentenich lesen, und viele Dinge, die er durchführte, nachahmen sollten, viele Dinge!“, bekräftigte der Stadtrat.

Mehr als nur ein einfaches Stück Land. „Der Platz könnte eine Möglichkeit für die Evangelisierung sein“, so Schwester Elvira María. „Wir könnten ihn auf eine Art gestalten, die das Leben und die Sendung unseres Gründers zeigt. Er könnte auch zum Schönstatt-Heiligtum führen, weil er neben dem Berufsbildungszentrum Mater Ter Admirabilis liegt. Ich glaube, es könnte später eine Verbindung geben. Es ist ein sichtbarer Beitrag dafür, eine Bündniskultur zu ermöglichen, die den Bewohnern von Londrina zugutekommen wird.“

Pater Kentenichs freiwilliger und selbstloser Geist

Die Apostolische Bewegung von Schönstatt besteht in Londrina seit den Anfängen der Stadt. Es war eine der ersten Städte Brasiliens, die Marienschwestern willkommen hießen, die später das Colegio Madre de Dios [Marienschule] gründeten, und sie arbeiteten viel – und sie tun es noch – in der Verwaltung der Santa Casa. Pater Kentenich war mehrmals in Londrina während der zehn Reisen, die er durch Brasilien unternahm, und brachte ein MTA-Bild in der Kathedrale an.

„Unser Vater verdient es, geehrt zu werden für alles, was sich aus seinen Besuchen in Londrina und Brasilien entwickelt hat; dieses ist vor allem eine Anerkennung dafür, dass er Gründer eines internationalen Werkes ist, das in der Stadt seit ihrer Gründung anwesend ist, weil vom Anfang an die Marienschwestern in der Bildung, im Gesundheitswesen und in der Katechese gearbeitet haben.“, sagte Schwester Elvira María Lawand.

Für Rony Alves ist es eine gerechte Anerkennung: „Londrina hat eine moralische Schuld gegenüber den Marienschwestern für ihre Arbeit, die sie verrichtet haben, und in einer Art ist ihre Arbeit eine Fortsetzung von Pater Kentenichs Mentalität und seinem selbstlosen und freiwilligen Geist. So ist das ein Weg, das Andenken jener anzuerkennen und zu ehren, die unabhängig vom religiösen Aspekt mitgearbeitet haben und zum Wohl der Stadt und ihrer Bewohner beigetragen haben.“

Der nächste Schritt besteht jetzt darin, für eine ästhetische Gestaltung des Platzes zu sorgen, ihm „ein Gesicht“ zu geben, und dann eine formelle Einweihung.

Quelle: www.maeperegrina.org.br
Original: Portugiesisch: Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

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