maría ayuda

Veröffentlicht am 2021-05-01 In Maria Ayuda

Eine lebensverändernde Reise von Viña del Mar nach Santiago

CHILE, Maria Ayuda – Francesca Wüllfrodt •

In den Häusern von Maria Ayuda werden stets Prozesse voller Schönheit und Hoffnung erlebt. Dies ist der Fall von E., einem Mädchen, das 2019 im Alter von sieben Jahren im Pater Alfonso Boess Heim in Viña del Mar ankam und einen Kontext von Drogenkonsum durch ihre Mutter und das Ausgesetztsein ernster Gefahren hinter sich ließ, die eine totale Verletzung ihrer Rechte darstellten, einschließlich einer Anzeige wegen möglichen sexuellen Missbrauchs. Dies löste bei dem kleinen Mädchen eine Depression aus, die sogar zu einigen Selbstmordversuchen führte. —

Maria Ayuda

Mit diesem unglücklichen Hintergrund betrat E. die Residenz und ihre Leiterin stellte fest, dass es keine direkten Familienmitglieder gab, mit denen sie arbeiten konnte, um neue Bindungen aufzubauen. Aber dank der Sucharbeit des Teams des Heims „P. Alfonso Boess“, unter der Leitung von Barbara Aguilera, erreichten sie den Großvater des Mädchens väterlicherseits, der seine Geschichte erzählte und sein Interesse bekundete, Teil des Lebens von E. zu sein. Zufälligerweise suchte er auch selbst nach ihr und konnte sie in diesem Heim finden, mit der klaren Absicht, den Schaden, der dem kleinen Mädchen zugefügt wurde, wieder gutmachen zu wollen.

Infolge dieses Auftritts focht sein eigener Sohn und E.s Vater seine Vaterschaft in einem langen juristischen und korporativen Prozess an, an dem Maria Ayuda und Sename (Nationaler Dienst für Minderjährige) beteiligt waren. Damit begannen die Auswertungen des Großvaters, ein Prozess, der äußerst erfolgreich war, in dem auch die Blutsverwandtschaft des Mädchens mittels DNA festgestellt wurde.

Der Prozess der Bindung zwischen dem Großvater und seiner Enkelin

Es begann die Arbeit der Bindung, bei der dieser Großvater, unter strenger Aufsicht des Heims, jede Woche aus Santiago anreiste, um seine Enkelin zu besuchen. Danach begann er mit einigen Ausflügen innerhalb von Viña del Mar, die er immer mit großer Verantwortung und Liebe erfüllte, bis er die Genehmigung des Gerichts erhielt, die es E. erlaubte, die Weihnachts- und Neujahrsferien mit ihrer neuen Familie zu verbringen. Wichtige Momente, sehr emotional für alle, besonders für die Kinder.

Im Laufe des Januars dieses Jahres begann das Mädchen, immer häufiger zu ihrem Großvater zu gehen, bis E. im Februar in ihrem neuen Zuhause blieb.

Heute ist sie ein anderes Kind

Ihr Fall war so erfolgreich, dass sie sogar aus der psychiatrischen Behandlung entlassen wurde, da sie zuvor und während ihres Aufenthalts im Heim ernsthafte Probleme hatte. Heute ist sie ein anderes Kind, mit einer anderen Sprache, einer anderen Art, sich zu kleiden, einem anderen Temperament, einer anderen Art, ihre Gefühle auszudrücken und voller Harmonie mit ihrem neuen Familienkreis.

Die Wohnheime von Maria Ayuda arbeiten mit einem Programm von Pflegefamilien zusammen, die die bereits entlassenen Fälle unterstützen, betreuen und weiterverfolgen, um das Wohlergehen des Kindes zu überwachen, damit es nie wieder irgendeiner Art von Übergriffen ausgesetzt ist.


María Ayuda ist eine 1983 von Pater Hernán Alessandri Morandé gegründete Einrichtung, deren Hauptaufgabe die Aufarbeitung und Prävention von Kindesmisshandlung (Missbrauch, Gewalt und Vernachlässigung) ist.

Derzeit macht María Ayuda weit über Chile hinaus negative Schlagzeilen aufgrund von Ereignissen im mittlerweile geschlossenen Heim „Catalina Kentenich“ in Rancagua. Die Aufklärung der genauen Abläufe und Tatsachen durch Staatsanwaltschaft, Jugendamt und SENAME (staatliche Körperschaft Chiles zum Schutz der Rechte von Kindern) ist im Gang. Von Seiten der Verantwortlichen von Maria Ayuda gibt es noch keine Stellungnahme.  Wir informieren Sie.

Institutionelle Seite: www.mariayuda.cl

Spendenmöglichkeit
Bankkonto in Europa:
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IBAN: DE 33 4006 0265 0003 1616 03
BIC: GENODEM1DKM
Verwendungszweck: Maria Ayuda Chile
In Deutschland steuerabzugsfähig.

 

 

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

María Ayuda, Chile

Symbolfoto, iStock Getty Images

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