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Missbrauch
DEUTSCHLAND, Maria Fischer • „Klerikaler Narzissmus ist der Grundbaustein für geistlichen Missbrauch“, sagt Dr. Martin Flesch, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, im Interview mit Felix Neumann auf katholisch.de, dem Nachrichtenportal für die katholische Kirche in Deutschland. Anlass für das Interview war die Veröffentlichung des Buches „Die Betroffenen. Seelische Leidensräume in der katholischen Kirche“, in dem Martin Flesch anhand von 12 Fallgeschichten Erfahrungen geistlichen Missbrauchs schildert – nicht nur durch Kleriker, sondern auch durch Machtpersonen – Frauen und Männer – in Orden, geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen. — „Wie kommt es zuWeiterlesen
Himmelwärts
DEUTSCHLAND, Maria Fischer • Kein Applaus. Atemanhaltende Stille, in der nicht einmal mehr das Fallen der berühmten Stecknadel zu hören ist. Martin Flesch hatte zu Anfang darum gebeten, in den kurzen Pausen nicht zu applaudieren und auch am Schluss dem persönlichen Eindruck ein paar Sekunden Chance zu geben, in die Tiefe zu gehen. Wäre nicht nötig gewesen. Die bekannten, so oft gebeteten und lieben Verse aus Himmelwärts und die sperrigen, fremden, klingen an diesem Nachmittag wie zum ersten Mal gehört. Der Dialog der arrogant-verzweifelten Zeitenstimmen mit dem verwundet-vertrauenden Josef KentenichWeiterlesen
Die Betroffenen
BRENNENDE THEMEN, Maria Fischer • Die Analyse der missbräuchlichen Strukturen in der katholischen Kirche lenkt derzeit den Fokus hauptsächlich auf sexuellen Missbrauch, der durch Mitglieder der Institution verschuldet wurde. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch in erschreckendem Ausmaß, dass ein ganzes Spektrum von Leidensräumen existiert, die sich auf vielfältigen Ebenen ausdrücken und nahezu alle kirchlichen Bereiche betreffen. Es ist deshalb Zeit, dass die Betroffenen zu Wort kommen. Die Betroffenen von Machtmissbrauch, von spirituellem Missbrauch in der katholischen Kirche, in Orden, Säkularinstituten, geistlichen Gemeinschaften. Sie bekommen eine Stimme in dem AnfangWeiterlesen
Canadá
KANADA, Guillermo Fiebelkorn • Bevor ich mit meiner Darstellung beginne, möchte ich darauf hinweisen, dass ich diese Zeilen von dort aus schreibe, wo ich mit meiner Familie seit einigen Jahren ansässig bin: in den traditionellen Gebieten der Treaty 7 Region im südlichen Alberta, Kanada, zu denen die Blackfoot Konföderation sowie die Tsuut’ina und die Stoney Nakoda gehören. Die Stadt Calgary ist auch die Heimat der Metis Nation of Alberta Region 3. — Dieser einfache Akt der territorialen Anerkennung beinhaltet eine implizite Entschuldigung für all das begangene Unrecht und die schrecklicheWeiterlesen
Synode
SYNODE ÜBER SYNODALITÄT • Die Deutsche Bischofskonferenz hat am 5. August 2022 ihren Bericht zur Vorbereitung der Weltbischofssynode 2023 veröffentlicht. Der dreijährige weltweite Vorbereitungsprozess der Bischofssynode, der im Herbst 2021 in Rom eröffnet wurde, richtete sich in der ersten Phase an die nationale Ebene. — Die Ergebnisse dieses diözesanen synodalen Prozesses werden in diesen Wochen in den Bischofskonferenzen gebündelt und an den Vatikan weitergegeben. „Auf unserem Weg zu einer #ZuhörendenKirche sollten wir die heutige Lesung zum Anlass nehmen, uns daran zu erinnern, dass die Aufgabe der #Synodalität nicht dem eigenenWeiterlesen

Veröffentlicht am 06.08.2022In Kentenich

Kentenich und das Charisma Schönstatts

P. Jaime Vivancos, Spanien • Ich bin Schönstätter, seit ich 22 Jahre alt bin. Damals zog ich mit meiner Familie von Valladolid, der Stadt, in der ich geboren wurde, nach Madrid. Kurz nach meiner Ankunft in Madrid schloss ich mich der Studentenjugend an, die sich im Schönstattzentrum in der Calle Serrano traf, wo es damals noch kein Heiligtum gab. — Seitdem habe ich eine Erfahrung gemacht, die ich ohne zu zögern als wundervoll bezeichnen kann und die mir geholfen hat, meinen Glauben zu erneuern, bis hin zu dem Punkt, dassWeiterlesen
festgefahren
Stefan Becker, SMJ Trier, Deutschland • „Dank muss ich aber auch aussprechen den noch nicht Lebenden, den Kommenden. Ja, was soll Schönstatt werden, wenn nicht die kommenden Generationen von demselben Geist erfasst und durchdrungen sind wie wir? Muss das nicht Gesetz bleiben in der Familie für alle Zeiten: Jede Generation muss sich Schönstatt von Neuem erobern.“  Dies ist ein kleiner Teil einer Ansprache von Pater Kentenich. Er sagte dies am 11. August 1935 im Rahmen seines Silbernen Priesterjubiläums.  — Nun sehe ich diesen Zeitpunkt gekommen, an dem wir Schönstatt neuWeiterlesen
Tränen des Petrus
Maria Fischer • „Und Petrus erinnerte sich an das Wort, das Jesus gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich (Mt 26,34)“ Wie oft müssen da Hähne krähen, damit er endlich zur Besinnung kommt und eingesteht, Fehler gemacht zu haben?, fragt eine gut katholische Freundin, entsetzt, wütend, verstört angesichts des Münchner Missbrauchsgutachtens und der Stellungnahme von Kardinal Ratzinger und nicht nur ihm. — Wann endlich weint er, wann endlich weint die Kirche bitterlich angesichts des unsäglichen Leids, das Kindern undWeiterlesen
abuso
PORTUGAL, Lena Castro Valente • Nach dem Vorbild der französischen Kirche will auch die portugiesische katholische Kirche das ganze Ausmaß des sexuellen Missbrauchs, der seit den 1950er Jahren in der Kirche stattgefunden hat, aufklären. Die Ankündigung erfolgte am 12. November letzten Jahres durch den Vorsitzenden der Portugiesischen Bischofskonferenz (CEP), D. José Ornelas, am Ende der 201. Vollversammlung. Diese Untersuchung wird von einer unabhängigen Kommission durchgeführt. Diese Entscheidung des portugiesischen Episkopats kommt fast drei Jahre nach einem von Papst Franziskus einberufenen globalen Gipfel, um das Thema mit Bischöfen auf globaler EbeneWeiterlesen
abuso
Carlos Barrio y Lipperheide, Argentinien • Kürzlich erfuhr ich mit großer Betroffenheit von den sexuellen Übergriffen in der Kirche in Frankreich. — Die Journalistin Elisabetta Piqué, Korrespondentin der Zeitung La Nación (Argentinien), weist darauf hin, dass ein Bericht der Unabhängigen Kommission für sexuellen Missbrauch in der Kirche in Frankreich (CIASE) „aufgedeckt hat, dass in diesem Land zwischen 1950 und 2020 etwa 216.000 Minderjährige von etwa 3.000 Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche missbraucht wurden“[1]. Wenn wir die Gesamtzahl der missbrauchten Personen (216.000 Minderjährige) durch die 25.550 Tage zwischen 1950 undWeiterlesen