Veröffentlicht am 2016-05-17 In Leben im Bündnis

„Pfingsten heute“ ohne Wenn und Aber erleben

DEUTSCHLAND, von Wolfgang Fella •

„Pfingsten – worum geht es da eigentlich?“ Diese Frage bekommen die Besucher am Vorabend des Pfingstfestes zu Beginn eines sehr besonderen Gottesdienstes im voll besetzten Seminarraum auf der Würzburger Marienhöhe gestellt. Dicht gedrängt sitzen dort am frühen Samstagabend Jung und Alt zusammen. Schummriges Licht im Raum, die Fenster sind verdunkelt – warum weiß noch keiner. In den Seminarraum musste man ausweichen, weil der Saal besetzt und das Heiligtum viel zu klein war für die vielen interessierten Teilnehmer, die selbst erfahren wollten, was es mit dem Fire-Abend auf der Marienhöhe in Würzburg auf sich hat.

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Heute-Journal zu Pfingsten

Zur Feier des Geburtstags der Kirche war das vielleicht auch schon eine kleine Vorahnung der Kirche von morgen. Volle Bänke, bunt gemischte und wirklich interessierte Teilnehmer in einem kleinen Raum, der sonst ganz anders genutzt wird. Eben keine Kathedrale oder sterile Betonkirche – keine gelangweilten Pflichtbesucher – kein Gottesdienst ohne Bezug zum Leben. Stattdessen gestaltet von einer Gruppe dynamischer Schönstätter. In einem szenischen Spiel wird ein Bogen gespannt vom Pfingsten damals bis zum Pfingstfest unserer Tage, mit dem man meist nicht mehr viel anfangen kann. Viele Sorgen, Nöte und Ängste werden ausgesprochen, ehe sich die Aktiven aus gestern und heute über die vielen ABERs in ihrem Leben unterhalten. Die ABERs, die Lebendigkeit ersticken, die unseren Einsatz lähmen und unseren guten Willen zum Wanken bringen. Dann erklingt die bekannte Melodie des ZDF-Heute-Journals, und es folgt die Nachricht, dass man ein Mittel gegen das ABER-Syndrom gefunden hätte. Hierzu wäre allerdings eine starke Energiequelle erforderlich, die von außen kommen müsste.

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Der Heilige Geist bringt Licht in die Bude

Antwort auf die Frage nach der richtigen Energiequelle liefert die Apostelgeschichte mit Feuerzungen und den vielen Sprachen. Sinnbildlich gehen die Rollläden hoch und es dringt kräftiges Tageslicht in den Gottesdienstraum. Das Gebet als Energiequelle können die Anwesenden nun in verschiedenen Workshops während des Gottesdienstes erfahren. Egal ob mit Singen als doppeltem Beten, Tanzen als Gebet mit den Füßen oder kreatives Beten – für jede und jeden ist ein passendes Angebot dabei, das in verschiedenen Räumen der Marienhöhe angeboten wird. Nach dieser Dreiviertelstunde an echter Lebenspraxis geht es mit dem Gottesdienst weiter, in dem Pfarrer Peter Göttke an mehreren Stellen Mut macht, die vielen ABER in unserem Leben zu überwinden. „Gott sagt nicht ABER, sondern trotzdem“, so seine Botschaft, in der er auch daran erinnert, dass Jesus den Jüngern damals das ABER weggenommen hätte. Er selbst empfiehlt das ABER an den Heiligen Geist abzugeben und stattdessen seine vielfältigen Gaben zu erwarten.

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Fire mit Bratwurst und Buffet

Was wäre ein Fire Abend ohne echtes Fire. Dieses erwartet die Gottesdienstbesucher anschließend vor dem Heiligtum und ist angesichts kühler Temperaturen auch bitter nötig zum Aufwärmen. Die pfingstlichen Anliegen auf kleinen Feuerzungen wandern in die echten Flammen und nach einigen Liedern wird zu Bratwürsten und einem umfangreichen Mitbring-Buffet im Schatten des Feuers eingeladen. Dort sitzen Jung und Alt noch lange beisammen, um sich über Gott und die Welt auszutauschen. Alle sind sich einig, dass das sicher nicht der letzte Fire-Abend auf der Würzburger Marienhöhe gewesen ist und nach Wiederholung ohne Wenn und Aber drängt.

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Fotos:  Wolfgang Fella

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