Veröffentlicht am 2016-08-24 In Solidarisches Bündnis

Im solidarischen Bündnis mit Italien

Maria Fischer •

Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,2 hat in den frühen Morgenstunden Zentralitalien getroffen. Der Erdstoß in der bergigen Provinz Rieti in der Nähe von Perugia war in der Nacht zu Mittwoch bis in die Hauptstadt Rom zu spüren. Es wird befürchtet, dass die Zahl der bisher bestätigten 37 Todesopfer noch steigt, da noch viele Menschen in den Trümmern ihrer Häuser begraben sind.

Beten wir für die Opfer, die Familien und Freunde, die Ärzte und alle, die in diesen Stunden von Angst und Not zu Hilfe eilen.

Solidarisches Bündnis mit Italien – ein Ave Maria, eine Kerze in unseren Heiligtümern, ein Augenblick, in dem wir das Leid unser Herz berühren lassen und es teilen.

Das Beben, so heißt es in einem Bericht, wurde auch in Rom und im Vatikan gespürt. Gespürt wird es heute sicher auch in allen Herzen, die wie das von Maria sind: empfänglich und sensibel für jedes Menschen Leid.

Wegen des verheerenden Erdbebens in Mittelitalien hat Papst Franziskus an diesem Mittwoch bei der Generalaudienz seine Katechese auf nächste Woche verschoben. Statt dessen betete er mit den Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz die Geheimnisse des schmerzhaften Rosenkranzes. „Ich kann nicht anders, als meinen großen Schmerz und meine Nähe zu allen Menschen dort auszudrücken, jenen, die ihre Lieben verloren haben und jenen, die immer noch von Angst und Schrecken erschüttert sind“, sagte der Papst in einer kurzen Ansprache.

Ein starkes Zeichen. Einfach die Katechese, die Generalaudienz suspendieren, das Tagesgeschäft unterbrechen, das Leid der Menschen durchs eigene Herz gehen lassen. Vielleicht schafft der eine oder andere das heute auch, und sei es nur für eine Minute und ein Ave. Dann wären wir einfach Maria.


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