Veröffentlicht am 2015-10-18 In Misiones

Für uns ist Kuba ein Vorher und ein Nachher

CUBA/SPANIEN, Berta González Nogueira, Adela Nogueira, Rocío González Nogueira, von der spanischen Schönstattjugend •

In diesem Sommer haben junge Frauen der Schönstatt-Studentenbewegung von Madrid Misiones der besonderen Art durchgeführt, die Misión Cuba [Mission Kuba] in der Pfarrgemeinde von Pfr. Bladimir, Santa Cruz del Sur, in der Stadt Camagüey in Kuba. Pfr. Bladimir und die Pfarrgemeinde beherbergten sie wie auch drei junge Männer aus Chile, die dort zu ihrer Misión Cuba waren. Pfarrer Bladimir ist Mitglied des Schönstatt-Priesterbundes.

Kuba … Für uns ist Kuba eine Geschichte von Vorher und Nachher. Jeder, der dort war, wird dem zustimmen. Kuba hat kleine Flammen im Herzen eines jeden von uns entzündet; Flammen, die nicht mehr ausgelöscht werden.

Es ist schwierig, die Welt auf die gleiche Weise anzusehen, wenn man der Armut von Angesicht zu Angesicht gegenübergestanden hat. Wenn man gesehen hat, dass diejenigen, die Glauben haben, glücklich sind auch in Elend, schlechten Bedingungen, ohne Mittel und ohne Nahrung. Sie sind glücklich, denn sie haben Gott; ihr Glaube ist ihre tägliche Nahrung. Wie ist das möglich? Wie ist es möglich, dass die meisten in unserer Gesellschaft das Glück nicht finden, wenn sie alles haben? Dass Menschen immer nach materiellen Dingen suchen? Das ist etwas, dass wir nie verstehen werden, obwohl wir immer die Antwort vor Augen haben, und doch, wir sehen es nicht.

Während der Novene zur ‚Virgen de la Caridad‘ [Jungfrau der Barmherzigkeit] haben die Schönstatt-Jugendlichen aus der Gemeinde jeden Abend für Spaniens und Chiles Misión Cuba gebetet.

Sie waren die echten Missionare

Die Misiones unterscheiden sich so von anderen ehrenamtlichen Einsätzen. Es ist so etwas anderes, mitzuhelfen, Gott der Welt zu zeigen. Auf Mission gehen war eines der schönsten Dinge, die wir gemacht haben, und in Kuba war Freude pur. Es gibt so viele Menschen, die alles verloren haben, weil sie im Kommunismus ihren Glauben nicht verleugnet haben. Man hat keine Ahnung, wieviel, oder wieviel ihnen weggenommen wurde, und wie sie gelitten haben. Gebildete Leute, die Karriere gemacht hatten, konnten ihre Kinder nicht zur Schule bringen, weil sie ihren Glauben nicht verleugnen wollten. Sie haben ihre Arbeit verloren und die Chance, je wieder in ihrem Beruf zu arbeiten, sie haben ihre Häuser verloren, sie wurden gesteinigt, sie sind Menschen, deren Leben die Hölle war, und wenn man sie fragt: „Würdest du es wieder tun?“, antworten sie ohne zu zögern „JA“. Wie könnte man von diesen Zeugnissen nicht betroffen sein? Wie kann man ruhig bleiben und nichts tun?

Wir sind stolz auf die Mission; wir waren wirklich Missionare der Barmherzigkeit. Wir haben unser Ziel erreicht, Gott zu den Menschen zu bringen, und für einige waren wir ein Beispiel und eine Familie. Dabei sind sie diejenigen, die wirkliche Missionare waren. Denn sie veränderten uns durch ihren einfachen Glauben, ihren Eifer und ihren Hunger nach Gott, und durch ihren totalen Einsatz an Hilfsbereitschaft; sie sind ein Beispiel der ersten Christen.

Schönstatt und die Gottesmutter sind wirklich die Antwort im Erwachen der kubanischen Gesellschaft

Diejenigen, die nicht glauben, waren auch Missionare für uns. In ihnen haben wir den völligen Bruch zwischen Himmel und Erde gesehen, wie mechanistisches Denken Geist und Seele des Menschen zerstört. In dieser kubanischen Gesellschaft ist das mechanistische Denken ein Produkt des Kommunismus, der 60 Jahre lang die Liebe Gottes vergessen hat und die Würde und Einzigartigkeit jeder Person unterbunden hat. Wir haben die Realität der Welt gesehen, vor der unser Gründer schon seit 1914 gewarnt hat.

Schönstatt und die Gottesmutter sind wirklich die Antwort für ein Erwachen der kubanischen Gesellschaft, eine Mutter, die jeden Menschen in der eigenen Originalität liebt, die ihn respektiert und ihn in seinen Begabungen und seinen Schwächen erzieht, und die ihn liebt und für ihn sorgt als Familie. Wenn sie ein Zuhause finden, fühlen sie sich geschützt und geeint als Brüder und Schwestern in einem Ort, unserem Heiligtum, in diesem Fall ihrem schlichten Wegrand-Heiligtum. Es ist ein Glaube, ein lebendiges Gebet, das aus dem Leben und der Liebe unseres Pater Kentenich kommt und das Herzen heilt.

Die Gottesmutter hat Kuba immer beschützt; die ‚Virgen de la Caridad del Cobre‘ [Jungfrau der Barmherzigkeit von Cobre] war immer Licht und Kraft für dieses verwundete Volk; unsere Mutter und Königin ist die Frau, bekleidet mit der Sonne, die der Schlange den Kopf zertritt.

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Original: Spanisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

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