Veröffentlicht am 6. Mai 2018 In Haus Madre de Tuparenda, Werke der Barmherzigkeit

Drei neue Absolventen von Haus Madre de Tupãrenda

PARAGUAY, Maria Fischer mit Material aus der Pressestelle des Justizministeriums von Paraguay •

Bei einem emotionsgeladenen Akt feierten drei junge Männer den erfolgreichen Abschluss des Resozialisierungsprogramms für haftentlassene Jugendliche von Haus Madre de Tupãrenda. Angehörige und Ausbilder zollten ihnen Anerkennung für den Einsatz, den sie gezeigt hatten. —

Casa Madre de Tupãrenda

Justizminister Ever Martínez, der eigens zu der Feier gekommen war, zeigte sich einmal mehr erfreut über den Erfolg der Jugendlichen und die Tatsache, „dass eine von dieser Regierung umgesetzte Politik im Bündnis mit dem privaten Sektor wirklich funktioniert und Leben verändert.“

„Das Programm Haus  Madre de Tupãrenda ist eine gesellschaftliche Investition des Staates zum Wohl der Jugendlichen, die am Programm teilnehmen, wie auch für das der Bürger, da die Jugendlichen aus der Kriminalität geholt werden“, machte er deutlich. Das Programm „Haus Madre de Tupãrenda“ wird in einem Bündnis zwischen dem Justizministerium und Mitgliedern der Schönstatt-Bewegung (durch Fundaprova als Rechtsträger), konkret Schönstatt-Patres und Laien, durchgeführt. Bündniskultur konkret.

Der Minister betonte, dass das in Haus Madre de Tupãrenda umgesetzte erfolgreiche Modell den Jugendlichen nicht nur berufliche Fähigkeiten vermittelt, sondern ihnen auch hilft, gesellschaftliche Fertigkeiten, sogenannte Soft Skills, zu erwerben und ihnen Werte vermittelt für ihre effiziente Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

 

Casa Madre de Tupãrenda

Ein wichtiger Schritt in Richtung eines würdigen und verantwortlichen Lebens

Ana María de Acha, Vorsitzende von Fundaprova (Verein zur Förderung von Werten und Gewaltprävention, Rechtsträger des Projektes Haus Madre de Tupãrenda) sagte, es sei ein wichtiger Schritt für die drei jungen Männer am Schluss einer entscheidenden Phase ihres Lebens zurück auf den richtigen Weg.

Sie regte die Jugendlichen an, ihre Mühe und ihre Erfolge zu schätzen und nicht zurückzufallen. Und alle Absolventen dürften wie während der Teilnahme am Projekt immer die Hilfe von Haus Madre de Tupãrenda in Anspruch nehmen.

Neben Justizminister Martínez nahmen an der Feier Vertreter von Fundaprova und Schönstatt-Patres teil sowie Angehörige der Absolventen. Ebenfalls bei der Feier anwesend waren Vertreter des Nationalen Berufsbildungswerkes (SNPP) von Itauguá, des Rates für Kindheit und Jugend von Itauguá und Andrés Osorio von UNICEF.

Die Jugendlichen erhielten zum erfolgreichen Abschluss des Programms Zeugnisse aus jedem Bereich, den sie in der Zeit in Haus Madre de Tupãrenda belegt hatten: Gartenbau, Bäckerei und Industrieschneiderei. Dazu bekamen sie die Bescheinigungen des Nationalen Berufsbildungswerkes (SNPP) als Bäcker, Konditoren und Industrienäher.

Seit der Eröffnung im Jahr 2016 sind es nun 13 Absolventen, von denen nicht ein einziger zurück in die Kriminalität gefallen ist. Diejenigen, die mittlerweile volljährig sind, sind auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft integriert, dank der im Programm erworbenen Fertigkeiten, und die Minderjährigen absolvieren Praktika in verschiedenen Unternehmen, während sie parallel ihren Schulabschluss machen.

Casa Madre de Tupãrenda

So wenig macht sie so glücklich

Zusammen mit einer ganzen Reihe von Fotos von Jugendlichen aus Madre de Tupãrenda, die wie kleine Kinder im Heu spielen, schreibt die Leiterin, Ani Souberlich: „So wenig macht sie so glücklich! Sie sind die Kinder, die sie nie sein durften.“

Casa Madre de Tupãrenda

Das Projekt Haus Madre de Tupãrenda

Haus Madre de Tupãrenda ist ein Resozialisierungs- und Berufsbildungsprogramm, das Instrumente zur Verfügung stellt, die Jugendlichen nach ihrer Haftentlassung ermöglicht, Arbeit zu finden und so ihre Lebensqualität zu verbessern.

Die Jugendlichen nehmen täglich freiwillig an dem Programm teil, das sich über neun Monate erstreckt; in den ersten acht Monaten lernen sie Grundfertigkeiten in Gartenbau, Bäckerei und Industriekonfektion, im letzten Monat machen sie ein begleitetes Praktikum in einem Betrieb. Während dieser Zeit erhalten sie einen Bonus etwa in Höhe des Lohnes eines Auszubildenden.


Bankverbindungen:

    • Fundaprova, Cuenta: 102792992, Sudameris Bank SAECA, BIC/SWIFT BSUDPYPXXXX, RUC80079669-1
    • Schönstatt-Patres International e. V., IBAN: DE91 4006 0265 0003 1616 26, BIC/SWIFT GENODEM1DKM, VWZ: P. Pedro Kühlcke, Casa Madre de Tupãrenda

Mit Material des Justizministeriums von Paraguay

Casa Madre de Tupãrenda

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1 Responses

  1. Da sollte sich doch mein taegliches Bittgebet fuer ‚Tupãrenda‘ in ein DANKgebet wandeln. Das werde ich ab sofort im Maimonat vornehmen.

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