peregrinación Hasenkamp - La Loma

Veröffentlicht am 2022-08-15 In Schönstatt im Herausgehen

Jorge Schaab – 27 Jahre auf dem Pilgerweg von Hasenkamp nach La Loma

ARGENTINIEN, Martina Schaab, über www.peregrinaciondelospueblos.com

„Jede Erfahrung ist wie eine kleine Kerze, die unsere Seele erhellt und uns tröstet. Es ist Ihre Geschichte, meine Geschichte, unsere Geschichte, wir sind alle ein wesentlicher Teil dieser 40 Jahre!“ – Mit diesen Worten beginnen die Organisatoren den Austausch von realen Geschichten von Pilgern, Geschichten, die sie in den 40 Jahren der „Wallfahrt der Städte und Dörfer“ erlebt haben, die den Bildstock von Hasenkamp mit dem Heiligtum von La Loma in Paraná verbindet. Wir erzählen hier eine davon weiter, die von Jorge Schaab, erzählt von seiner Tochter Martina. Er selbst ist dazu nicht mehr in der Lage, da er letztes Jahr an Covid gestorben ist. —

In diesem ganz besonderen Jahr, in dem die Wallfahrt der Städte und Dörfer 40 Jahre alt wird, schreibt Martina Schaab, möchte ich Ihnen die Geschichte eines ganz besonderen Menschen erzählen, der 27 Jahre lang mit der Gottesmutter gepilgert ist.

„Jorge Schaab“, mein Vater, ein Mensch, für den viele Menschen um Gesundheit gebetet haben, ein Mensch, den die Pandemie dahingerafft hat, der aber in den Herzen vieler geblieben ist.

Als ich 8 Jahre alt war, machte er mich mit dieser wunderschönen Marienverehrung bekannt

Mein Vater hat 27 Jahre in Folge an der Wallfahrt der Städte und Dörfer teilgenommen und jedes Mal Tausende von Geschichten erzählt.

Am Anfang erzählte er mir von seiner ersten Wallfahrt, die sie in Jeans und Espadrilles, mit Rucksack und Mate machten. Zu dieser Zeit gab es nur wenige Pilger, es gab keine Hilfsfahrzeuge, Krankenwagen oder Sammler.

Er begann mit meinem Onkel zu wandern, dann mit meiner Mutter, mit meiner Schwester, und als ich 8 Jahre alt war, nahm er mich mit, um etwas über diese wunderbare Verehrung zu lernen, die wir beide für unsere Gottesmutter und für die Wallfahrt der Städte und Dörfer hatten. Wir sind diese 90 Kilometer 11 Jahre hintereinander zusammen gegangen.

Ich erinnere mich, dass jedes Jahr der August kam und wir uns auf den Oktober freuten und begannen, unsere Sachen zu organisieren, damit wir nichts verpassen.

Peregrinación de los Pueblos

So erinnern wir uns an sie: 2019

Der Fiat mit Lautsprechern

Nach einigen Jahren als Pilger war mein Vater die Stütze des Lastwagens, der von der Pfarrei Oro Verde abfuhr und die Pilger an jedem Halt erwartete.

Nach ein paar Jahren begann er mit dem Soundmobil, wir hatten einen „Fiat Uno“, auf den er die Lautsprecher und die Sirene aufsetzte und mit dem wir die Pilger begleiteten, bis wir in La Loma ankamen.

Ein paar Jahre später kauften wir einen kleinen Lastwagen, neue Lautsprecher (für die Wallfahrt), eine neue Sirene und schon waren wir beide wieder unterwegs und warteten voller Freude auf die Ankunft in La Loma.

Im Laufe der Jahre, im Jahr 2015, schloss ich mich der Gruppe der Helfer aus Paraná an.

Damals beschloss mein Vater, das Soundmobil zu verlassen und als „Sammler“ einzusteigen.

Diejenigen, die das Vergnügen hatten, ihn zu kennen, werden sich daran erinnern, wie er mit seinem beleuchteten Schild und seiner Sirene, die während der gesamten Wallfahrtertönte, im Lieferwagen mitfuhr, immer mit einem Lächeln und einem Wort der Ermutigung.

Wenn wir die Sirene hörte, wussten wir, dass er in unserer Nähe war und dass sich ein Sammler näherte.

Die Jahre vergingen und er war Teil unserer wunderbaren Familie von Helfern, für sie war er einfach ein weiterer Vater.

Flaschensammler für die Fackeln

Ich erinnere mich, dass er von Beginn des Jahres an Flaschen sammelte, aus denen dann die Fackeln für den Weg in der Nacht wurden.

Er war derjenige, der an den Haltestellen auf uns wartete, mit einem heißen Mate, ein paar Kleinigkeiten zu Essen und immer mit einem aufmunternden Wort, damit wir unseren Pilgerweg fortsetzen konnten.

Mein Vater, ein Mensch, der jeden Moment der Wallfahrt liebte und sie mit so viel Begeisterung und Liebe lebte.

Elf Jahre haben wir sie als Vater und Tochter miteinander geteilt, unerklärlich die Emotionen und die Freude, die dies auslöste.

Es gibt noch Tausende von Erinnerungen, die in meinem Herzen und in den Herzen aller Menschen, die ihn kannten, aufbewahrt werden. Dieses Jahr ist er nicht physisch bei uns, aber wir pilgern gemeinsam, er in meinem Herzen und die ganze Wallfahrt in seinem.

Mehr: www.peregrinaciondelospueblos.com

Original: Spanisch, 14.08.2022. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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