Veröffentlicht am 14. Februar 2020 In Schönstätter

Bischofsweihe am 23. Februar: Ein Bundespriester wird Bischof von Laï im Tschad

TSCHAD, Redaktion •

Am kommenden 23. Februar wird Pére Nicolas Nadji Bab, Mitglied des Schönstatt-Priesterbundes im Tschad, zum Bischof geweiht. Er war bereits in den vergangenen Monaten – seit der Ernennung seines Vorgängers Miguel Ángel Sebastián Martínez (MCCJ) zum Bischof von Sarh, Tschad – Diözesanadministrator der Diözese Laï, zu deren Bischof er Mitte Dezember von Papst Franziskus ernannt worden war. Für den Schönstatt-Priesterbund ist es Freude, Ehre und Verpflichtung, dass einer seiner Mitglieder zu diesem besonderen Hirtendienst erwählt wurde. —

 

Tschad (Foto: iSTock Getty Images, licensed for schoenstatt.org)

Die Diözese Lai wurde erst im Jahr 1998 errichtet, ist ca. 18.050 km² groß und hat etwa 130.000 Katholiken. Bischof Nicolas ist der zweite Bischof dieses jungen Bistums.

Nicolas Nadji Bab wurde am 2. September 1969 in Béré,bDiözese Laï, geboren. Er trat in das Priesterseminar Saint Luc in Bakara/N’Djaména ein, wo er sein Studium der Philosophie und Theologie abschloss. Zusätzlich hat er durch ein Studium an Universität Santander, Spanien, einen Master in „Internationaler Zusammenarbeit und Entwicklung“ erworben.

Am 11. Mai 2002 wurde er zum Priester geweiht und in der Diözese Laï inkardiniert. Er war als Pfarrer in Baktchoro, Laï und Ngamongo tätig und wirkte seit 2010 auch als Leiter der Caritas in seiner Diözese.

Mitglied des Schönstatt-Priesterbundes

Père Nicolas hat die Arbeit der Schönstatt-Bewegung durch den Schweizer Pfarrer und Bundespriester Alois Baumberger, der viele Jahre in der Diözese Pala im Süden des Tschad als Fidei-Donum-Priester gearbeitet hat, kennengelernt. Auf Initiative von Pfr. Baumberger sind einige angehende Priester aus den Diözesen Pala, Moundou, Sarh und Laï mit seiner Gemeinschaft in Verbindung gekommen und haben sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen. Einige sind inzwischen Mitglieder des Schönstatt-Priesterbundes, Père Nicolas seit Januar 2004. 2005 war er zum ersten Mal in Schönstatt – im Zusammenhang mit dem Weltjugendtag in Köln, und hat bei der Vigilnacht auf dem freien Feld fürchterlich gefroren.

Zwanzig 20 Priester und Seminaristen gehören im Tschad zum Priesterbund. Vier von ihnen waren im August 2019 dabei, als der internationale Priesterbund in Schönstatt errichtet wurde, unter ihnen auch der jetzt zum Bischof ernannte Nicolas Nadji Bab.

Pfarrer Franz Kraft hatte als ehemaliger Regiokurat im Schönstatt-Priesterbund über viele Jahre Verbindung zu den Mitbrüdern im Tschad gehalten und diese auch mehrfach besucht; er wird im Sommer wieder in den Tschad reisen – zur Lebensweihe einiger Mitbrüder. Bei der Bischofsweihe am Sonntag, 23. Februar, wird Alois Baumberger den Priesterbund vertreten.

Père Nicolas schrieb zu Weihnachten an die «Freunde und Partner der Diözese Lai»: «Ich danke Gott für dieses Vertrauen, das er in meine bescheidene Person setzt. Ich drücke meine Wertschätzung und meinen Dank Papst Franziskus gegenüber sowie den Bischöfen der tschadischen Bischofskonferenz aus. – Für diese Sendung, die mir anvertraut wurde, zähle ich auf eure Gebete und eure vielfache Unterstützung, um dieser familienhaften Kirche in Lai dienen zu können. Ich versichere euch meiner täglichen armseligen Gebete. Die Ordination wird am 23. Februar 2020 stattfinden. Ihr seid herzlich eingeladen zu diesem Ereignis der Gnade durch Präsenz oder Gebet.»

Aufgrund des Bürgerkriegs und wegen längerer Dürreperioden gehört der Tschad zu den ärmsten Ländern der Welt.

iStock Getty Images ID 1182838319

Mit Material von Rektor Egon M. Zillekens, unter Mitverwendung eines Artikels von Dezember 2019  bei www.schoenstatt.de.

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