Dachau

Veröffentlicht am 2021-07-14 In Kentenich

Dachau – weit weg oder doch nicht?

DEUTSCHLAND, Maria Fischer •

Der erste wichtige Schritt innerhalb der langfristig angelegten „Neukonzeption der KZ-Gedenkstätte Dachau“ ist die Produktion eines neuen Dokumentarfilms zur Vorführung im Kinosaal der Hauptausstellung der KZ-Gedenkstätte Dachau. „Das Konzentrationslager Dachau“ ist ein Überblicksfilm zur Geschichte des Konzentrationslagers Dachau und seiner Nachgeschichte von 1945 bis heute, der in der Hauptausstellung der KZ-Gedenkstätte Dachau gezeigt wird. —

Der neue Film von Maya Schweizer, Benjamin Meyer-Krahmer und Clemens von Wedemeyer in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Dachau vermittelt die historische Entwicklung und die topografische Ausdehnung des Konzentrationslagers Dachau sowie der heutigen Gedenkstätte und bindet diese in den Kontext allgemeiner historischer Prozesse ein. Die Ergänzung durch Ausschnitte aus Zeitzeugen-Interviews berücksichtigt in besonderem Maße die Perspektive der Häftlinge und würdigt diese als Akteure. Im Mittelpunkt steht die Leitfrage „Wie können wir uns ein Bild davon machen, was hier geschehen ist?“

Der neue Dokumentarfilm wird corona-bedingt im Rahmen einer Open-Air-Premiere auf der ehemaligen Lagerstraße in der KZ-Gedenkstätte Dachau erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Diese findet am 20. Juli 2021 um 19 Uhr statt. Wetterbedingter Ausfalltermin ist der 22. Juli, 19 Uhr. Neben den Filmschaffenden Maya Schweizer, Benjamin Meyer-Krahmer und Clemens von Wedemeyer haben auch Vertreter aus Kultur und Politik ihre Teilnahme zugesagt.

Hinweis
Der Film ist 38 Minuten lang, in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch.

Er ist nach der Vorstellung u.a. beim CID (Comité International de Dachau erhältlich – im Laden beim Eingang des Museums oder HIER online. Bestellungen sind schon jetzt möglich.

Im Online-Shop gibt es auch zahlreiche weitere Filme und Bücher.

Auf der Webseite (Deutsch, Englisch, Französisch) finden sich auch zahlreiche Videoclips von Gedenkfeiern und Zeitzeugen-Aussagen. Vorbeischauen lohnt sich!

Was ist „Dachau“ für Schönstatt?

Wenn Schönstätter „Dachau“ hören, hören sie Schönstattgeschichte: der Gründer und eine ganze Reihe weiterer Personen aus der Schönstatt-Bewegung waren dort als Gefangene der Nationalsozialisten, Gebete und Schriften sind dort entstanden, die bis heute wichtig sind, es sind Gemeinschaften gegründet worden und die „Schönstätter Internationale“.

Ganz nah also. Und doch zeitlich weit weg und weit weg vom Alltagserleben vieler. Da ist so ein Film eine große Hilfe, um „Dachau“ nicht romantisch zu verklären und gleichzeitig heranzukommen an die Frage, ob es auch heute „Dachau“ gibt oder konkreter, wo und wie auch heute „Dachau“ – in Kuba, in Südafrika, in Myanmar, in Syrien, in Arbeitsverhältnissen ohne Rechte und ohne Würde, in Heimen ohne Heimat … – danach schreit, zum „Heiligtum“ zu werden. Durch Wunder der Gnade. Durch Maria. Im Bündnis. Und nicht ohne uns.

Dachau

Mitarbeit: Sr. M. Elinor Grimm.

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