Veröffentlicht am 31. August 2016 In Kirche - Franziskus - Bewegungen, Schönstatt im Herausgehen

Mit Maria leben

DEUTSCHLAND, von Maria Fischer •

KlappBroschur_13x19_250seitenWussten Sie, dass  Jorge Mario Bergoglio dreimal vergeblich versucht hat, sein Lieblingszitat von Isaak von Stella in einem offiziellen kirchlichen Dokument unterzubringen, aber Papst werden musste, um es dann endlich in Evangelii Gaudium nennen zu können?  Und dass er in einer Stofftasche unter seiner Soutane immer das „Staubtuch der Gottesmutter von Luján“ mit sich trägt? Wussten Sie, dass er wesentlich zur Verbreitung des Bildes „Maria Knotenlöserin“ in Argentinien und Südamerika beigetragen hat, selbst aber nie in Augsburg war, wo das Original hängt? Kennen Sie sein Lieblingsgebet zu Maria, das er täglich zweimal betet?  Wussten Sie, dass er sich Maria am liebsten als „arme Frau“ und Frau aus dem Volk vorstellt? Wissen Sie, was er meint, wenn er dazu anregt, die Pfarrkirchen und die Stadt zu „heiligtumisieren“? Und dass er von Erscheinungen und Botschaften der Muttergottes, die man auf die Stunde vorherberechnen kann, gar nichts hält?

Wer alle diese Fragen mit einem Ja beantworten kann, kann entweder Spanisch oder Portugiesisch und hat das Buch gelesen, das Pater Alexandre Awi, Leiter der Schönstatt-Bewegung von Brasilien und bei der Konferenz von Aparecida wie beim Weltjugendtag 2013 persönlicher Mitarbeiter von Papst Franziskus, auf der Grundlage eines ausführlichen und sehr persönlichen Interviews mit ihm verfasst hat. Doch das war bis gestern – seit heute ist die deutsche Fassung dieses in Brasilien bereits in der achten Auflage erschienenen Buches auch in Deutsch im Handel. Am 30. August hat der Benno-Verlag in Leipzig mit der Auslieferung des Buches begonnen, nur knapp fünf Monate, nachdem die Übersetzerin des Manuskriptes einer plötzlichen Intuition folgend eben dieses, gerade zu einem Drittel übersetzt, dem Verlagsleiter des Benno-Verlages, der gerade ein sehr schönes Buch mit den Mariengebeten des Papstes verlegt hatte, angeboten hatte.

„Das Buch ist mit dem Herzen geschrieben“

Es sind die Details, die deutlich davon reden, dass das Buch in diesem Verlag in guten Händen war und ist. Wenn etwa auf dem vorderen Waschzettel eines der schönsten Mariengebete von Papst Franziskus zitiert wird. Oder wenn die Umschlagrückseite mit einem Zitat überschrieben ist aus der Antwort von Franziskus an den Verfasser, nachdem er das Buch gelesen hatte: „Das Buch ist mit dem Herzen geschrieben. Ich bin glücklich, dass mein Zeugnis dem Lob der Mutter dient.“

Glücklich sind auch der Autor, P. Alexandre Awi, der „Ermöglicher“ der Finanzierung der Übersetzung, Rektor Egon M. Zillekens (mit allen Spendern), Cassio Leal aus dem Team von schoenstatt.org, der auf das Buch aufmerksam gemacht und so den Stein auch für die Übersetzung ins Deutsche (und demnächst Englische) ins Rollen gebracht hat, die Übersetzerin, die die letzten Kapitel in Bergoglios Heimatstadt Buenos Aires fertigstellte und viele andere.

Das Buch ist vollgepackt mit persönlichen Zeugnissen, mit tiefen und mit köstlichen Geschichten, die der Papst seinem Interviewer im Rückblicken auf seine pastoralen Erfahrungen erzählt. Es steckt voller zentraler Auszüge aus den wichtigsten marianischen und volkstheologischen kirchlichen Dokumenten. Es stellt Maria und die Beziehung zu ihr mitten hinein in die Volkstheologie, in den missionarischen Impuls von Aparecida und Evangelii Gaudium, in das Herausgehen an die Peripherien, an eine Kirche der Armen und für die Armen, in die Mütterlichkeit der Kirche und  die Revolution der Zärtlichkeit und das Heilige Jahr der Barmherzigkeit.

Schönstatt inside

Es ist kein Schönstattbuch. Es ist auch kein Buch zuallererst für Schönstätter. Ganz beiläufig streut der Verfasser ein- oder zweimal den Namen Josef Kentenich ein, ein- oder zweimal das Wort Schönstatt. Reicht auch. Denn es ist in Wirklichkeit ein durch und durch schönstättisches Buch, schönstättisch im Sinne des zweiten Jahrhunderts, im Sinne eines Schönstatt des zweiten Jahrhunderts, dem es weder um Werbung und Wohlgefallen geht, sondern darum, demütig das in den Dienst der Kirche zu stellen, was sich in 100 Jahren im Binnenraum der Bewegung erprobt hat: In diesem Fall ein Bild von Maria, das korrespondiert mit jenem Bild von Kirche, dessen Konturen Josef Kentenich am Tag des Abschlusses des 2. Vatikanischen Konzils, am 8. Dezember 1965, bei der symbolischen Grundsteinlegung des Heiligtums von Belmonte in Rom kristallklar gezeichnet hat.

 

KlappBroschur_13x19_250seitenMit Maria leben (Papst Franziskus, P. Alexandre Awi Mello)
Ein Gespräch mit Papst Franziskus
ISBN / EAN: 9783746246796
Lieferbar
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Im Benno-Verlag, bei Amazon, buecher.de, vielen weiteren Portalen und in jeder guten Buchhandlung.

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