Veröffentlicht am 17. Februar 2020 In Dilexit ecclesiam

Rund um den Tisch… zu einer (fast übersehenen) Rede von Papst Franziskus

DILEXIT ECCLESIAM, Maria Fischer •

„Ich habe eine bemerkenswerte Rede von Papst Franziskus gefunden, die bestätigt, was wir als und für Ehepaare tun, und uns gleichzeitig herausfordert. Spontan habe ich ein paar Fragen verschickt, um Leute zu interviewen, die in der Familienarbeit tätig sind – wenn jemand von euch durch die Rede des Papstes motiviert ist und mit Familien, Paaren, Ehepaaren arbeitet, oder jemanden kennt, lasst es mich wissen, dann machen wir noch mehr Interviews.“ – Eine Nachricht in der Gruppe der Mitarbeiter von schoenstatt.org, spanische Fraktion, mit ihren mehr oder weniger 60 Mitgliedern. Eine Botschaft wie so viele andere, wenn es darum geht, Informationen oder Botschaften zu verbreiten, Strömungen aufzuspüren und nach Artikeln für schoenstatt.org zu suchen. Aber diesmal ist noch etwas anderes passiert. Über mehrere Stunden entfaltet sich über zwei Kontinente, mehrere Zeitzonen, Gliederungen und Generationen hinweg ein Austausch „rund um den Tisch“ (wie Pater Kentenich das nennt) über Themen aus dieser Ansprache vom 25. Januar anlässlich der Eröffnung des Gerichtsjahres der des römischen Ehegerichtes Rota Romana.—

Wir möchten Anteil geben an diesem Dialog, weil er so lebendig und authentisch war, weil er die bisher vier Interviews ergänzt und weil er hoffentlich dazu anregt, sich physisch oder virtuell rund um den Tisch zu setzen und zu sehen, was der Geist Gottes wirkt, wenn wir kommunizieren.

Um diesen Austausch wirklich genießen zu können, laden wir unsere Leser allerdings ein, genau wie wir zuerst die Ansprache zu lesen und sich zu fragen, was einen ganz persönlich darin anspricht.

 

Papst Franziskus an die Rota Romana – 25. 01. 2020 – Deutsche Übersetzung von Osservatore Romano

Hier ohne weiteren Kommentar, so wie er sich entwickelt hat, dieser virtuelle und reale Dialog:

Juan Barbosa, Córdoba, Argentinien:

Sehr gut, Maria! Ich lese es jetzt nut sehr schnell, aber dann muss ichmir Zeit nehmen, um es richtig zu genießen. Jedenfallshabe ich den Text bereits an unsere Familiengruppe in der Pfarrei weitergegeben. Danke!

Paz Leiva, Madrid, Spanien:

Dieser Vortrag ist wirklich großartig. Ein Apostel-Ehepaar, Freunde des heiligen Paulus. Bitte schicke mir die Fragen, vielleicht gelingt es uns, jemanden von Eduvida oder Forta (Fortalecimiento Matrimonial) zu interviewen.

P. José María, Madrid, Spanien:

An die Leute von Eduvida habe ich die Fragen schon geschickt! Aber die Leute von Forta zu interviewen, ist eine gute Idee.

Maria Fischer, Siegburg, Deutschland:

Ich habe den Text und die Fragen an unsere Anelena und Alejandro aus Costa Rica geschickt. Wenn wir eine ganze Serie machen könnten, wäre das perfekt.

Juani Villarraza, Paraná, Argentinien:

Ich gebe sie an die Leute von den Familienmissionen weiter, die wirklich viel davon haben. Wie diese Heiligen sind auch sie nicht still. Die andere Sache, die meine Aufmerksamkeit erregt hat, ist das Beharren auf der Pfarrei. Das ist etwas, das wir hier in Parana noch stärker sehen sollten. Danke fürs Weitergeben!

Maria Fischer:

Ja, die Sache mit der Pfarrei ist stark und sollte uns herausfordern.

Juan Barbosa:

In meiner Pfarrei koordinieren wir eine Gruppe von Ehepaaren, und wir haben viel Hilfe vom Pfarrer. Auf jeden Fall tut es uns gut, uns einmal kräftig schütteln, um „den Staub aus der Komfortzone“ zu entfernen, der sich manchmal ansammelt… Und vergessen wir nie die Freude des Evangeliums!

Paz Leiva:

Hier brauchen die Pfarrer eine Menge Hilfe. Wir dürfen aber nicht darauf warten, dass sie kommen und und usns bitten, Vorträge zu halten. Wir müssen auftauchen, um zu dienen, auch wenn wir riskieren, dass man uns bittet, die Alben zu waschen. Wie diese Botschaft des Papstes sagt, mit Freude.

Eduardo Shelley, Monterrey, Mexiko:

Alben waschen? Was soll das heißen?

Juani Villarraza:

Das ist eine Redensart, mit der man sagt, dass man das Angebot von uns Laien nicht ernst nimmt, dass man uns nur kleinere Aufgaben von Hausangestellten gibt, aber kein echtes Apostolat.

Eduardo Shelley:

Ohhh… da habe ich heute was gelernt! Danke!

Paz Leiva:

Die Alben sind die Gewänder, die unter dem Messgewand getrgen werden. In allen Pfarreien gibt es Leute, die sich um diese Arbeit kümmern. Selbst das sollten wir tun, solange wir dadurch in den Pfarreien präsent sind. Es ist nicht nötig zu verkünden, dass wir von Schönstatt sind, wir sollten präsent sein.

Carmen Rogers, Santiago, Chile:

Hör zu, Edu: Ich wette, du weißt nicht, wie man am Karfreitag die zusätzlichen Palmblätter für die Kreuizverehrung arrangiert, oder wie man nach den „Wunden“ sucht, die eine chilenische Schwester im Jahr zuvor aufbewahrt hat, und eine deutsche Schwester schaut nur auf die Schachtel, die „Wunden“ hat, und wird sie nie finden, oder du musst „die“ Politur zum Reinigen der Leuchte verwenden und keine andere!

Ich lache, aber mit Nostalgie und Herzlichkeit im Zurückdenken an meine Sakristeidienste nicht unter einem Pfarrer, sondern unter Marienschwestern! Was ich heute in meiner Pfarrei am besten kann, ist, Zachäus, den Hund des Pfarrers, der sich in die Messe schleicht, in Schach zu halten!

Leben wir das Liebesbündnis eben beim Albenwaschen, Leute!

Gelächter in der ganzen Gruppe

Laura, Encarnación, Paraguay:

Genau… Wo wir gebraucht werden, mit Einfachheitt und Liebe! Dienst und Einsatz.

Aber ich habe verstanden, was Paz im übertragenen Sinn gemeint hat. Aber es kommt darauf an, uns einzubringen und nützlich zu machen. Und uns dann auch einfach nicht zu schade sein für „einfache“ Dienste.

 

Michelle Ramírez, San José, Costa Rica:

In Costa Rica haben wir eine starke Zusammenarbeit in den Pfarreien, die Madrugadores haben uns die Türen geöffnet… diese Männer sind definitiv Werkzeuge.

Auch hat Pater José Luis mit der Einladung an die Diözesanpriester und einem monatlichen Mittagessen im Bewegungshaus sie große Arbeit geleistet.

Tatsächlich ist das Bewusastsein so groß, dass im Bewegungshaus während der Sonntagsmesse ein „Basiskorb“ mit Lebensmitteln für die Armen der Pfarrei, zu der das Heiligtum gehört, verkauft wird.

Für die nächste Landeskonferenz der Führungskräfte (März) ist die geniale Idee aufgekommen dass jeder Teilnehmerein Namensschild mit dem Namen der Pfarrei trägt, zu der er gehört oder in der er mitarbeitet.

Man muss kreativ sein!

Paz Leiva:

Das ist Dienst an der Pfarrei! Gut gemacht, Costa Rica!

Juan Barbosa:

Bei den Madrugadores haben wir einen Ausdruck, der diese Bereitschaft, uns der Pfarrei anzubieten, zusammenfasst, und er lautet ADSUM! was bedeutet: Hier bin ich! und im Plural: ADSUMUS! Sehr klar und einfach! Ich grüße euch alle am Festtag des heiligen Thomas von Aquin!

Eduardo Shelley:

Danke für diesen reichen Erfahrungsaustausch!

Claudia Echenique, Buenos Aires, Argentina:

Und um irgendwo in der Kirche zu dienen, ist das beste Beispiel der heilige Josef, der aus der Stille und dem Hintergrund immer im Dienst von Jesus und Maria stand.

P. José María:

Ja ja, am Ende hört man nur den Klerus und die Frauen!

Gelächter

Juan Barbosa:

Genau! Aber ich sage Ihnen, dass es seit es die Madrugadores gibt, unglaublich ist, wie sich die Situation verändert hat und die Beteiligung der Männer im Laufe der Zeit zugenommen hat. Nicht nur in Córdoba, sondern auch im übrigen Argentinien ist es bemerkenswert! Und natürlich muss es letztlich überall auf der Welt auf die gleiche Art und Weise repliziert werden. Ohne Unterscheidung der Geschlechter. Und wie Claudia uns am Beispiel des heiligen Josef sagt, sollten wir die Kirche, die wir so sehr lieben, wo es geht unterstützen.

Silvia Losada, Tucumán, Argentinien:

Wir tun es in der Pfarrei. Wir waschen Alben und Altarwäsche. Und viele Male helfen wirbeim Putzen. Aber es ist die Kampagne der Pilgernden Gottesmutter, die sich in den Pfarreien engagiert, nicht die Familienbewegung. Sie organisieren Familien-Missionen und andere sind Teil von Maria Solidaria, einem Projekt, das Familien in Not hilft, aber vom Heiligtum aus. Auch in einigen Schulen oder Speisehäusern, aber nicht in Pfarreien. Da fehlen sie fast vollständig.

Carmen Rogers:

Ich weiß nicht, ob ich eine Feministin bin, aber das Waschen und „Feinreinigen“ ist mein Job … genau wie Maria.
Sonst wären die Alben wohl eher gräulich…

Juani Villarraza:

Es ist klar, dass der Papst den Klerikalismus verurteilen wollte, nicht wahr? Er bezieht sich in der Rede nicht aufs Albenwaschen oder auf Sakristeidienste, woran ja nichts auszusetzen ist. Er versucht, uns zu verstehen zu geben, dass dies die Zeit für die Laien ist, dass wir uns mehr für die Evangelisierung einsetzen sollten und uns nicht so sehr in ein fast ghettoähnliches Leben begeben sollten, das in den eigenen Bewegungen Pfarreien oder in „kleinen“ Aufgaben festhängt.

Maria Fischer:

So wie es ist, Juani. Ich glaube auch, dass wir uns nicht in den Bewegungen verschließen, sondern in den Pfarreien sein sollten, um allen zu dienen.

Juani Villarraza:

Genau.

Maria Fischer:

Das heißt, Dienst an Familien, an Paaren auf dem Weg zur Ehe, an armen, kranken Menschen… in den Pfarreien, aus unserem Reichtum. Nicht direkt oder nicht nur die „Sakristei“ und die Liturgie, sondern die Pastoral. Was Elizabeth Fields und Alejandro Robles mit ihrem Projekt in Costa Rica vorschlagen, dass jede Bewegung den Pfarreien das anbietet, was sie am besten kann.

P. José Maria:

Pfarreien sind für die Kirche das, was die Familie für die Gesellschaft ist. Es ist die lokale Heimat für alle, unabhängig von der Bewegung oder der Spiritualität, die sie haben. Die Tatsache, dass Pfarreien aus persönlichen Gründen oder weil sie einfach schlecht geführt werden, nicht funktionieren, macht sie nicht hinfällig. Es gibt auch viele Familien, die nicht funktionieren, und wir tun alles, einschließlich Ehevorbereitung und Begleitung und Ausbildung, damit sie funktionieren.

Ohne Pfarreien werden die Bewegungen egozentrisch und widmen sich dem Wettbewerb untereinander. Wie in den Familien wird das Glaubensleben gepflegt und gefeiert, um Menschen zu formen, die hinausgehen, um die Welt für Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe zu erobern, um das Reich Gottes aufzubauen und so Seele der Welt zu sein. Pfarreien haben keine Ghetto-Berufung.

Pfarreien haben eine Berufung. Ein Zuhause für alle sein. Etwas, das Pater Kentenich von uns besonders nach der Rückkehr aus dem Exil verlangt hat.

Hier kann Schönstatt als Beispiel eine Quelle der Erneuerung und Wiederbelebung unserer Pfarreien als Familien sein. Maria wirkt eine Familie von allen und für alle.

Entschuldigt die Länge, aber dies ist konkretes DILEXIT ECCLESIAM.

Juani Villarraza:

Ausgezeichnet, Pater José María. Das hat mir jetzt gerade sehr geholfen, die Beziehung zur Diözese und den Pfarreien zu verstehen. Danke!

Maria Fischer:

Mir gefällt der Vergleich mit Familien, mit Ehepaaren – wir würden nie sagen, dass die Familie nichts wert ist, weil es einige und vielleicht sogar viele Familien gibt, die scheitern, die ihren Mitgliedern nicht nützen, die scheitern. Auch bei den Pfarreien erleben wir Misserfolge, aber das ist kein Grund, sie zu „abzuschreiben“.

P. José Maria:

Ich bin froh, dass es Euch hilft. Für mich ist es eine Herausforderung, Pater Kentenichs Auffassung von Kirche und Gesellschaft sowie Marias erzieherische Rolle zu verstehen.

Wenn Sie die Familie zerstören, zerstören Sie den Menschen, zerstören Sie die Pfarrei, und Sie machen aus der Kirche einen Club ohne Mission, weit weg von ihrem Herrn und der Guten Nachricht.

Beide haben heute ihre eigenen Herausforderungen, und denen müssen sie sich stellen,  ohne Schwarzseherei oder Spiritualismus.

Maria Fischer:

Einige Freunde erzählten mir von der Beerdigung eines Familienmitglieds: Da sie es wegen Urlaub und Anfahrt der jüngeren Leute an einem Montag machen mussten, war es schwierig, einen Priester zu finden. Der Pfarrer der Pfarrei, in der einige der Angehörigen leben, hat sich angeboten. Ein Priester, der sagt, er habe drei Hobbys: seine Pfarrei, seine Pfarrei und seine Pfarrei. Eine Osterpredigt, die viele der Anwesenden (unter ihnen Menschen, die vielleicht zu Weihnachten zur Messe gehen) tief bewegt hat. Später bedankte sich das Ehepaar bei ihrem Pfarrer und sagte, dass sie es ihm gutmachen würden – sie dachten an eine Spende für seine Jugendarbeit. Der Pfarrer antwortete: Ja, ich habe schon eine Idee, wie Sie das gutmachen können: Ich brauche ein Ehepaar für die Familienarbeit mit frisch verheirateten Paaren, ein Ehepaar mit Erfahrung… Natürlich haben sie ja gesagt!

Juan Barbosa:

Für mich „flog“ der Pfarrer von Ars in diesem Chat-Raum herum! Was für ein schöner und konstruktiver Austausch! Ich habe es geliebt!

P. José Maria:

Schöne und anregende Geschichte, Maria. Haben wir eigentlich Pfarrer hier im Chatroom?

Claudia Echenique:

Wenn ich hier alles noch einmal lese, denke ich, dass wir dem Tagesheiligen – dem heiligen Thomas von Aquin – und seinem Satz (den P. Guillermo Carmona so oft erwähnt), „Jeder nimmt nach seiner Wertempfänglichkeit auf“, alle Ehre erwiesen haben.

Jeder hat die Predigt des Papstes entsprechend seiner Wertempfänglichkeit, seinem Wesen und seinen Lebensumständen aufgenommen; und von dort aushat jeder seinen originellen Beitrag gegeben und seine Erfahrung geteilt.

Ein wahres Dilexit Ecclesiam!

Juani Villarraza:

Der große Heilige! Ich verehre ihn sehr!

Silvia Losada:

Was die Madrugadores betrifft, so waren sie in Tucumán auch eine Stütze in mehreren Pfarreien. Neben dem Heiligtum treffen sie sich jeden Samstag im Monat in verschiedenen Pfarreien. Die Mission der Madrugadores ist großartig!

Octavio Galarce:

In Chile sind von den 150 Gemeinschaften, die wir haben, 130 in Pfarreien.

Maria Fischer:

Dilexit Ecclesiam pur!

Catalina Hutt, San José, Costa Rica:

Wie Michelle sagt: Die heutige Katechese. Vielen Dank, P. José María, für diesen schönen Beitrag.

Wir in Costa Rica werden bald unsere Landestagung der Führungskräfte haben, und das Thema lautet: „Ich liebe die Kirche, ich bin die Kirche“. All das, was bisher gesagt worden ist, ist ein Aufwärmen für diese Tagung! Wir werden davon berichten!

P. Esteban Casquero, Daireaux, Argentinien:

Guten Tag, allerseits. In meiner Pfarrei (San José in Daireaux) haben wir ein Schönstattehepaar, das zusammen mit einem anderen aus Cursillo die Vorbereitung für die Ehe durchführt. Sie bereiten diese Gespräche mit einer sehr guten Broschüre vor, die in Chile von den Leuten der Bewegung herausgegeben wurde, und es gibt fünf Begegnungen. In dieser Pfarrei gab es vorher keine Schönstatt-Bewegung. So bildete ich im Jahr 2018 eine Gruppe von 8 Ehepaaren. Ich treffe mich alle zwei Wochen mit ihnen in ihren Häusern. Natürlich tut jeder etwas in der Pfarrei als Apostolat und kommt natürlich auch mit seinen Kindern zur Messe. Aber im Allgemeinen gibt es in meiner Erzdiözese (von Bahía Blanca – Buenos Aires) nur zwei Pfarreien, in denen die Schönstätter Ehevorbereitung machen, nämlich hier in meiner Pfarrei und in Coronel Dorrego.

Sonia Zaracho, Encarnación, Paraguay:

Mein Mann und ich sind seit mehr als 20 Jahren Leiterehepaar für die Ehevorbereitung in unserer Pfarrei in Hohenau – einer Stadt in Paraguay – und darüber hinaus Teil der diözesanen Familienpastoral. Wir sind als Ehepaar für ein Dekanat verantwortlich, das aus 10 Pfarreien und mehr als 50 Kapellen besteht. Ein Team von fünf Schönstatt-Paaren nimmt an der Pastoralarbeit teil, die wir mit den Ehepaaren durchführen.

Wir haben Ameisenarbeit geleistet, um die Familienpastoral in jeder Pfarrei zu installieren, und es ist schwierig für uns, mit vielen Pfarrern zu arbeiten, die uns diesen Raum nicht geben wollen.

In der diözesanen Familienarbeit haben wir Material für die Leiterehepaare und weiteres Material mit Workshops für die Brautpaare vorbereitet, und schließlich haben wir ein Projekt für das Leben der Pfarrei entwickelt.

P. Esteban Casquero:

Was für ein schönes Zeugnis, Sonia! Es scheint, dass ich der einzige Pfarrer im Team bin. Ich kann nur einen bescheidenen Ratschlag geben: Im Allgemeinen hört man von den Pfarrern, dass die Bewegungen die Menschen aus der Pfarrei in ihre Zentren schleppt und sie dann aufhören, sich in den Pfarreien zu engagieren. Das Rezept wäre, sich dem Pfarrer vorzustellen und ihm zu sagen, dass sie aus Schönstatt kommen und sich für das anbieten, was er braucht. Meiner Meinung nach gibt es viele Schönstätter, die sehr gut in den Pfarreien arbeiten, aber ohne zu sagen, dass sie aus der Bewegung kommen. Das ist nicht gut, weil niemand sie kennt und sie denken, dass Schönstatt bloß in seinen Zentren und Heiligtümern sitzt und nicht in der jeweiligen Pfarrei funktioniert. Sich dem Pfarrer vorzustellen und dort das Apostolat zu entfalten, ist der Schlüssel. Klar, in der Freiheit der Kinder Gottes jeder so, wie er sich angeregt fühlt.

Sonia Zaracho:

Genau, wir machen immer deutlich, dass wir aus Schönstatt kommen und dass unser Gründer uns gelehrt hat, die Kirche zu lieben, und dass wir uns jederzeit in die Dienste der Pfarreien stellen.

Cata Hutt:

Genau!

Silvia Losada:

Hallo, Pfarrer Esteban. Wir sagen, dass wir aus Schönstatt kommen und dass wir uns zur Verfügung stellen. Einige Pfarrer mögen die Bewegungen in ihrer Pfarrei nicht. Andere unterstützen uns.

Wir haben einige, die bereits das Liebesbündnis mit der Gottesmutter geschlossen haben, und andere, die genau das fürchten, was Sie sagen: dass sie ihre Aufgaben in der Pfarrei aufgeben und Schönstatt folgen werden. Dies kommt uns oft entgegen, wenn Ehepaare in die Pfarreien gehen, um über das Liebesbündnis zu sprechen.

Gabriela de la Garza, Monterrey, México:

In Monterrey, Mexiko, sind viele Paare der Bewegung Vermittler von Foccus, einem Werkzeug, das verlobten Paaren zu einer besseren und bereichernden Kommunikation verhilft und das die Erzdiözese zur Vorbedingung für die kirchliche Trauung macht.
Andererseits haben wir seit etwa 10 Jahren „Verlobte-in-Bewegung“-Gruppen, ein Programm, das Gruppen von Brautpaaren begleitet, um ihre Beziehung und Kommunikation zu stärken.
Ohne Zweifel ein Beitrag, damit die Paare bewusster auf die Trauung und die Ehe zugehen.

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer

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