Veröffentlicht am 22. September 2019 In Dilexit ecclesiam, Hörde, Projekte

Gemeinschafts- und Teilnahme-Runden oder: das Mammut ans Laufen kriegen

COSTA RICA, schoenstatt.org im Gespräch mit „dem Frühtrupp des Weltapostolatsverbandes“, Elizabeth Field und Alejandro Robles •

„Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.“ Während wir über WhatsApp zwischen Barcelona und Köln sprechen, bis uns die Handy-Akkus ausgehen, stolpert mein Blick über diese Postkarte, die seit Jahren auf meinem Schreibtisch „wohnt“: „Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht“. In diesem Fall kam ein Ehepaar, Elizabeth Field und Alejandro Robles, aus Costa Rica. Sie verliebten sich in die Mammutidee von Pater Kentenich – von St. Vinzenz Pallotti übernommen und in einem Brief vom 22. Mai 1916 erstmals als Ziel kommuniziert -, diese Idee der Koordination der apostolischen Kräfte im und am Dienst an der Kirche, und sie haben die einfach so umgesetzt, in Erzdiözese San José, in Costa Rica. —

Kurz gesagt, dieses dieses Ehepaar aus dem Familienbund hat der Erzdiözese San Jose einen Plan vorgelegt, Pfarreien mit bestehenden apostolischen Bewegungen in der Erzdiözese zusammenzubringen, damit Pfarreien mit den Bewegungen zusammenarbeiten können. Ein Plan, der angenommen wurde, ein mutiger Plan und gleichzeitig so einfach und logisch.

„Der Weltapaostolatsverband (in bester Acronymitis im spanischsprachigen Schönstatts meist als CAU geschlagwortet), war bisher eine in Vergessenheit geratene Aufgabe, praktisch reduziert auf eine Art philosophisches Konzept, das wir alle mantrahaft wiederholen und irgendwie im Sinn haben, das aber niemand zu verwirklichen versucht“, so Manuel Emilio Montero neulich in einem Beitrag für Schoenstatt Vivo. „In Costa Rica hat ein Eheaar des Familienbundes der Erzdiözese San José einen Plan vorgelegt, um die Pfarreien den in der Erzdiözese bestehenden apostolischen Bewegungen näher zu bringen mit dem Ziel, dass die Pfarreien mit den Bewegungen gemeinsam arbeiten können. Es ist ein erster Versuch, Bewegungen und Gemeinden aus offizieller Sicht zu vereinen.“

„Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.“

Internview per Mobiltelefon, Barcelona

„Die Idee des Weltapostoaltsverbandes hat uns fasziniert, inspiririert, den Schlaf geraubt und herausgefordert.“

Wie kam es zu dieser Idee, den Weltapostolatsverband einfach umzusetzen? So wie jedes Schönstattprojekt entstanden ist und wie die Schönstatt-Bewegung entstanden ist – in einem aufrichtigen Dialog zwischen den Stimmen der Zeit und der persönlichen Berufung der Protagonisten.

„2016 sind wir dem Schönstatt-Familienbund beigetreten“, sagt Alejandro. „Nach langem Überlegen, ob dies wirklich unsere Berufung als Paar war. Denn wir konnten uns einfach nicht zufrieden gegeben mit dem, was wir zuerst davon vermittelt bekamen, nämlich ‚eine Herzensgemeinschaft‘. Als wir verstanden, dass es nicht nur darum ging, sondern darum, uns dort in Freiheit und Originalität für das Apostolat zu schulen, verstanden wir, dass der Bund tatsächlich unsere Berufung ist.“

„Eine der ersten Lektüren, die bei den Treffen des Familienbundes dran war, war das Buch ‚Hörde 1919: Größe und Grenzen einer Tagung‘. Dieses Buch hat uns als Paar entscheidend geprägt, je mehr wir uns als Verbündete unseres Vaters und Gründers verstanden und vor allem, als wir begriffen, dass „alles von uns abhängt“. Darüber hinaus haben wir verstanden, dass Dinge geschehen – dann und nur dann, wenn wir etwas unternehmen, und dass wir dann und nur dann mit Hilfe des Heiligen Geistes in der Lage sind, unser Ziel zu erreichen. Wir waren uns über das Ziel im Klaren, aber nicht über das Wie. Die Idee des Weltapostolatsverbandes faszinierte uns von Anfang an, inspirierte uns, raubte uns den Schlaf und wurde zu einer Herausforderung, die es zu erfüllen galt. Wir wussten nicht, wie man es macht, aber die Vorstellung, es zu verwirklichen, war unsere Leidenschaft. Wir haben in unserem Herzen den Traum angenommen, die dritte Zielgestalt Schönstatts zu verwirklichen“, sagt Elisabeth.

Während sie das sagt, erinnere mich, wie wir spätabends am 19. Januar 2019 während der Vigilfeier dr Jugend vor dem Heiligtum der Familie der Hoffnung, in Costa Rica, über das Thema gesprochen haben – mit sehr wenig Zeit und viel Begeisterung präsentierten mir die beiden den Plan der „Gemeinschafts- und Teilnahme-Runden“, und sie erzählten mir, wie sie mit den Bewegungen und den Pfarrern arbeiteten, wollten noch ein paar Informationen zum Kentenich-Kommunikationsstil „Rund um den Tisch“ und wie alles verrückt, aber zu funktionieren schien …. und wie es Freude und gestärkte Identität weckte und den Wunsch, herauszugehen, und das sowohl bei den Bewegungen wie in den Pfarreien.

„Unser Eheideal motiviert uns, Jesus und Maria der Welt zu zeigen“, sagt Alejandro. Alles klar. Sie mussten es tun. Ganz einfach.

Die „Tempranitos“ oder: Der Frühtrupp des Heiligtums ist jetzt der Frühtrupp des Weltapostolatsverbandes

En la ermita

„Wir haben immer irgendwelche Dinge gemacht, immer anders als das, was die anderen so gemacht haben“, sagt Elizabeth. „Wie die Tempranitos„. Klar, die Tempranitos, der Frühtrupp. Raus aus den Federn.

“Tempranitos”, der Frühtrupp, das sind Familien und Leute aus den verschiedenen Gliederungen der Schönstattbewegung aus dem Osten der Stadt San José, der Hauptstadt von Costa Rica, die sich früh, sehr früh, um halb sechs Uhr morgens versammeln, um den Rosenkranz beim Bildstock der Gottesmutter auf einem der Berge in der Nähe Stadt zu beten und danach gemeinsam Kaffee zu trinken. Gegründet wurde die Initiative am 17. Oktober 2007. Was sie verbindet und bewegt ist immer ein und dasselbe Ziel: dass die Gottesmutter von Schönstatt sich in einem Filialheiligtum in Costa Rica niederlässt. Was sie immer wieder aufruft, ist auch die Beharrlichkeit, der Einsatz und die Treue von Alejandro und Elizabeth Robles, den Organisatoren: Sie beten mit Andacht den Rosenkranz mit Betrachtungen und Liedern, und danach teilen sie Freundschaft und Herzlichkeit – und dazu kommen die leckeren Brötchen, die die Teilnehmer mitbringen.  Elizabeth Field: “Am 17. Oktober um 5.30 Uhr morgens können viele Schönstätter sagen: Wir haben sechs Jahre lang die warmen Betten und Decken hinter uns gelassen, um aufzubrechen und für unsere liebe Gottesmutter Land zu erobern – eine verrückte Idee, von Gott angeregt, die uns dazu gebracht hat, die „Tempranitos“ zu gründen.

Es geht nicht um Frühsport. Unser Ziel ist, etwas zu tun, damit das Heiligtum in Costa Rica Wirklichkeit wird. Und im Gebet am Bildstock von La Unión de Tres Ríos bitten wir in diesem Anliegen. Auf jeden Fall ein außergewöhnlicher Ort, wo wir die Gegenwart der Gottesmutter spüren, umgeben von Blüten, mit einem herrlichen Blick auf den Wald, schmale Wege und viel Leben! Wir laden alle ein, diesen ganz besonderen Ort zu besuchen und mit den TEMPRANITOS oder wann auch immer dort zu beten!“ So zu lesen in einem Artikel aus dem Jahr 2013 auf schoenstatt.org.

Das Ziel wurde am 18. März 2017 mit der Einweihung des ersten Filialheiligtums in Costa Rica und ganz Mittelamerika erreicht.

Und der Frühtrupp des Heiligtums ist jetzt der Frühtrupp des Weltapostolatsverbandes.

Eine apostolische Aufgabe wird zur offenen Tür

Elisabeth und Alejandro berichten: „Als langjährige Katechisten hatten wir als Ehepaar im Jahr 2015 die Möglichkeit, als Berater der Erzdiözese San José bei der Umsetzung des erzdiözesanen Pastoralplans zu wirken. Aus diesem Grund nahmen wir an mehreren Treffen des Klerus mit dem Erzbischof teil. Bei dieser Erfahrung wurde der Wunsch in unsere Herzen gesät, der Kirche die Schönstatt-Pädagogik zu geben. Einer unserer ersten Versuche, die Pädagogik von Pater Kentenich weiterzugeben, war es, in einem internationalen Seminar von CELAM einen kleinen Kurs des Persönlichen Ideals für den Militärdienst zu geben.

Im Februar 2017 wurden wir als Vertreter Schönstatts in der Abteilung der Erzdiözese ernannt, die die kirchlichen Bewegungen bündelt, dem D-R.E.A.L. Der Priester, der uns bereits von unserer Beratertätigkeit in der Erzdiözese her kannte, zeigte Interesse daran, dass wir der Kommission beiträten, um darin dann das Programm zur Ausrichtung der Bewegungen auf den Pastoralplan zu leiten, ein Programm, das schon fast zehn Jahre gelaufen war, ohne konkrete Ergebnisse zu erzielen.“

Und was nun?

 

Eine berufliche Erfahrung wird zum geöffneten Scheunentor

Interview per Whatsapp

Die Antwort kommt aus einer professionellen Praxis, die die beiden anzuwenden verstanden: „Als Unternehmer waren wir schon mehrfach bei den BTM (Buyers, Trade Mission)-Matchmaking-Runden dabei, die von PROCOMER, der Außenhandelsförderungsagentur von Costa Rica, für produzierende Unternehmen in Costa Rica und Käufer aus der ganzen Welt organisiert werden. Diese Runden werden von Produzenten und Händlern besucht, die nach neuen Horizonten für ihre Unternehmen suchen. Für PROCOMER sind BTM-Runden, längst als die größten Networking- und Matchmaking-Veranstaltungen Lateinamerikas bekannt, die strategische Achse zur Förderung von Exporten aus dem Land.

Das internationale Geschäftsmodell der BTM besteht aus einem koordinierten Treffen zwischen nationalen Produzenten und internationalen Käufern, um dauerhafte und solide Verbindungen zwischen ihnen herzustellen. Aufgrund des großen Umfangs der Veranstaltung findet die BTM im Costa Rica Convention Center statt. Vor dem Treffen wird für jeden einzelnen Unternehmer und Einkäufer eine Agenda koordiniert, die die persönlichen Begegnungen zwischen Produzenten und Einkäufern koordiniert, um deren Wirksamkeit zu gewährleisten.

Überzeugt, dass die Berufung in die D-REAL auf ein Geschenk der göttlichen Vorsehung zurückzuführen war, fanden wir eines Nachts nicht nur eine Tür, sondern ein „offenes Scheunentor“ in der Idee der Runden, und wir fragten uns: Könnte es sein, dass das BTM-Modell von PROCOMER in die Kirche gebracht werden kann? Wird es möglich sein, es anzupassen und kann es eine Plattform sein, um die dritte Zielgestalt Schönstatts umzusezen? Ist es das, was Pater Kentenich gewollt und gesucht hat? Ist es so etwas wie Bartolo Longo mit Pompeji und Pater Kentenich mit Schönstatt. Was müsste verändert werden? Und wie? Und wäre es Wahnsinn, es der Kirche zu präsentieren, wie würden die Pfarrer und der Erzbischof es aufnehmen?

In dieser Nacht, inspiriert vom Heiligen Geist, analysierten und definierten wir alle „makroökonomischen“ Details dessen, was das Projekt sein könnte. Wir waren der Meinung, dass die Zustimmung der Kirche für den Erfolg des Projekts entscheidend ist, und kamen zu dem Schluss, dass das Modell einfach, punktgenau und sehr praktisch sein muss. Die Aufgabe war nicht einfach und um sie zu erfüllen, war es notwendig, die Nomenklatur und die Fachbegriffe der BTM von einer Geschäftssprache in eine kirchliche Sprache zu ändern, ohne dabei den zentralen Geist der Begegnung zwischen den beiden Parteien zu verlieren.

Kurz darauf beschlossen wir, uns mit unserer geistlichen Beraterin, Schwester Maria Auxiliadora Bohórquez, zu besprechen, die die Idee von Anfang an mit Begeisterung sah und eine bedingungslose Quelle der Unterstützung und Ideen für unsere spirituellen Verrücktheit war.

Dann begannen wir, an Türen zu klopfen und das Modell den entsprechenden Instanzen vorzustellen. So haben wir die Zustimmung aller verantwortlichen Pfarrer erhalten. Zuvor suchten wir die Zustimmung des Vikars der D-R.E.A.L., Pater Oscar Céspedes, der von dem Modell begeistert war. Unter uns dreien haben wir das Projekt getauft: Gemeinschafts- und Teilnahme-Runden (RCP, nach der spanischen Abkürzung), inspiriert durch das Dokument von Puebla.

Nebenbei:  RCP ist das medizinische Akronym für Reanimación Cardiopulmonar, Kardiopulmonale Reanimation. In diesem Moment dachten wir: Ist das Wink der Vorsehung, dass wir mit diesem Modell  die Mammut-Idee des Weltapostolatsverbandes, die Pater Kentenich von Vinzenz Pallotti übernommen hat, reanimieren können?  Können wir das Mammut zum Laufen kriegen?

Dann suchten wir die Zustimmung des für den Pastoralplan zuständigen Generalvikars, mit dem wir bereits zusammengearbeitet hatten, und schließlich wurde die Zustimmung des Erzbischofs erteilt. Nachdem die Zustimmung aller entsprechenden Instanzen eingeholt worden war, wurden mehrere Präsentationen des Modells in den Plenarsitzungen der Abteilung der D-R.E.A.L. durchgeführt, wo das Modell mit großer Begeisterung aufgenommen wurde. Schließlich stellten wir das Projekt den Pfarrern vor, die ebenfalls sehr bereit und bewegt waren von dem, was im Modell vorgeschlagen wurde.

Alejandro und Elizabeth übergeben das Projekt im Urheiligtum der Gottesmutter ins Gnadenkapital

Erste Schritte – Projektdesign

Alle wirklich großen Dinge sind einfach. So einfach, dass man denkt: „Klar, ist doch logisch, genau so.“ So einfach. Und wenn niemand die immense Arbeit erkennt, die erforderlich ist, um diese Einfachheit zu erreichen, dann ist das Projekt perfekt, wie es bei RCP der Fall ist.

Das Projekt schlägt die Schaffung von RCTs vor als zielgerichtete, koordinierte Begegnungen zwischen apostolischen Bewegungen und Pfarreien (Pfarrern) vor, um die Bemühungen um die Evangelisierung zu bündeln.

Alle wirklich großen Dinge sind einfach. So einfach, dass man denkt: „Klar, ist doch logisch, genau so.“ So einfach. Und wenn niemand die immense Arbeit erkennt, die erforderlich ist, um diese Einfachheit zu erreichen, dann ist das Projekt perfekt, wie es bei RCP der Fall ist.

Das Projekt schlägt die Schaffung von RCTs vor als zielgerichtete, koordinierte Begegnungen zwischen apostolischen Bewegungen und Pfarreien (Pfarrern) vor, um die Bemühungen um die Evangelisierung zu bündeln.

Im Falle des vorgeschlagenen RDP-Modells ist es notwendig, dass die apostolischen Bewegungen (wie die Exporteure bei BTM)daran arbeiten, herauszufinden, was sie der Kirche zu bieten haben, und dass die Pfarreien (die Einkäufer) ihrerseits daran arbeiten, ihre Bedürfnisse im Lichte des von jeder Diözese oder jeder Gemeinde festgelegten Pastoralplans zu ermitteln. Auf diese Weise sind sich Pfarreien und Bewegungen während des eigentlichen Treffens darüber im Klaren, was sie brauchen und konkret anbieten können, um die Effektivität und Dynamik zu erreichen, die notwendig sind, damit das Treffen ein Erfolg wird.

„Viele Bewegungen haben gar keinel Klarheit in ihrem Charisma, in ihrer Identität“, sagen Alejandro und Elizabeth. „Das Lernen mit den Bewegungen ist beeindruckend. Jetzt drängen uns sowohl die Bewegungen als auch diePfarrer, wirklich zu beginnen. Einer derPfarrer fasste es mit einem Hauch von Erstaunen zusammen: „Großartig. Die Bewegungen stärken die Laien und die Kirche nutzt sie.“ Werkzeuge, sagen wir in Schönstatt. Es ist Dilexit Ecclesiam pur.

Das Ziel ist klar:

  1. Die Pfarrer dazu zu bringen, für ein Ideal zu arbeiten: Dach für alle Gemeinschaften zu sein, um alle apostolischen Kräfte für die Evangelisierung zu vereinen.
  2. Die Eingliederung der Apostolischen Bewegungen in die Pfarreien zu erreichen und sie im Prozess der Evangelisierung zu Protagonisten zu machen.
  3. Die Pfarrer zu motivieren und auszubilden, damit sie Leiter (mit den Eigenschaften einer Elitegruppe) sind, die in der Lage sind, die Gaben und Charismen der Menschen um sie herum zu wecken, wahrzunehmen und zu fördern (d.h. mit freien, festen und priesterlichen Persönlichkeiten; basierend auf den Werten der Vaterschaft und des Strebens nach Heiligkeit, gemäß der Pädagogik von Pater Kentenich).
  4. Die Pfarreien motivieren, ihre Rolle der Koordination und Aufnahme mit den apostolischen Bewegungen zu konkretisieren, die evangelisierende Kraft des Pastoralplans der Diözese zu stärken und die apostolischen Bewegungen in die Arbeit des Pastoralplans der Pfarrei einzubeziehen.
Mitschnitt der Präsentation bei der Hörde-Tagung

Darüber hinaus… weit darüber hinaus

Presentación en la Jornada de Hoerde

Obwohl es sich um ein Projekt der Erzdiözese San Jose handelt, ist das Konzept für alle Diözesen der Welt anwendbar.

„Wir wollen ein Modell der Begegnung zwischen den Bewegungen und den Pfarreien etablieren, um die katholische Evangelisierung auf internationaler Ebene zu stärken. Dies wird es ermöglichen, die bestehenden apostolischen Kräfte in den Gemeinschaften zu vereinen und zu koordinieren und dabei Autonomie, Ziele und Charismen jedes Einzelnen zu erhalten und zu respektieren, wie Pater Josef Kentenich es gedacht hat“, so die beiden.

 

Das RCP-Modell ist so konzipiert, dass es repliziert und auf jede Diözese der Welt angepasst werden kann, die es umsetzen möchte. RCP soll Zeichen und Modell der Zusammenarbeit zwischen den Gemeinschaften sein, um die Einheit zwischen den verschiedenen Gemeinschaften der Kirche zu fördern.

Motiviert durch dieses Anliegen sprachen Elisabeth und Alejandro am 20. Januar 2019 Pater Heinrich Walter, der anlässlich des Weltjugendtages in Costa Rica war, darauf an. „Er wollte uns zum nächsten Pfingstkongress einladen, um das Projekt vorzustellen, aber Elizabeth sagte: Nein, nein, das ist Hörde! Erst am 31. Mai, nach mehreren falsch geschickten und verspäteten Mails und anderen Hindernissen, bestätigte er uns die Einladung, das Projekt auf der Hörde-Tagung zu präsentieren.“

„Mit Angst vor unserem eigenen Mut sagten wir: Und jetzt? Wir haben kein Geld für die Fahrt, wir haben keinen Urlaub … Aber unsere Kinder bestanden darauf – und so sind wir hingefahren!“

Für viele war die Präsentation der „Gemeinschafts- und Teilnahme-Runden“ der Höhepunkt der Internationalen Hörde-Tagung im August 2019. Schönstätter aus Deutschland, Österreich, Chile, Argentinien und Kenia kamen, um nach weiteren Details zu fragen.

„Das Mammut läuft“, sagt Alejandro.

„Die Erfahrung, es zu teilen, hilft uns, noch mehr verrückte Dinge zu tun“, sagt Elizabeth. „Das Teilen des Charismas macht, dass man sich wieder in das eigene Charisma verliebt. Wir wollen den Bewegungen das Bündnis anbieten, nicht um sie zu Schönstättern zu machen, sondern als Quelle des Lebens und der Gnade und zur Unterstützung von Verbundenheit und Mission von Bewegungen und Pfarrern.“

Ein Brief an Papst Franziskus über das Projekt kam am 15. September 2019 bei ihm an.

Bevor sie im August Schönstatt verließen, übergaben die beiden das Projekt dem Gnadenkapital der Gottesmutter im Urheiligtum.

Am 14. September, am Vorabend des Todestages von Pater Kentenich, wurde das Datum der ersten Runde bestätigt: 22. Februar 2020.

Das Mammut läuft.

 

„Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.“

RCP – Faltblatt, spanisch

Original: Spanisch, 15.09.2019. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

Schlagworte: , , , , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.