Veröffentlicht am 2. September 2018 In Dilexit ecclesiam

Präsent und im Dialog

WELTTREFFEN DER FAMILIEN, P. José Luis Correa/Maria Fischer •

„Das Weltfamilientreffen hat uns große Hoffnung und Mut hinsichtlich der Tatsache verliehen, dass die Familien sich immer mehr ihrer unersetzlichen Rolle in der Weitergabe des Glaubens bewusst werden. Die Weitergabe des Glaubens geschieht grundsätzlich in der Familie; der Glauben wird „im Dialekt“ weitergegeben, dem „Dialekt“ der Familie“, so Papst Franziskus am Sonntag, 26. August, bei seinem Treffen mit den Bischöfen Irlands nach der Begegnung mit den Familien aus aller Welt  – und den brennendsten Themen dieses geschichtlichen Momentes der Kirche.—

Das Welttreffen der Familien war auch ein Moment der Begegnung und der Hoffnung für die dort anwesenden Schönstätter. „Es tut gut, zusammenzukommen“, so P. José Luis Correa am Samstag, 25. August, beim Treffen der Schönstattfamilie. Er betonte die Bedeutung des Stands oder eigentlich der beiden Stände, die es auf dem Welttreffen gab, den der internationalen Familien-Bewegung und den der kleinen Kampagne der Pilgernden Gottesmutter in Irland. Der Schönstatt-Stand war ein Ort der Begegnung für Schönstätter aus verschiedenen Ländern, die am Welttreffen  teilnahmen, und für viele andere auch. So besuchte etwa die Delegation aus Bolivien samt ihrem Bischof den Stand.

Beim Treffen der Schönstattfamilie, das die Delegation aus Costa Rica mit großem Engagement vorbereitet hatte, hielt Pater Alexandre Awi, Sekretär des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben einen Vortrag von ca. 15 Minuten, und dann kam das Zeugnis der Eheleute  Moser. In seiner Ansprache betonte P. José Luis Correa drei Punkte hervor, die immer aktuell sind, wenn Schönstatt herausgeht zur Begegnung in der Haltung des Dilexit Ecclesiam.

Dank für alles, was sich in der Schönstatt-Familienbewegung entwickelt hat

Hausheiligtum, Familien-Akademie, Familien-Misiones, Fortalecimiento matrimonial,  Ehe-Weg: nicht nur am Stand, sondern auch im Bewusstsein der Schönstätter leuchten diese längst erprobten Projekte und Wirklichkeiten mit neuer Stärke, wenn sie in Begegnung kommen. Die Dankbarkeit für das, was man in Schönstatt erhalten und was sich dort entfaltet hat, wächst in dem Moment, in dem man es anderen zeigt und es teilt. Und es gibt so viel mehr als das, was am Stand präsentiert werden konnte, was sich in der Familienbewegung und in ganz Schönstatt getan hat.

Das Ureigene unseres Charismas beitragen

Familien, die aus dem Liebesbündnis leben, haben anderen Familien etwas zu geben: die Ehe- und Familienpädagogik ist nicht nur für Schönstätter, der Wert der Erlebnisse in der Familie, die erfahrungsmäßigen Vorerlebnisse des Glaubens sind eine Entdeckung, die es nicht im Innern der Bewegung zu hüten gilt, sondern die in Demut und als Geschenk den anderen angeboten werden sollen.

Von anderen lernen, ergänzt und bereichert werden

“Dilexit ecclesiam”bedeutet nicht, andere zu belehren, sondern in einen Dialog einzutreten, der gegenseitige Bereicherung ermöglicht. Daher nehmen wir an diesen Treffen teil: um von anderen zu lernen, uns ergänzen und bereichern zu lassen, in der Haltung von Offenheit, Demut und vorurteilsfreiem Dialog.

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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