Veröffentlicht am 20. August 2018 In Dilexit ecclesiam, Urheiligtum

Über Schönstatt zum Welttreffen der Familien in Dublin

WELTTREFFEN DER FAMILIEN, Maria Fischer •

„Fröhlich und fasziniert,“ antwortet Pater José Luis Correa, Berater für Costa Rica und Mittelamerika, auf die Frage: „Sie fühlen sich die Familien aus Costa Rica in Schönstatt?“  Acht Ehepaare, zwei Jugendliche und ein Schönstatt-Pater sind es, die am Welttreffen der Familien in Dublin teilnehmen und die, bevor sie sich dort mit anderen Ehepaaren aus Costa Rica treffen, die schon in Dublin sind, ein paar Tage in Schönstatt verbringen. Nun fahren sie nicht einfach als Teilnehmer. Sie organisieren und gestalten das Treffen der Schönstattfamilien (und aller anderen Schönstätter), das am 25. August in der Pfarrei St. Joseph, East Wall, stattfindet.

Begonnen hat ihre Wallfahrt nach Schönstatt am Freitag, dem 17. August, mit der heiligen Messe im Urheiligtum, einem besonders beeindruckenden Erlebnis für die Ehepaare aus der Gruppe, die zum ersten Mal in Schönstatt sind. Sprich, für die allermeisten. „Und dann hat Schönstatt sie auch noch mit strahlendem Sonnenschein vom ersten Moment an empfangen, ein guter erster Eindruck“, so P. José Luis Correa. Sie freuen sich daran, in Schönstatt einfach so spazieren zu gehen und von ihrer Unterkunft, Haus Marienau, in wenigen Minuten im Urheiligtum zu sein. Gut gefallen hat ihnen auch die Bündnismesse am Samstag, dem 18., bei der mehr als 50 Priester konzelebrierten, dank der Anwesenheit der Oberen der Schönstatt-Patres aus aller Welt und zahlreicher Priester aus dem Institut der Diözesanpriester. Einige Priester aus Burundi hatten die Messe musikalisch mitgestaltet, was zum internationalen Klima beitrug. An diesem Sonntagmorgen, dem 19. August, besuchten die Pilger „das Museum“ auf Berg Schönstatt (so nennen sie das Pater-Kentenich-Haus) und das Grab Pater Kentenichs in der Dreifaltigskeitskirche. Am Nachmittag waren sie auf Berg Sion und Berg Moriah, und am Montag ging es nach Gymnich, um den Geburtsort von P. Kentenich kennen zu lernen. Am Dienstag geht es nach der Messe im Urheiligtum dann nach Dublin.

 

Vorbereitet und bereit

Die Idee, die Organisation des Treffens der Schönstätter in Dublin vorzubereiten, kam bei der Tagung der Erzieherfamilien des Familienbundes im vergangenen April in Costa Rica auf. Es stand da schon fest, dass eine Delegation fahren würde, und als man erfuhr, dass für Dublin noch einiges fehlte, da wurde nicht lange gezögert. Die Ehepaare suchten nicht nur einen Ort für das Treffen, sondern bereiteten auch eine Messe in mehreren Sprachen vor, kümmerten sich um die Einladung von Pater Alexandre Awi und Ehepaar Moser, die Verbreitung der Einladung und vieles mehr, sondern bereiteten sich auch innerlich intensiv vor durch die Vorbereitungskatechesen, mit Gebet und Studium.

Wir reden über die Vorbereitung, ihre Erwartungen, ihre Vorfreude, während wir zusammen von der Anbetungskirche zum Eingang des Museums gehen, wo sich alle spontan um die Vaterstatue stellen – eine Statue, die vom gleichen Künstler, Juan Fernandez, angefertigt wurde, wartet gute 150 km weiter auf ihre Reise nach Costa Rica.

Gut 150 Familien nehmen am Welttreffen der Familien teil – auch wenn das nur diejenigen sind, die bei von der Schönstatt-Bewegung organisierten Gruppen dabei sind, aus Deutschland, USA, Chile, Argentinien… Sicher sind es noch weit mehr, so schätzt Pater José Luis Correa, die in Delegationen ihrer Diözesen und Länder teilnehmen. Die offizielle Delegation der chilenischen Kirche etwa wird von den Beauftragten der Familienpastoral, José Manuel Borgoño und Mónica Undurraga geleitet. Sie gehören zur Schönstatt-Familienliga. In dieser Delegation reist auch eine Marienschwester, Schwester Maria Eugenia.

Das Gesicht Schönstatts

Aus Deutschland kommt das Team, das den Stand vorbereitet und betreut, den Schönstatt beim Welttreffen der Familien hat. Dort werden einige Projekte präsentiert, die mit Familienleben und Apostolat für Familien zu tun haben, etwa die Familien-Misiones, die Familien-Akademie, der Eheweg. Arnoi Hernadi, verantwortlich für den Stand der Familien-Bewegung, hatte letzte Woche bei der Redaktion von schoenstatt.org um Hilfe beim Korrekturlesen der englischen Texte gebeten (Übernacht-Express, na klar!). Prospekte von schoenstatt.org wollte er auch auslegen, um den Leuten etwas geben zu können, „wo man sich den in verschiedenen Sprachen über Schönstatt allgemein – und die Familienbewegung gehört unzweifelhaft zu Schönstatt – informieren kann.“ Prospekte haben wir aber keine, nur sehr einfache Visitenkarten, und so gestaltete Arno Hernadi kurzerhand eine Postkarte, die nun nicht nur für schoenstatt.org wirbt, sondern auch noch  die bewährte Schönstatt-Definition auf der Rückseite hat. Und das Beste – die Karte zeigt in vielen Gesichtern das Gesicht Schönstatts.

 

Gestaltung: Arno Hernadi, Foto: schoenstatt.org

Die Ehepaare aus Costa Rica nahmen gern noch gut 500 Karten aus dem Drucküberschuss mit, um sie in Dublin zu verteilen.

Alle Wege führen nach Rom

Nach dem Welttreffen der Familien in Dublin fahren die Ehepaare aus Costa Rica noch für drei Tage nach Rom. Von ihrer Unterkunft ganz in der Nähe des Vatikan aus möchten sie dort, im Zentrum der Kirche, das Dilexit Ecclesiam feiern, das den Weg Schönstatts 50 Jahre nach dem Tod des Gründers bewegt.

Schönstattfamilien im Herzen des Welttreffens der Familien

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