Veröffentlicht am 30. September 2018 In Im solidarischen Buendnis mit Franziskus

P. Juan Pablo Catoggio: Wir sollen den Heiligen Vater in dieser besonders schwierigen Zeit unterstützen

Wir veröffentlichen den Brief, den P. Juan Pablo Catoggio heute an die ganze Schönstattfamilie richtet.  —

29. September, 2018

 

Liebe Schönstatt-Familie,

Seit einiger Zeit überlege ich mir, wie wir den Heiligen Vater in dieser besonders schwierigen Zeit unterstützen sollen und können, wo er offen und in aggressiver Weise bekämpft und die Kirche als Ganzes von innen massiv erschüttert wird. In der Schlussbotschaft des Kentenich-Jahres, am 15. September, habe ich mich an unseren Vater mit diesen Worten gerichtet:

„Dilexit Ecclesiam! Unser Vater und Gründer, du hast wahrhaftig die Kirche über die Schmerzgrenze hinweg geliebt. Für sie hast du alles gewagt, für sie warst du bereit, alles Kreuz und Leid zu tragen. Du hast von einer erneuerten Kirche geträumt und für sie alles hergegeben. Alles für Schönstatt, alles für die Kirche, alles für den Dreifaltigen Gott! Dein „Dilexit Ecclesiam“ verpflichtet uns heute mehr denn je. Die Kirche leidet unter so vielen Anfechtungen und Aggressionen von außen und vielleicht noch mehr von innen. Als Kirche leiden wir an unseren Fehlern und Sünden, wir leiden auch an vielen ungerechten Angriffen und Entehrungen. Gerade wenn die Kirche so erschüttert ist, wollen wir wie du und mit dir die Kirche lieben und ihr dienen, wir wollen uns tatkräftig und dezidiert für den Heiligen Vater einsetzen und für die Reform, die er tapfer und opferreich vorantreibt. Wir stehen zu ihm.“

 

Gerade heute hat der Heilige Vater alle Christen aufgerufen, im Oktober Monat jeden Tag den Rosenkranz zu beten und dabei die zwei Gebete hinzufügen: Sub Tuum Praesidium zur Gottesmutter und ein Gebet zum Heiligen Erzengel Michael, um ihren Schutz vor teuflischen Einflüssen zu erbeten. Es ist nicht meine Art, überall den Teufel zu sehen, aber ich denke, dass wir es dieses Mal ernst nehmen müssen. Das Communiqué vom Vatikan und die Gründe des Papstes für seine Aufforderung sind stark und ernst zu nehmen.

Darum schreibe ich diese Zeilen, denen ich das Communiqué des Heiligen Stuhls anhänge, mit der Einladung und Bitte, dass unsere Schönstatt-Familie sich im Monat des Rosenkranzes und des Liebesbündnisses diese Bitte des Papstes zu eigen macht und sie verbreitet, überall wo es uns möglich ist.

Ich danke Ihnen und werde versuchen, dem Heiligen Vater unsere Unterstützung und Solidarität bei Gelegenheit zum Ausdruck zu bringen. Im Liebesbündnis und im Dilexit Ecclesiam unseres Vaters und Gründers verbunden, Ihr

P. Juan Pablo Catoggio


Mitteilung der Pressestelle des Heiligen Stuhls 29.09.2018

 

Der Heilige Vater hat beschlossen, alle Gläubigen in aller Welt einzuladen, während des Marienmonates Oktober täglich den Rosenkranz zu beten und sich so in Kommunion und Buße als Volk Gottes zu vereinen, um die heilige Mutter Gottes und den heiligen Erzengel Michael zu bitten, die Kirche vor dem Teufel zu schützen, der immer versucht, die Menschen von Gott zu trennen und untereinander spalten.

Vor seinem Aufbruch in die Baltischen Staaten traf der Heilige Vater sich mit P. Fréderic Fornos S.J., dem internationalen Leiter des Weltweiten Gebetsnetzwerkes des Papstes,  und bat ihn, seinen Aufruf unter allen Gläubigen der Welt zu verbreiten, wobei er sie einlädt, das Gebet des Rosenkranzes mit der alten Anrufung: „Unter deinen Schutz und Schirm“ und dem Gebet zum heiligen Erzengel Michael zu beenden in der Bitte, dass er die Kirche schütze und ihr im Kampf gegen das Böse beistehe (vgl. Apk 12, 7-12).

Das Gebet, so bekräftigte der Papst vor wenigen Tagen, am 11. September, in einer Predigt in Santa Marta unter Verweis auf das erste Kapitel des Buches Hiob, ist die Waffe gegen den „großen Ankläger“, der „durch die Welt zieht, um zu sehen, wen er vor Gottes himmlischem Gerichtshof anklagen könne.“ Die russischen Mystiker und die großen Heiligen aller Traditionen rieten, in Zeiten geistlicher Turbulenzen Zuflucht zu suchen unter dem Mantel der heiligen Gottesmutter durch die Anrufung  „Sub tuum praesídium“.

Die Anrufung „Sub tuum praesídium“ lautet:

“Sub tuum praesídium confúgimus,
sancta Dei Génetrix;
nostras deprecatiónes ne despícias in necessitátibus,
sed a perículis cunctis líbera nos semper,
Virgo gloriósa et benedícta”.

[Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin;

verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,

sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren.

O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,

unsere Frau, unsere Mittlerin,

unsere Fürsprecherin!]

Mit dieser Bitte um Fürsprache bittet der Heilige Vater die Gläubigen der ganzen Welt zu beten, dass die Mutter Gottes die Kirche unter ihren Schutzmantel nimmt, um sie vor den Angriffen des Bösen, des großen Anklägers, zu schützen, und sie gleichzeitig sich immer mehr ihrer Fehler, ihrer Schuld sowie vergangenen und gegenwärtigen Missbrauchs bewusst zu werden und bereit, dagegen ohne Ausnahme kämpfen, damit das Böse nicht siege.

Der Heilige Vater hat ebenso darum gebeten, dass das Gebet des Heiligen Rosenkranzes in diesem Monat Oktober mit dem von Leo XIII. verfassten Gebet beendet werde:

 “Sancte Míchael Archángele, defénde nos in próelio;
contra nequítiam et insídias diáboli esto praesídium.
Imperet illi Deus, súpplices deprecámur,
tuque, Prínceps milítiae caeléstis,
Sátanam aliósque spíritus malígnos,
qui ad perditiónem animárum pervagántur in mundo,
divína virtúte, in inférnum detrúde. Amen”.

[„Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampf! Gegen die Bosheit und Nachstellungen des Teufels sei unser Schutz. ‚Gott gebiete ihm!‘, so bitten wir flehentlich. Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umhergehen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.“]

 

Kommuniqué der Pressestelle des Heiligen Stuhles: Arbeitsübersetzung von Maria Fischer für schoenstatt.org

 

 

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