Veröffentlicht am 26. September 2015 In Franziskus - Botschaft

Jede Pfarrei, jede Ordensgemeinschaft, jedes Kloster, jedes Heiligtum Europas soll eine Familie aufnehmen

FRANZISKUS IN ROM  •

„Die Barmherzigkeit Gottes wird durch unsere Werke erkennbar, wie uns das Leben der seligen Mutter Teresa von Kalkutta bezeugt hat, deren Todestages wir gestern gedacht haben. Angesichts der Tragödie Zehntausender von Flüchtlingen, die vor dem Tod durch Krieg und Hunger fliehen und zu einem hoffnungsvolleren Leben aufgebrochen sind, ruft uns das Evangelium auf, ja es verlangt geradezu von uns, »Nächste « der Geringsten und Verlassenen zu sein. Ihnen eine konkrete Hoffnung zu geben. Nicht nur zu sagen: »Nur Mut, habt Geduld…!« Die christliche Hoffnung ist kämpferisch, mit der Beharrlichkeit dessen, der auf ein sicheres Ziel zugeht“, so sagte Papst Franziskus am 6. September nach dem Gebet des Angelus. Und dann wurde er sehr konkret:

„Daher richte ich kurz vor dem Beginn des Jubiläums  der Barmherzigkeit einen Appell an die Pfarreien, die Ordensgemeinschaften, die Klöster und die Heiligtümer ganz Europas, die Konkretheit des Evangeliums zum Ausdruck zu bringen und eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen. Eine konkrete Geste in Vorbereitung auf das Heilige Jahr der Barmherzigkeit. Jede Pfarrei, jede Ordensgemeinschaft, jedes Kloster, jedes Heiligtum Europas soll eine Familie aufnehmen, angefangen bei meinem Bistum Rom.

Ich wende mich an meine Mitbrüder, die Bischöfe Europas, wahre Hirten, auf dass sie in ihren Bistümern diesen meinen Aufruf unterstützen und in Erinnerung rufen, dass Barmherzigkeit der zweite Name der Liebe ist: »Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan« (Mt 25,40). Auch die beiden Pfarreien des Vatikans werden in diesen Tagen zwei Flüchtlingsfamilien aufnehmen.

 

In Europa gibt es über 30 Heiligtümer…

Und dann sind da noch Familien in der Schweiz, die ihre Haus-Heiligtümer für Flüchtlingsfamilien öffnen…

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