Veröffentlicht am 24. Juli 2015 In Leben im Bündnis, Zweites Jahrhundert des Bündnisses

Drei Fragen … zu Schönstatt im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses (27)

Wir sind Pilar de Beas und José A. Alvaredo, ein Ehepaar aus dem ersten Kurs des Familienbundes in Spanien. Beide kommen wir aus der Jugend der Schönstatt-Bewegung. Wir sind seit 33 Jahren verheiratet, haben sechs Kinder und sind Gründer und Vorsitzende von Eduvida (www.eduvida.es), wo wir seit über dreißig Jahren Kurse zur Ehevorbereitung geben, seit 15 Jahren Kurse zur Familienplanung (wir sind Referenten der symptothermalen Methode) und seit 10 Jahren Kurse zur affektiven Sexualerziehung. Zu Schönstatt gehören wir seit über 40 Jahren, Pilar war als Jugendliche Leiterin der Mädchenjugend, wir waren stellvertretende Leiter der Familienliga, waren in der ersten Gruppe der Mitglieder der Liga und Gründer des Familienbundes in Spanien. Zurzeit führen wir Familiengruppen in der Liga

Ein halbes Jahr sind wir unterwegs im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses – Was ist Ihr Traum von diesem Schönstatt in seinem Sein, seiner Verortung in Kirche und Welt und seinem Tun?

Wir glauben, dass für alle ganz allgemein das Jubiläum sehr wichtig war, dass wir zum Ursprungsort pilgern konnten, was für viele ein Kennenlernen des internationalen Schönstatt war und ein besseres Kennenlernen Pater Kentenichs und seines Werkes.

Für uns, die wir nur nach Rom fahren konnten, war die Begegnung mit dem Papst und alles, was er uns gesagt hat, besonders wichtig. Es bedeutete ein stärkeres Bewusstwerden, dass Schönstatt im Dienst der Kirche stehen muss. Wir müssen in die Welt hinein gehen und aufhören mit der Nabelschau; jeder von uns muss in die Tiefe seines Herzens schauen, um darüber nachzudenken, „wo und wie“ Gott ihn haben möchte. Unsere Antwort muss sein, Christus in alle möglichen Bereiche zu tragen und vor allem dorthin, wo das Familienleben schwierig ist.

Was müssen wir hinter uns lassen oder vermeiden, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Wir müssen vermeiden, uns in unsere kleinen Welten einzuschließen. Unsere „große Schuld“ ist es, es uns in unseren Gruppen und Gliederungen bequem zu machen. Wir müssen aufhören, nur um Schönstatt als ein Ziel in sich zu kreisen, ohne noch daran zu denken, dass unsere Arbeit „von Schönstatt aus für die Welt“ sein muss.

Wir glauben, dass Schönstatt offen sein muss dafür, dass Menschen aller sozialen Schichten und Kulturen dazu gehören. Auch ist uns ganz wichtig, dass wir das Ideal der Familie voranbringen, denn wir haben immer mehr das Gefühl, dass in Schönstatt jede Gliederung isoliert vom Rest der Bewegung lebt. Theoretisch sprechen wir zwar von „Familiengeist“, doch in der Realität kennen wir einander nicht, interessieren uns nicht füreinander und verbinden uns nicht untereinander. Wir müssen bei apostolischen Arbeiten, die uns verbinden, zusammenarbeiten, da, wo wir spüren, dass wir wirklich und aus einer gemeinsamen Ideenwelt heraus große apostolische Werke tun können. Vergessen wir nicht, dass die Hauptaufgabe Schönstatts darin besteht, mit Maria an der Hand des Vaters in die Welt hereinzugehen.

Welchen konkreten Schritt müssen wir jetzt tun, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

  • Mehr Apostolat und mehr Herausgehen, auf die Straßen von Madrid, in die Politik, in die Kirche hinein!
  • Begegnung mit dem Bischof suchen und uns in den Dienst der Kirche stellen
  • Verschiedene apostolische Projekte haben, bei denen Menschen aus verschiedenen Gliederungen mittun können.

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, Schoenstatt.org

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