Veröffentlicht am 30. Januar 2017 In Franziskus - Initiativen und Gesten, Solidarisches Bündnis

Im solidarischen Bündnis mit Chile – gemeinsam mit Papst Franziskus

VATIKAN / CHILE, Maria Fischer •

Es sind die schwersten Waldbrände seit Jahrzehnten, die seit Tagen im Süden Chiles toben. Über 4000 Menschen sind im Einsatz gegen die Flammen, militärisches Personal, Feuerwehrleute, Freiwillige und Brigaden, dazu 37 Flugzeuge, Löschfahrzeuge, Panzer und schweres Gerät zur Bekämpfung der Flammen. Sechs Todesopfer haben die schwersten Waldbrände in der Geschichte Chiles bereits gefordert; über 190.000 Hektar Wald und Landwirtschaftsfläche sind im Süden und in der Mitte des Landes bereits verbrannt, wie die nationale Forst- und Landwirtschaftsbehörde mitteilte. Und schlimmer noch: Zahlreiche Häuser sind abgebrannt, zuletzt wurde ein ganzes Dorf, Santa Olga, von den Flammen vernichtet. Das jüngste Todesopfer ist Hernán Avilés González, 27 Jahre alt, der in den Drähten eines Zauns hängenblieb, nachdem er in der Region Maule, in Santa Olga de Empedrado, eine Familie gerettet hatte.

Papst Franziskus betet für die Toten und alle, die von den Waldbränden in immer mehr Regionen Chiles betroffen sind. Er bittet um Kraft und Trost für die Opfer. Und er lädt alle ein, das Leid mit Hochherzigkeit und Nächstenliebe zu lindern.

In einer Mitteilung von Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin an den Vorsitzenden der Chilenischen Bischofskonferenz, Bischof Santiago Silva, drückt Papst Franziskus seine Nähe und Solidarität mit den Familien aus, die Opfer der verheerenden Waldbrände geworden sind, die in der zentralen Region des Landes schwere Schäden verursacht haben.

Wörtlich heißt es in dem Schreiben: „Der Heilige Vater betet, seit er die traurige Nachricht von den Waldbränden in diesem geliebten Land erfahren hat, für die ewige Ruhe derer, die dabei ihr Leben verloren haben.“ Zugleich  drückt er „den Verletzten und denen, die unter den Folgen dieser Katastrophe leiden, seine geistliche Nähe aus.“

Der Heilige Vater bittet auch darum, den Familien der Opfer sein Beileid zu vermitteln, während er „betet, dass der Herr den Opfern der Brände Kraft und Trost spendet und in allen das Gespür für Solidarität weckt, damit sie in diesen schwierigen Momenten effizient, mit Hochherzigkeit zusammenarbeiten, um Schmerzen zu lindern und Widrigkeiten zu überwinden, während er von ganzem Herzen seinen tröstenden apostolischen Segen spendet.“

Lassen wir Papst Franziskus nicht allein mit seinem Gebet für Chile und unterstützen wir es mit unseren Beiträgen zum Gnadenkapital.

 

Solidarische Initiativen der Schönstattfamilie Chiles

Die Schönstatt-Familien von Rancagua und San Fernando haben schon vor einigen Tagen die gesamte Schönstattfamilie Chiles  gebeten, sich ihrem großen Einsatz anzuschließen, mit dem sie den betroffenen Schönstättern und allen Mitbürgern helfen, die in dieser Katastrophe all ihr Hab und Gut verloren haben.  An zwei Sammelstellen nehmen sie haltbare Lebensmittel, Mineralwasser, energiereiche Nahrung, Windeln, Hygieneartikel, neue Kleidung, neue oder sehr gute Haushaltswaren, Sonnenschutzmittel und Atemschutzmasken entgegen. Ebenso wurde ein Spendenkonto eröffnet.

Beten wir zu Gott dem Vater und der Gottesmutter, dass die Situation sich nicht weiter verschlimmert, die Feuer bald unter Kontrolle sind und dass sie alle, die alles verloren haben, sowie diejenigen, die mutig und selbstlos ihr Leben riskieren, um die Flammen zu bekämpfen, in besonderer Weise segnen und stärken.

 

 Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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