Veröffentlicht am 23. Oktober 2016 In Urheiligtum

Ein Ort der Begegnung und Erholung

URHEILIGTUM, P. Bladimir Navarro Lorenzo •

Am 18. Oktober war Pfr. Bladimir Navarro Lorenzo, ein kubanischer Schönstatt-Bundespriester, in Schönstatt. Er konzelebrierte bei der international gestalteten Messe in der Pilgerkirche. Auf Bitten von Rektor Egon M. Zillekens erzählt er von seinen Erfahrungen dieser Tage am Urheiligtum.

Schönstatt ist für mich ein Ort der Begegnung und Erholung. Der Begegnung mit Maria, das ist klar, aber auch in besonderer Weise mit Pater Kentenich. Ich war mit zwei jungen Ehepaaren aus Madrid an diesen „schönen Ort“ gekommen, und miteinander haben wir, unterstützt von einer Marienschwester, all die Orte aufgesucht, wo Pater Kentenich gewohnt hat und gewesen ist. Orte, die uns geholfen haben, einer Vaterpersönlichkeit zu begegnen. Einem nahen Menschen, einem Freund. Als junger Priester empfinde ich das, was der Vater und Gründer gelebt und uns als Erbe hinterlassen hat, als Herausfordrung für die gesamte Schönstattfamilie, aber vor allem für uns Priester: ein Leben zu leben wie der Gute Hirte, der sein Leben hingibt für Seinen, aus Liebe.

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Ort der Begegnung mit anderen Schönstättern

Und es ist auch ein Ort der Begegnung mit anderen. Es ist beeindruckend, Familie von vielen zu sein, die ich nicht kenne und die sogar eine andere Sprache sprechen als ich. Einmal mehr habe ich die Universalität Schönstatts erlebt und wie weit diese Lieblingsidee des Gründers gekommen ist. Dieser Ort ist so großartig, dass du einfach davon erzählen musst, was du dort mit so vielen anderen erlebst.

Ein Ort der Begegnung auch mit mir selbst. Schönstatt ist vor allem und ganz besonders ein Ort für Stille und Gebet. Um dem eigenen Sein neu zu begegnen. Und in meinem Fall, mit meinem Priestersein und dem Grund meiner Hingabe heute. Um zurückzukehren zur ersten Liebe und mein Ja zu Gott und der Gottesmutter zu erneuern. Und genau das habe ich an diesem Tag der Bündniserneuerung getan.

 

Ausruhen in guten Gesprächen

Und wieso ein Ort des Ausruhens, der Erholung? Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, dass es notwendig ist, hin und wieder die Batterien aufzuladen. Das heißt, auszuruhen, und wenn man das mit Gott und mit Freunden macht, umso besser. Haus Marienau, das Haus des Priesterbundes, hilft dabei sehr, vor allem wegen der Begleitung und der guten Gespräche. Auch Jesus zog sich mit seinen Freunden auf den Berg zurück. Und ich habe dort in Schönstatt Ruhe gefunden.

Und dann nichts wie heraus

Und schließlich schleudern mich Begegnung und Erholung mit voller Kraft heraus zur Mission. Wie vor zwei Jahren bei der Hundertjahrfeier Schönstatts fühle ich das Bedürfnis, herauszugehen, zu verkünden, die vielen Gnaden weiterzugeben, die die Familie in ihrem Innern erlebt. Pater Juan Pablo Catoggio sprach in seiner Predigt in der internationalen Eucharistiefeier dieses Bündnistages von einem „barmherzigen und missionarischen Schönstatt“.

 

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Fotos: Vicky Forn, Madrid

 

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