Archivos Vaticanos

Veröffentlicht am 2022-05-05 In Kentenich

Dokumente zur Geschichte der Schönstatt-Bewegung jetzt auf Spanisch verfügbar

CHILE, Maria Fischer •

Etliche Monate nach der Veröffentlichung auf Deutsch ist der erste Band der Reihe „Dokumente zur Geschichte der Schönstatt-Bewegung“, der die Schlüsselphase zwischen 1949 und 1968 abdeckt, nun auch auf Spanisch erhältlich. Dieser Band präsentiert Dokumente aus den Archiven des ehemaligen Heiligen Offiziums aus der Zeit von Papst Pius XII., die seit dem 2. März 2020 für Forscher und Historiker zugänglich sind.

Die vor gut zwei Jahren geöffneten Archive enthalten rund 16 Millionen Seiten über den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit, die Aufschluss über die Rolle von Pius XII. in dieser Zeit geben können. Unter den Dokumenten befinden sich auch solche, die für jeden Schönstätter von großem Interesse sind, der sich aus erster Hand über die Ereignisse rund um das sogenannte „Exil“ des Gründers Pater Josef Kentenich informieren möchte.

Die Texte in diesem ersten Band beziehen sich hauptsächlich auf die Berichte der Kanonischen Visitation durch den damaligen Trierer Weihbischof Stein und die anschließende Apostolische Visitation, die Pater Sebastian Tromp SJ im Auftrag des Heiligen Offiziums durchführte.

Die Veröffentlichung dieser Berichte kann den Blick auf den gesamten Prozess der Visitation erweitern und ist wertvolles Studienmaterial. Die jüngsten Dokumente, die bis März 2020 unbekannt waren und erst im September 2020 von Schönstatt angefordert und studiert wurden, sind die Berichte von Pater Tromp.

Erinnern wir uns daran, dass es Dr. Alexandra von Teuffenbachs Studien dieser Dokumente vom März 2020 waren – die sie im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Studien über Pater Tromps Rolle im Zweiten Vatikanischen Konzil anfertigte -, die zur Veröffentlichung des Buches „Vater darf das“ führten, das großes Aufsehen erregte und viele Anfragen nach Informationen aus erster Hand von innerhalb und außerhalb Schönstatts hervorrief. Das Buch „Vater darf das“ ist außer auf Deutsch (Taschenbuch und E-Book) auch auf Spanisch (nur als E-Book – El Padre puede hacerlo) erhältlich (Amazon).

Die Dokumentation ist da, muss sie auch gelesen werden?

Die Antwort ist, wie bei Alexandra von Teuffenbachs Buch: Nein. Nein, denn im Schönstatt-Wörterbuch, im Wörterbuch des freien, festen, selbstständigen Menschen, sind die Vokabeln „Muss“, „Erlaubnis“, „Verpflichtung“ getilgt. Denn in dem Reich der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Liebe, in dem Reich der Freiheit, das Pater Kentenich so sehr anstrebte, dass er bereit war, sein Leben dafür zu geben, sollen nur Großmut und Eigenverantwortung herrschen, wenn es darum geht, ob man sich aus erster Hand informiert und oder durch das, „was mir von den Beratern an Babynahrung vorgekaut wird“, wie ein verärgerter Schönstätter disqualifizierende Reaktionen kommentierte, in denen es als „langweilig“ bezeichnet wurde, und dass es besser sei, auf das zu warten, was Schwestern und Patres zum Thema sagen würden. In anderen Kommentare hieß es, dass „nur sehr wenige Menschen“ in der Lage seien, „die Dokumente zu lesen und zu sagen, worum es geht. Das ist nur für Doktoranden“. Ganz schön diskriminierend.

Muss die Dokumentation gelesen werden? Nein. Aber man kann sie lesen, man kann sich informieren. Um sich eine Meinung zu diesem Thema zu bilden, muss man sie jedoch lesen, aus Respekt vor der Wahrheit. Ohne überprüfbare Informationen gibt es keine Grundlage für die Teilnahme an Diskussionen oder den Meinungsaustausch oder das Wachsen beim Lesen der Stimme Gottes für Schönstatt in diesem Moment seiner Geschichte.

Ohne überprüfbare Informationen gibt es nur Stammtischgeschwätz. Und dafür haben wir keine Zeit.

Vielen Dank an Editorial Nueva Patris.

Das Buch wird am 12. Mai über den YouTube-Kanal von Editorial Nueva Patris vorgestellt.

Zweiter Band auf Deutsch erschienen

Auf Deutsch ist gerade ein zweiter Band der Dokumentationsreihe erschienen; dieser enthält den Briefwechsel zwischen Pater Kentenich und Generalrektor Turowski SAC. Die Briefe zeigen, was hinter den Kulissen der Visitationen vor sich ging. Diese Dokumente werfen ein neues Licht auf die Visitationsberichte von Weihbischof Bernhard Stein und Pater Sebastian Tromp SJ. Ein Datum für die Erscheinung auf Spanisch ist noch nicht bekannt.

 

Auflage: 1
Jahr der Veröffentlichung: 2022
Format: 14,8 x 21 cms
Seiten: 316

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Deutsch:
Band 1
Band 2

 

 

 

Original: Spanisch, 03.05.2022. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

 

 

 

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