Veröffentlicht am 2020-06-07 In Madrugadores, Solidarisches Liebesbündnis in Zeiten von Coronavirus

Der Rosenkranz um halb sieben und mehr

ARGENTINIEN, Juan Barbosa

Seit dem 31. März treffen sich täglich pünktlich um 18.30 Uhr Madrugadores aus verschiedenen Provinzen Argentiniens, aber auch aus Costa Rica und Monterrey (Mexiko) per Zoom, um in Gemeinschaft den Rosenkranz zu beten. Vor mehr als 60 Tagen ahnten die drei Madrugadores aus der Pfarrei San Miguel Arcángel in Argüello (Córdoba) nicht, dass ihre Ausdauer, zusammen mit der Treue Mariens, bisher 64 solcher Männer-Gebetszeiten bewirken würden… und es werden noch mehr, denn die Qurantäne in Argentinien ist schon die längste weltweit und ist gerade erst um weitere drei Wochen verlängert worden.—

 

Weniger Quarantäne, eher – Vorsaison der Madrugadores!

Gegen Ende März begannen sie, nachdem die Quarantäne bereits verhängt worden war, darüber nachzudenken, wie sie mit der Haltung umgehen könnten, „auf dem Weg nach draußen“ zu sein, wenn sie „eingesperrt“ wären. Es gab mehrere Ideen, und da bei den Madrugadores „gesagt, getan“gilt, setzten sie diese mit großem Fleiß in die Tat um. So beschlossen die drei, die das mit dem Rosenkranz vorgeschlagen hatten, Pablo, Marcelo und Juan, sofort damit in der Hoffnung, Schritt für Schritt weitere Anregung fürs Weitermachen zu bekommen.

Parallel wurde innerhalb weniger Tage eine Webseite er- und gleich online gestellt (www.madrugadoresarguello.com.ar); Kontakte wurden über WhatsApp und auch per E-Mail mit verschiedenen Kapellen geknüpft, um die Möglichkeiten der Eröffnung neuer Gemeinschaften von Madrugadores zu erkunden, da die Kirche Männer braucht und Maria sie erreichen will.

Das Bild Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz von San Nicolás, Schutzpatronin der Pfarrei San Miguel Arcángel – von einem Madrugador geschenkt – bekam schon seine elegante Hülle und ist zu diesem Zeitpunkt bereit, seine Wallfahrt unter den Madrugadores von Argüello anzutreten, wenn es die Umstände erlauben.

Die Kirche – gegenwärtig in Mut und Freude

Das alles verbunden mit dem „Rosenkranz um halb sieben“, einer Art virtueller Gemeinschaft, neu, blühend und mit der Zukunftsvision … aus den Computern!

Bischof Ariel Torrado Mosconi von Nueve de Julio, begrüßte die Teilnehmer begeistert. Bischof Gabriel Mestre von Mar del Plata, war ebenfalls mit seiner Kraft und seiner Freude anwesend. Zu ihnen gesellten sich Pfarrer Leo, der den Madrugadores so nahe steht, sowie die Pfarrer Javier und Rodrigo, die mit großem Eifer und leidenschaftlicher Unterstützung die Madrugadores von Argüello fördern.

Ideen, Projekte… aber auch Errungenschaften!

Wir entwickelten „e-Mate-Runden“ über die gleiche Anwendung. In der ersten tauschten Madrugadores aus Costa Rica und Mexiko ihre Erfahrungen aus, und in der zweiten ist für den nächsten Bündnistag der Gründer dieser Lebensströmungm, Octavio Galarce, zu Gast. Octavio hat in dieser Zeit auch an verschiedenen Rosenkränzen teilgenommen und damit eine enorme Motivation mitgebracht.

In der Provinz Buenos Aires ist ein „e-Gefängnispastoral“ im Aufbau. Die Angebotsunterlage zur Aufnahme weiterer Personen aus dem Kreis der Häftlinge wurde vorgelegt, ist bereits eingegangen und wird derzeit bearbeitet.

Ein anderer Madrugador richtete ein Schreiben an seinen Bischof, in dem er seiner Diözese Madrugadores anbot, und fügte einen Brief von Octavio Galarce über die Madrugadores bei, die in Schönstatt geboren wurden, aber für die ganze Kirche sind. Der Bischof war erfreut und gab seine Zustimmung, dass sie durch die Pfarreien gehen und diesen Lebensstrom in seiner Diözese anbieten.

Wie wir eingangs sagten, sind die Madrugdores definitiv nicht in Quarantäne, im Gegenteil, sie sind mitten im „Aufwärmen“ der Vorsaison, um hinauszugehen und die männlichen Herzen für Maria zu finden. Auf dem Weg nach draußen!

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