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Veröffentlicht am 2022-05-30 In Projekte

Vor einem Jahr… „Madre, ven“

SPANIEN, Maureen und Ambrosio Arizu •

Vor einem Jahr um diese Zeit sind Maureen und ich mit der Gottesmutter aufgebrochen, um Spanien zu bereisen. Vor einem Jahr um diese Zeit haben wir den Sprung gewagt und sind ins Unbekannte aufgebrochen, in etwas, das wir noch nie zuvor getan hatten. Wir verließen unseren Alltag, stiegen in ein Wohnmobil und wurden die „Hippies“ der Gottesmutter, wie unsere Kinder sagten. —

Madre ven

Wie sollte man nicht nostalgisch sein?

Ich würde lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass wir Nostalgie verspüren, wenn ich nicht sagen würde, wie sehr wir diese langen Monate der ehelichen Intimität vermisst haben, in denen wir gemeinsam an der Seite von Maria marschierten. Es waren endlose Tage, und wir schauten sie ständig an. Ob bei tropischen Regengüssen oder in der prallen Sonne, wir marschierten jeden Tag an ihrer Seite.

Wir hätten nie gedacht, dass sie einen so großen Raum in unserem täglichen Leben einnehmen würde. Sie war der Mittelpunkt und sie war alles. Wir sind aufgestanden und haben uns schlafen gelegt mit ihr, durch sie und für sie.

Madre, ven - Torreciudad

Ihre Gegenwart erleben

Unsere Tage waren voller Freude, alles war hell und unsere Aufgabe war so einfach. In den vielen, vielen Jahren meines Berufslebens habe ich noch nie eine so einfache Arbeit gemacht und noch nie die innere Fülle erlebt, mit der ich jeden Tag beendete. Jeder Tag war ein neuer Anfang, der dein Herz mit Aufregung erfüllte. Maureen und ich waren wir wie zwei Kinder, die darauf warten, dass der Vergnügungspark geöffnet wird.

Wir erlebten ihre Gegenwart; sie manifestierte sich unermüdlich in jedem einzelnen Kind, das sie auf ihrem Weg traf. Wir sahen sie bei der Arbeit, wir sahen, wie sie Herzen berührte, wir sahen sie in dem gleichgültigen Menschen, dessen Gesichtsausdruck sich veränderte, als er ihr in die Augen schaute; in der kleinen alten Dame, die sie in ihrer Einsamkeit mitten auf dem Land besuchte; in dem Priester, der mit der Frustration eines Dienstes ohne sichtbare Früchte belastet war; in den jungen Menschen, deren Herzen sie entflammte; in dem Bischof, der demütig niederkniete, um ihren Mantel zu küssen; in den liebevollen Gesichtern und im Funkeln der Augen voller Heiligkeit der einfachen Klosterschwestern, in den vielen und vielen Klöstern, die sie besuchte, in denen sie über Nacht blieb und in denen sie als Königin empfangen wurde.

Wie sollten wir nicht nostalgisch sein? Ungeheure Nostalgie, die nur noch von der großen Dankbarkeit übertroffen wird, die aus unseren Herzen für ein so großes Geschenk entspringt. Auf meinem Schreibtisch steht eine kleine Nachbildung des Bildes, neben dem wir gelaufen sind, und schaut mich mit ihren Augen voller Liebe, Zärtlichkeit und Intimität an. Es vergeht kein Moment, in dem ich nicht lächle und mich bedanke, wenn ich ihren Blick erwidere und mir plötzlich ihrer Anwesenheit bewusst werde, mitten in der Konzentration auf die Aufgabe.

Danke für deine Liebe. Danke, dass du gekommen bist.

Madre ven en MallorcaHier für alle nochmals die Website von Madre, ven

Die Fotos stammen von der Website von Madre Ven.

Erstmals veröffentlicht unter: https://federacionfamilias.schoenstatt.es/ – mit Genehmigung

 

Valencia Madre ven

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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