Veröffentlicht am 26. November 2018 In Kampagne

Pater Esteban Uriburus Magnificat klingt weiter in seiner Mission

ARGENTINIEN, Cristina White •

Am Freitag, dem 12. Oktober, dem Fest Unserer Lieben Frau von Pilar, haben wir 20 Jahre des Heimgangs von P. Esteban J. Uriburu begangen. Neben den Mitgliedern seiner Familie waren viele seiner geistlichen Söhne und Töchter gekommen, um in der heiligen Messe, die P. Guillermo Carmona in der Basilika Nuestra Señora del Socorro feierte, seiner zu gedenken. In dieser Gemeinde im Zentrum von Buenos Aires wurde Esteban Uriburu getauft und begann seine ersten Schritte im Glauben. —

Es ist schwierig, mit einfachen Worten die Erfahrung auszudrücken, die während der Messe erlebt wurde. Leute, die Seite an Seite in jedem Projekt gearbeitet haben, das er begonnen hatte, Ehepaare, die ihn bei seinen „Verrücktheiten“ (wie die meisten die genialen Ideen von P. Esteban nannten) begleitet haben, oder einfach Leute, die ihn gar nicht persönlich gekannt haben, aber heute in einem der von ihm gegründeten Werke mitarbeiten, – sie alle lächelten oder nickten, während P. Esteban entstanden sind. Eine ihrer Schwestern kommentierte am Ende: „Sie ließen mich einen Esteban entdecken, den ich noch nicht kannte, mit so vielen Dingen, die mein Bruder gemacht hat.“

Der neue Kolumbus

In der Predigt lud der Zelebrant, P. Guillermo Carmona, ein, Dank zu sagen für Leben und Erbe von Pater Esteban. Er sprach davon, dass es in seinem Leben um eine große Heimsuchung der Gottesmutter ging und das Geschenk der Freude des Magnificat. Als Kursbruder erzählte er zahlreiche Erlebnisse aus den Jahren im Seminar und seinem Priesterleben in der Gemeinschaft. Seine Worte beschrieben das Bild, das wir alle, die wir Esteban Uriburu erlebt haben, aus unserer persönlichen Erfahrung im Herzen eingeprägt haben.

P. Carmona erwähnte einige Merkmale seiner Persönlichkeit: seine abenteuerliche Begeisterung für das Große, die ihn dazu brachte, aus sich selbst herauszugehen und der Welt mit Großmut zu begegnen, ohne Angst vor den Herausforderungen der Geschichte, weshalb Pater Kentenich ihn einen neuen Kolumbus nannte. Auch seine Offenheit für die Welt der Gnade und seine Hingabe in vollem Vertrauen auf Maria, ihre Treue und das Liebesbündnis.

Er war jemand mit dieser einmaligen Fähigkeit, ein Licht in der Nacht der Geschichte zu entzünden, brachte immer Freude anstatt Traurigkeit in die Welt, getreu seinem Persönlichen Ideal: Marianisches Licht der Barmherzigkeit und Sieghaftigkeit des Vaters. P. Carmona betonte seines oziale Sensibilität, sein Engagement für die Bedürftigsten, die er in konkreten apostolischen Aktionen wie der Kindertagesstätte „Pater Kentenich“ und der Ausbildungswerkstatt „San José“ in Florencio Varela umsetzte.

In João Pozzobon hatte er die Mission seines Lebens gefunden

Ein Ereignis jedoch prägte sein Leben mehr als alles andere und führte ihn dazu, die Mission seines Lebens zu finden: die Begegnung mit der Person und der Arbeit von João Luiz Pozzobon. Von dort aus erklärte er, endlich seine Mission bis zum Ende seiner Tage gefunden zu haben, und es war so. In der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter von Schönstatt,  sah P. Esteban die konkrete Chance für Schönstatt, „endlich aufzuhören, innerhalb der Kaserne zu paradieren und herauszugehen.“

Es gibt viele apostolische Werke, die aus dem aufmerksam Hören von P. Esteban entstanden sind. Er versuchte, die Stimme Gottes in den tiefsten Sehnsüchten der Herzen herauszuhören, um sie zu ermutigen und zu helfen, dass diese Gestalt annahmen. Zur Gabenbereitung brachten Vertreter dieser von Pater Esteban angeregten und geförderten apostolischen Werke symbolische Gaben zum Altar:

  • Kampagne der Pilgernden Gottesmutter von Schönstatt
  • Confidentia
  • Voluntariado de María
  • Werkstatt San José
  • Casa del Niño José Kentenich
  • Entdecker der Gottesmutter
  • Berufungskreis
  • Centro Mariano “João L. Pozzobon”, Henderson, Diözese Nueve de Julio
  • Rosekranz-Aktion
  • Gruppen der Familienbewegung

Ebenso waren auch Heiligtümer vertreten, die aus dem apostolischen Feuer von P. Esteban entstanden sind: San Isidro, Escobar, Mar del Plata, Comodoro Rivadavia.

 

Ganzhingabe in einer Kerze

Die letzte Gabe war besonders berührend: eine seiner Schwestern trug eine brennende Kerze zum Altar als Zeichen der Ganzhingabe von P. Esteban, die in dieser Pfarrkirche begonnen hat, als er hier bei der Taufe des Licht Christi empfing, ein Licht, das durch das Liebesbündnis im Laufe seines Lebens gewachsen ist, bis er bereit war, Krankheit und Tod anzunehmen und sein Opfer mit dem Erlösungsopfer Christi zu verbinden.

Nach dem Schluss-Segen zogen alle Vertreter der apostolischen Werke mit ihren jeweiligen Fahnen aus der Kirche aus, zum Klang von „Breit um uns deinen Mantel“, im Marschrhythmus gespielt von einer Blaskapelle, ganz so, wie es P. Esteban immer gefallen hat.

 

Prophet

Pater Esteban war ein Beispiel für eine priesterliche Gestalt in all ihren Dimensionen. Im Lauf der Zeit werden seine Vaterschaft, sein Einsatz und seine Leidenschaft für die Mission zu einem erneuerten Antrieb für alle, die das Geschenk bekommen haben, mit ihm zu arbeiten.

Persönlich hatte ich das Glück,  mit ihm 12 intensive Jahre im Dienst der Kampagne zu arbeiten. Ich habe dabei so viel bekommen, dass ich nie aufhören könnte, dies mit Freude weiterzugeben. Vom Himmel aus entzündet er weiter Herzen und missionarischen Eifer. In diesen Zeiten, in den Leben, Familie und Werte den Bach herunter zu gehen scheinen, hält er im Geheimnis der Gemeinschaft der Heiligen Fürsprache für uns, damit wir den Mut haben, uns für Christus, das Reich Gottes einzusetzen – aus heroischem und vertrauensvollem Leben des Liebesbündnisses.

Das Drängen der Gottesmutter

Wenn mir irgendetwas wie mit Feuer eingebrannt geblieben ist aus der Arbeit mit P. Esteban, dann ist es sein Drängen, Hunderte, Tausende dazu bringen, Maria ihr Herz zu weihen, ihr Hausheiligtum zu segnen und eine Volksbewegung zu schaffen, die das Schönstattgeheimnis trägt. Dies ist ein Drängen der Gottesmutter und das Ziel der Kampagne, wie João es erklärt: „Die Familie retten durch das Schönstattwerk“.

Was ist das Neue, das Originelle, was ist unser Charisma? Das Liebesbündnis. Aus diesem Grund war es für P. Esteban eine Notwendigkeit, das Liebesbündnis ins offene Feld zu bringen, in die ganze Kirche, ohne uns selbst auszubremsen, indem wir strukturelle Hindernisse schaffen, die nur das Werk der Gnade verzögern, nämlich das Werk, Herzen durch das Herz der Gottesmutter für Christus zu gewinnen.

So möchte ich heute eine Bitte an P. Esteban richten: Er möge vor Gott dem Vater darum bitten, dass so wie er es sich ersehnt hat, in der Kampagne unter Missionaren und Missionierten viele das Liebesbündnis schließen und so wie er durch das Liebesbündnis das Licht des Taufbundes immer heller strahlen lassen, um die Welt umzugestalten und die Welt mit der Liebe Gottes in Brand zu stecken!

 

Basilika

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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