Veröffentlicht am 2016-12-26 In Kampagne

Die Pilgernde Gottesmutter im Nahen Osten – sie bewegt!

ARGENTINIEN / SYRIEN / IRAK, Ma. Isabel Ubierna, Sanatorio Mater Dei, Missionarin der Pilgernden Gottesmutter und Mitarbeiterin der Nahost-Mission

Am 27. Juni 2016 gab Schwester Guadalupe Rodrigo, Missionarin der Ordensgemeinschaft des Fleischgewordenen Wortes (IVE), auf Einladung des Mater Dei-Krankenhauses in Buenos Aires dort ein Zeugnis über die verfolgten Christen im Nahen Osten. Bei dieser Gelegenheit wurden ihr vier Bilder der Pilgernden Gottesmutter von Schönstatt überreicht, die nach Syrien und in den Irak gehen sollten. Heute, einige Monate später, gibt es Nachrichten von ihnen!

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Die Pilgernde Gottesmutter ist in Bagdad und Erbil

Bagdad, die Hauptstadt des Irak, liegt im Zentrum des Landes. Hier  leiden die Menschen unter fast täglichen Attentaten, zwischen 40 und 100 im Monat etwa; dort, wo der sogenannte IS herrscht, gibt es nur noch sehr wenige Christen. Im Bereich von Kurdistan jedoch, auch sehr nahe am Einflussbereich des IS, gibt es kaum noch Anschläge. Im Moment verliert der IS massiv an Boden, und in der Ebene von Ninive wurden einige Orte zurückerobert: Qaraqosh, Baghdayia, Baddala unter anderem; in der Gegend von Mossul hingegen geht der Kampf gegen den IS weiter.

Die beiden Bilder der Pilgernden Gottesmutter (ein großes und eines für Kinder), die in den Irak gesandt wurden, sind in Bagdad und Erbil. (oder genauer gesagt in Ankawa, einer Nachbarstadt von Erbil). Die Patres des Institutes des Fleischgewordenen Wortes haben das folgende Video geschickt, das die Andacht zeigt, in der das Bild der Gottesmutter überreicht wurde.

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Irak

Ja – die Pilgernde Gottesmutter ist wirklich in Aleppo!

Syrien war bis vor wenigen Jahren ein Land, das sich durch eine für den Nahen Osten wenig typische Eigenschaft auszeichnete: die friedliche Harmonie verschiedener Religionen und Konfessionen und das gute Zusammenleben von Christen und Moslems.
Die Hauptstadt ist Damaskus, die zweitgrößte Stadt ist – oder besser – war Aleppo, das weltoffene Wirtschaftszentrum des Landes. Heute ist Aleppo zerstört. Die Truppen der Regierung scheinen die Terroristen (so sagt man im Westen der Stadt) – Rebellen – Aufständischen … im Ostteil geschlagen zu haben. Am 12. Dezember, dem Fest der Gottesmutter von Guadalupe, eroberte das Regime von Assad mit Unterstützung Russlands praktisch die gesamte Stadt. Aleppo ist, so hieß es in den Staatsmedien, von den Rebellen oder Terroristen befreit. Das Leiden der Bevölkerung, von Kindern, Frauen, Männern geht über alles Vorstellbare hinaus.

Und genau in diese Stadt ist vor gut einem Monat die Pilgernde Gottesmutter gekommen. Die sie dorthin gesandt haben, können voller Vertrauen bestätigen, dass sie Werkzeuge in der Hand der Königin für den Frieden in Syrien sind.
Vor einigen Tagen hörte ich ein Interview mit P. Enrique Montes, Missionar des IVE im Irak. Bei dieser Gelegenheit zitierte er ein Wort des heiligen Papstes Johannes Paul II.: „Gott setzt dem Bösen eine Grenze“, und der argentinische Priester fügte an: „So setzt Gott auch dem Islamischen Staat eine Grenze.“

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Aleppo, Siria

Die Gottesmutter bringen und bereit sein, ein Held zu sein

Das Christentum ist immer Nachfolge Jesu. Was die Apostel entdeckt haben, ist Jesus, dieser Jesus, der sie begeisterte und ihr Leben verändert hat.
Die großen Heiligen ziehen an und erzeugen neue Heilige: Franziskus von Assisi und die heilige Klara, der heilige Ignatius und Franz Xaver, und so viele weitere Beispiele gibt es. Der Gott der Vorsehung verbindet Menschen für seine großen Pläne. Joao Pozzobon verstand die große Aufgabe, die Gott ihm gegeben hatte, nämlich die Gottesmutter überall hinzutragen, als eine Frucht der Worte von Pater Kentenich, er sei nach Lateinamerika gekommen, um den Triumphwagen der Gottesmutter überall hin zu ziehen.“ Ich wage zu sagen, dass jeder, der ernsthaft Missionar  der Gottesmutter sein will, diese beiden Bedingungen kennen muss: die Gottesmutter wirklich überall hinbringen und bereit sein, Held zu sein.

„Schönstatt ist als Glied der streitenden Kirche wie diese ein Kriegskind, es ist im Kriege geboren und im Kriege gewachsen. Es war stets von Kampf umtobt. So wird und muss es bleiben, wenn es seiner ursprünglichen Sendung treu bleiben will. ”
Pater Josef Kentenich, Oktoberbrief 1949

 

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Irak

Die Gottesmutter zwischen Sprengstoff, Bomben, Terroristen – und Moslems guten Willens

Wir sind im Advent, in dieser Zeit des Wartens, in der wir uns daran erinnern, dass der Erlöser kommt, wieder und wieder, dass er in unsere Welt, in unsere Geschichte, in das Leben jedes einzelnen von uns kommt. Durch das Zeugnis von Schwester Guadalupe schütteln die verfolgten Christen uns, geben uns einen Schubs, damit wir uns nicht von so vielen Wünschen und Sehnsüchten ablenken lassen, die doch bald nichts mehr hergeben, mit einem Hunger nach dem, was nicht satt macht, mit Wünschen nach Unterhaltung, die doch keinen Sinn schenken

Es scheint, dass wir im Dezember kontinuierlich in einem Strudel sind: Wir verbrauchen unsere Zeit, indem wir dahin und dorthin rennen, um alles fertig zu haben für das Fest, und dabei vergessen wir so schnell, das vorzubereiten, worauf es eigentlich allein ankommt: unser Herz.
Durch die Missionare des Ordens des Fleischgewordenen Wortes im Nahen Osten öffnet die Gottesmutter sich heute Wege zwischen Sprengstoff, Bombardierung, Terroristen und sogar unter Moslems guten Willens. Sie, die große Missionarin, geht wieder heraus zur Begegnung und lädt jeden von uns ein, uns ein Beispiel zu nehmen an den verfolgten Christen, den Märtyrern unserer Tage. Voller Zuversicht haben wir den Mut, darum zu beten, die Schwarzen Kreuze von heute zu werden, erfüllt vom Geist der verfolgten Christen.

 

Wie das Feuer aus dem Herzen Pater Kentenichs das Feuer im Herzen von Joao Pozzobon entfachte, beten wir, dass die Märtyrer des Nahen Osten uns anstecken und auch uns anregen, unser Leben für Jesus Christus einzusetzen. Begleiten wir die Missionare im Irak und in Syrien mit unserem Gebet, unseren Beiträgen zum Gnadenkapital und beten wir, dass die Pilgernde Gottesmutter im Nahen Osten reichlich Gaben und Gnaden der Beheimatung, inneren Wandlung und apostolischen Eifers austeilt.

Advent, Weihnachten – Zeit, um sich Zeit zu nehmen. So wie die Pilgernde Gottesmutter heute den Nahen Osten bewegt, so bewegen, so pilgern sie jetzt wieder: Josef, Maria und das Kind. Und wieder halten sie an jedem Haus an und klopfen an die Tür. Und wenn sie an unsere Tür kommen, was antworten wir?

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Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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