Madre ven

Veröffentlicht am 2021-06-21 In Kirche - Franziskus - Bewegungen, Schönstatt im Herausgehen

Madre, ven: „Die Leute sehen sie vorbeigehen und schließen sich spontan der Wallfahrt an“

SPANIEN, Maria Fischer •

Medial ist sie schon jetzt ein Erfolg mit einer starken Präsenz auf Spotify, YouTube, Instagram, Facebook, Twitter, mehreren Diözesan-Webseiten, Radio, Nachrichtenportalen, Newslettern, mit wenigen Worten (wir hoffen allerdings, dass alle diese eingefangenen Erlebnisse und Geschichten noch verbalisiert werden), vielen Videos und viel Musik: Madre, ven (Mutter, komm) – dieser große Pilgerweg durch die Straßen Spaniens macht Nachrichten und schreibt Geschichte in diesem von Pandemie und nicht wenigen Stürmen in der Kirche geprägten Sommer 2021.

 

Bisher hat die Wallfahrt „Madre, ven!“ Aragonien, Navarra, das Baskenland und Kantabrien durchquert und dabei eine Vielzahl von Geschichten und berührenden Momenten hinterlassen.

Ambrosio Arizu aus dem Schönstatt-Familienbund, Initiator der Wallfahrt und der „Pilgernden Gottesmutter“ seit dem Beginn am 1. Mai zur Seite, teilte ein Video und erzählte: „Unsere Mutter besucht die alten Leute von Bergara, dann wird sie von den Schwestern von Maria Stella Matutina begleitet. Es handelt sich um 40 junge Frauen im Alter von durchschnittlich 27 Jahren…“. Die Freude ist in jedem Wort spürbar.

„Es ist unglaublich, welche Freude sich auf die Menschen überträgt, wenn das Bild ankommt. Alles wurde mit großer Sorgfalt organisiert, unter Berücksichtigung der Vorschriften und Einschränkungen wegen Covid“, sagt Marco, der das Bild in fast allen Orten begleitet hat, die es in Navarra durchlaufen hat.


Madre, ven auf den Straßen von Asturien

„Es gibt eine Vielzahl von Erinnerungen, die sich in unser Gedächtnis eingegraben haben“, erklärt José Luis Prieto, der für die Organisation des Durchgangs der Wallfahrt durch Asturien vom 13. Juni bis zum 8. Juli verantwortlich ist, „wie zum Beispiel, wenn das Bild der Gottesmutter durch ein Dorf geht und die Leute sie vorbeigehen sehen und sich spontan der Wallfahrt anschließen, oder wenn sie einige Nonnen in einem Kloster besucht und diese sie mit großer Rührung empfangen; wir waren in einigen Altenheimen, und man konnte sehen, wie diese alten Leute vor Rührung weinten, als sie sahen, dass die Gottesmutter sie besuchen würde; ich erinnere mich auch an ein Heim für psychiatrische Patienten, die einige Stoffblumen vorbereitet hatten, die wir in das kleine Auto eingebaut haben, mit dem wir die Pilgernde Gottesmutter transportieren. Als wir durch Pamplona fuhren, waren die Studenten der Universität sehr begeistert; es war schön, Hunderte von Menschen auf der Straße zu sehen, die der Gottesmutter sangen. Auch in Loyola, wo die Wallfahrt zeitgleich mit dem 500. Jahrestag der Bekehrung des Heiligen Ignatius war. Es ist, kurz gesagt“, fügt er hinzu, „eine Pilgerreise, die von ihr geleitet wird, und deshalb ist sie so beeindruckend. Abgesehen davon, dass das Bild, weil es weiß ist, ein Licht und eine beeindruckende Ruhe ausstrahlt, das sagt jeder, der es sieht.“

Neben José Luis sind die Etappen der Wallfahrt in Asturien auf mehrere Personen aufgeteilt, die wiederum die Mitarbeit von Pfarrern, Freiwilligen, Bruderschaften und Schwesternschaften haben, die sich dafür einsetzen, dass jede Strecke und jeder Halt des Bildes der Unbefleckten Jungfrau auf dem Weg durch Asturien etwas Besonderes sein wird.

Madre, ven: Ohne Anmeldung, einfach so

Gleichzeitig wird von der Organisation daran erinnert, dass die Teilnahme spontan ist, man muss nicht um Erlaubnis bitten, um sich ihr anzuschließen, und auf der offiziellen Website www.madreven.es ist es möglich, täglich über die Orte informiert zu werden, wo die Wallfahrt sich befindet. Ihre Profile in den sozialen Netzwerken, insbesondere auf Instagram, ermöglichen es, die Route fast live zu verfolgen.

„Die Gottesmutter fragt nicht nach unserem Ausweis oder Lebenslauf“, sagt Pfr. Jaime Bertodano, einer der Organisatoren. „Sie geht hinaus, um alle zu treffen, die sie auf die eine oder andere Weise empfangen wollen. Alle Altersgruppen können sich als Pilger oder als Freiwillige auf der Website www.madreven.es anmelden und die gewünschten Etappen absolvieren oder die Gottesmutter in der Stadt, in der sie durchkommt, willkommen heißen oder an den Feierlichkeiten zu ihren Ehren teilnehmen“.

Madre ven

Alles fing an in einer kleinen Gruppe von Freunden

Eine Erfahrung, die in diesem Sommer in Asturien gelebt wird und die von den Organisatoren als beeindruckend beschrieben wird. „All das begann mit einer Gruppe von Freunden“, so José Luis. „Und durch Mundpropaganda haben Menschen aus ganz Spanien begonnen, mitzumachen. Es ist die Gottesmutter, die nach und nach die Wallfahrt organisiert, wir müssen sie nur machen lassen und vertrauen.“

„Wir können sicher sein, dass daraus Früchte des Glaubens, Früchte der Bekehrung, Früchte der Liebe entstehen werden, und wenn wir zurückblicken, ist es komisch, dass wir Zweifel hatten“, sagt Ambrosio Arizu. „Das Leben, das sich um ‚Madre, ven‘ herum entwickelt hat, ist beeindruckend.“

„Wir sehen, wie Maria auf die einfachen Herzen zugeht und wie viele sich getröstet und im Glauben beglückt fühlen“, sagt Pfr. Jaime. „Der Gang der Muttergottes ist eine echte Begegnung mit der heiligsten Jungfrau Maria und gibt einen Impuls in vielen Städten, Pfarreien und Gemeinschaften, die durch die Pandemie einen Schritt zurück gemacht haben. Die Gottesmutter setzt uns in Bewegung und holt uns aus der Angst oder Langeweile heraus. Viele machen sich die Worte des bekannten Liedes zu eigen und sagen wahrhaftig zu ihr: „Komm mit uns auf dem Weg, Heilige Maria, komm“.

Außerdem war die ganze Arbeit für diese Wallfahrt eine sehr spannende Erfahrung der Gemeinschaft unter verschiedenen Charismen und Akzenten, aber geeint durch dieselbe Mutter. Auch die Arbeit der Laien ist unglaublich und wir brauchen sie in der Kirche. So hoffe ich, dass all das am Ende bleibt: die Kraft zur Evangelisierung, die Gemeinschaft in seiner Kirche und die Mitverantwortung der Laien. Und natürlich die Liebe der Muttergottes“.

www.madreven.es

Mit Material von www.madreven.es und der Website der Erzdiözese Oviedo, Asturien

Original: Spanisch, 20.06.2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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