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Veröffentlicht am 2021-05-16 In Projekte, Schönstatt im Herausgehen, Werke der Barmherzigkeit

Schon 135 „Säcke der Nächstenliebe“ für die Ärmsten der Armen in Quito

ECUADOR, P. Rafael Amaya / María Fischer •

Schon 135 Säcke der Nächstenliebe sind es, die im Laufe des Monats Mai im Heiligtum von Quito abgegeben wurden, als Teil dieser Initiative der Solidarität, die aus dem Liebesbündnis mit den Ärmsten und Bedürftigsten entstanden ist.

bolsas de caridadSchönstatt im Herausgehen ist kein Spaziergang oder eine Reise inmitten einer Pandemie, um zu zeigen, dass wir ja so toll sind. Schönstatt im Herausgehen ist auch nicht die x-te Zoom-Konferenz so wunderbar schön für uns. ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter schult, hat noch keine wirtschaftliche Leistung erbracht. Wenn das Wort „Schönstatt im Herausgehen“ kein leeres Schlagwort sein will, muss es dem Beispiel der „Kirche im Herausgehen“ entsprechen. Im Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium, einem Text von enormer Kraft und Einfluss, lädt Papst Franziskus uns Christen ein, die Freude am Evangelium neu zu entdecken, „Kirche im Herausgehen“ zu sein und bei unseren Zeitgenossen, besonders bei den Ärmsten, präsent zu sein. Dies sind keine bloßen Worte, sondern eine Vision, ein Traum für die Kirche, den der Papst in seinem Leben und in der Art und Weise, wie er sein Petrusamt ausübt, bereits Wirklichkeit werden lässt. “Jesus hat seinen Jüngern die Füße gewaschen. Der Herr bringt sich ein und bezieht die Seinen ein, indem er vor den anderen niederkniet, um sie zu waschen. Aber dann sagt er zu den Jüngern: » Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt « (Joh 13,17). Die evangelisierende Gemeinde stellt sich durch Werke und Gesten in das Alltagsleben der anderen, verkürzt die Distanzen, erniedrigt sich nötigenfalls bis zur Demütigung und nimmt das menschliche Leben an, indem sie im Volk mit dem leidenden Leib Christi in Berührung kommt. So haben die Evangelisierenden den „Geruch der Schafe“, und diese hören auf ihre Stimme. Die evangelisierende Gemeinde stellt sich also darauf ein, zu „begleiten“. Sie begleitet die Menschheit in all ihren Vorgängen, so hart und langwierig sie auch sein mögen”, lesen wir in Evangelii Gaudium Nr. 24.

Ein Schönstatt im Herausgehen, ohne weit aus dem Heiligtum herauszugehen

bolsas de caridadOhne das Heiligtum in Quito zu verlassen, sind die Schönstätter vor Ort „Schönstatt im Herausgehen“ – denn sie bringen sich bei den Ihren ein, stellen  sich durch Werke und Gesten in das Alltagsleben der anderen, verkürzen die Distanzen, kommen im Volk mit dem leidenden Leib Christi in Berührung – in diesem Volk, das an den Folgen der Pandemie leidet. Hunger leidet. Seit Dezember letzten Jahres kommen Familien zum Heiligtum in Quito und bitten um Essen, weil sie schon lange keine Arbeit mehr haben und es fast keine Unterstützung gibt. Und sie fanden Menschen, die sich solidarisch zeigten.

Im Dezember begannen Schönstätter das Projekt „Säcke der Nächstenliebe“ und lieferten im selben Monat 410 Säcke aus (denn zu dieser Zeit sind die Menschen eher sozial sensibel). Seit Januar haben sie jeden Monat mindestens 130 Säcke ausgegeben. Die in den Säcken gelieferten nicht verderblichen Produkte sind: Nudeln, Tockensuppe, Haferflocken, Öl, Butter, Thunfisch, Sardinen, Reis, Zucker, Bohnen und Linsen.

Im neuesten Video bittet Pater Rafael Amaya die Schönstätter aus Quito, dieses Projekt der Solidarität weiter zu unterstützen, das Familien hilft, die wegen COVID ohne Arbeit sind und auch auf absehbare Zeit keine finden werden. Das Video ist auf Spanisch, aber die Bilder sprechen für sich.

 

Original: Spanisch, 15.05.2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

Säcke der Nächstenliebe

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