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Veröffentlicht am 2021-03-07 In Kirche - Franziskus - Bewegungen, Schönstatt im Herausgehen

Surfen ist wie eine Parabel auf das Leben und den Glauben

ARGENTINIEN, Mar del Plata, P. Santiago Arriola •

Mein Name ist Santiago Arriola, ich bin 38 Jahre alt, Priester der Diözese Mar del Plata und gehöre zum Schönstatt-Priesterbund. Ich bin Pfarrer der Pfarrei Padre Pio de Pietrelcina, die im Süden der Stadt liegt. In diesem Monat Februar 2021 hatten wir die Gelegenheit, von der Surf-Pastoral der Diözese das Programm „Strand- und Meer-Schule“ zusammen mit Scholas Occurrentes zu begleiten.  —

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Es war ein unvergessliches Erlebnis für Jung und Alt, für Schüler und Lehrer. Wir waren alle überrascht, als wir tiefer in diese besondere Erfahrung, Schule zu sein und zu machen, eintauchten.

Wenige Meter vom Strand entfernt

Die Schule fand von Montag bis Freitag vormittags in einer Kapelle im Stadtteil Acantilados im Süden der Stadt Mar del Plata statt, nur wenige Meter vom Strand entfernt. Die Hauptaktivität war Surfen, aber wir haben auch gemeinschaftliche Wandbilder gestaltet und selbstgebaute Drachen steigen lassen. Bei jeder dieser Aktivitäten öffneten wir unsere Herzen, teilten Eindrücke, drückten Emotionen aus und entdeckten gemeinsam, was unter uns, durch uns und über uns hinaus geschaffen wurde.

Wir arbeiteten mit Gruppen von zehn Jugendlichen pro Woche, zwischen 13 und 17 Jahren, aus verschiedenen Vierteln am Rande unserer Stadt. Der Austausch zwischen ihnen und das Gemeinschaftserlebnis, das sich unter ihnen allen entwickelte, war einer der großen Reichtümer dieser Erfahrung.

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Der pädagogische Reichtum von Scholas

Es war eine große Freude, diesen Monat mit jedem einzelnen der jungen Menschen und mit dem Team, das wir für die Durchführung der Schule zusammengestellt haben, zu verbringen. Scholas hat einen enormen pädagogischen Reichtum für unsere Zeit. In diesem Sinne entdeckte ich auch viele Verbindungen mit der pädagogischen Erfahrung und Weisheit Pater Kentenichs und dem Reichtum Schönstatts. Zum Beispiel die Vertrauens- und Freiheitspädagogik, die pädagogische Fruchtbarkeit von Bindungen, Symbolen und Kunst, die Gewissheit der Gutheit des Menschen und der entschlossene Einsatz für den unermesslichen Reichtum an Möglichkeiten, der im Herzen eines jeden Menschen steckt, besonders in der Jugend, und vieles andere mehr.

Das Meer, die Wellen, das Brett

Für die Surfpastoral war es ein großes Geschenk, diese Schule zu begleiten, denn für uns ist das Surfen wie ein Gleichnis für das Leben und den Glauben. Surfen ist ein pastoraler Raum, in dem wir Jesus begegnen und in dieser Begegnung lernen wir, als Personen, als Gläubige und in den Gemeinschaften zu wachsen.

Das Meer spricht zu uns von der Unermesslichkeit Gottes, von seiner unergründlichen Liebe, in die wir eingeladen sind, mehr und mehr einzutauchen, und auch von seinem Geheimnis und seiner Transzendenz, mit der er uns immer wieder entgeht und uns nach allen Seiten hin übertrifft. Die Wellen drücken das Leben der Gnade aus, auf denen wir lernen hochzusteigen, um uns mitreißen zu lassen. Das Brett, die Balance im Leben, die organische Art, den Alltag zu leben. Natur, die ökologische Dimension unserer menschlichen Spiritualität.

Ich hoffe und bete, dass die „Schule von Meer und Strand“ der schöne und vorsehungsgemäße Beginn einer fortgesetzten Arbeit mit Scholas Occurrentes war, zur Freude vieler Jugendlicher und Erwachsener und zur Freude des Herrn, der lebendig ist und will, dass wir lebendig sind und das Evangelium auf tausend verschiedene Arten und in der unendlichen Kreativität des Geistes teilen und verkünden für diese Zeit und diese Welt, in der wir heute leben und die wir gestalten sollen.

 

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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