P. Ignacio Cruz

Veröffentlicht am 2021-03-07 In Leben im Bündnis, Schönstätter

Danke, Pater Ignacio, bereite uns den Weg zum Himmel

CHILE, Maria Fischer, Luciana Rosas und Claudia Echenique •

Am 3. März hat Pater Ignacio Cruz, Schönstattpater aus Chile, seinen Kampf gegen Covid-19 verloren, nachdem er sich – wie auch andere Patres der Filiale der Älteren in Bellavista – infiziert hatte, und nicht nur in Chile und Brasilien, sondern in vielen anderen Ländern viel für ihn und die erkrankten Patres gebetet wurde. Dank der Kommuniqués von Pater Miguel Kast erfuhren viele davon, und viele erinnerten sich an Pater Ignacio, der irgendwann ihren Bündnisweg gekreuzt hatte, als Pfarrer, als Berater, als Oberer, als Mitbruder. —

Con Luciana Rosas, en Bellavista, 2019

Hinter jeder einzelnen Zahl der 71.504 Todesopfer der Pandemie befinde sich ein Schicksal und ein Mensch, der gestorben sei, sagte der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei einem Treffen mit Hinterbliebenen von Covid-Opfern.  „Dahinter stehen Menschen, die ihre Liebsten verloren haben, Menschen, die gebangt, gezittert, gekämpft haben, die sich manchmal nicht einmal verabschieden konnten“, sagte der Bundespräsident. „Dahinter stehen unendliche Trauer und unendlicher Schmerz und ja, manchmal auch Bitterkeit.“ Hinter jeder Zahl der 115.000.000 Fälle, hinter jeder Zahl der 2.500.000 Covid-19-Toten auf der Welt steht ein Schicksal, eine Geschichte und eine Lebensaufgabe, ein Mensch, der gestorben ist.

Wie viele Schönstätter gibt es in dieser Zahl? Wir wissen es nicht, aber seit dieser Woche ist unter ihnen Pater Ignacio Cruz, aus der Gründergeneration der Schönstatt-Patres in Chile, „ein großer und guter Pater“, wie unsere brasilianische Mitarbeiterin Luciana Rosas sagt, deren Liebesbündnis er vor vielen Jahren entgegengenommen hat.

„Ich danke Gott für das Geschenk des Lebens von Pater Ignacio in meinem Leben. Ich wäre kein Schönstatt-Pater ohne die Unterstützung, das Verständnis und das Zeugnis von Pater Ignacio. Unsere Region Sion Christi in Brasilien hat ihm viel zu verdanken, der so viele Jahre unser Oberer war und sich voll und ganz für unseren Tabor in Brasilien eingesetzt hat. Danke, lieber Pater Ignacio, bereite uns den Weg zum Himmel“, so Pater Alexandre Awi de Mello aus Rom, einer der fast 600 Personen aus Italien, Deutschland, Spanien, Argentinien, Brasilien, Chile, Venezuela, die die Live-Übertragung der Beerdigungsmesse am 4. März verfolgten. Während wir diesen Artikel schreiben, haben bereits mehr als 2.500 Menschen das Video auf YouTube angesehen.

Fundadores

Ritter des Feuers

Wie viel Liebe, Arbeit, Gebet und Begleitung verbirgt sich hinter den Informationen über sein Leben, die im Nachruf der Schönstatt-Patres zu finden sind!

Nachruf - P. Ignacio Cruz
P. Ignacio Cruz (11.06.1932 – 03.03.2021) gehörte zum Kurs „Ritter des Feuers“ der Unum in Sanguine Generation, der Gründungsgeneration unseres Instituts.

Die Priesterweihe empfing er am 16. Juli 1961 in der Stadt Fribourg in der Schweiz durch Bischof Manuel Larrain. In seinem umfassenden priesterlichen Wirken war er von 1966 bis 1971 Pfarrer der Pfarrei Nuestra Señora de los Dolores in Carrascal. In den Jahren 1972 und 1980 war er Regionaloberer in Chile, danach war er bis 1987 wieder Pfarrer von Nuestra Señora de los Dolores.

Danach wurde er nach São Paulo (Brasilien) versetzt, um dort Rektor des Zentralhauses der brasilianischen Delegation zu sein und dann von 1987 bis 2009 Oberer der Delegation.

Nach seiner Rückkehr diente er der Schönstattfamilie in Viña del Mar bis zum Jahr 2013, als er ins Haus der älteren Patres zog, bis zum heutigen Tag, dem Tag seines Sterbens.

Pater Ignacio zeichnete sich durch seine Einfachheit, seine Nähe und dadurch aus, dass er ein Priester war, der sich mit Zuneigung und Freude für alle einsetzte, die ihm anvertraut waren.

Ignacio Cruz

Foto: Octavio Galarce

Viel Ergriffenheit beim Abschied

Es gab viel Ergriffenheit bei der Begräbnismesse, deren Hauptzelebrant Pater Fernando Baeza war, der die Einfachheit, Demut und die Zuneigung von Pater Ignacio Cruz in allen Aufgaben, die ihn berührten, in der Pfarrei, in Brasilien, in Chile, in der Gemeinschaft, hervorhob. „Er konnte vielen Menschen helfen“, sagte er in der Predigt, „er begleitete sie, nahm sie auf, stärkte sie im Glauben.“

Er erwähnte, dass Pater Miguel Kast, der für das Haus der älteren Patres zuständig ist, ihn in den letzten Tagen regelmäßig im Krankenhaus besucht hatte und zuletzt ein kurzes Gespräch mit ihm führen konnte. In diesem Moment erinnerte sich Pater Ignacio an einen Satz von Pater Kentenich, der sagtre, dass der gute Gott im Angesicht von Schwierigkeiten immer die besten Windeln für uns vorbereitet und seinen Kindern das gibt, was sie für ihr Leben brauchen. Er wiederholte den Satz und sagte dann: „Das sind die Windeln, die Gott für mich vorgesehen hat. Das ist die Fastenzeit, die ich erleben darf.“

Melissa Rossatti, aus Caieras, schreibt: „Ein großartiger Priester und ein Vater! Er war mein geistlicher Führer in meiner Jugend; möge der gute Gott ihn im ewigen Schönstatt aufnehmen!“

Pater Pablo Mullin, der derzeitige Novizenmeister in Tuparenda, schrieb: „Danke, Pater Ignacio, für deine Selbsthingabe und dein priesterliches Vorbild, Sohn und Verbündeter Mariens. Sie sind ein Priester nach dem Bild des Guten Hirten.

„Ein großer Mann, ein heiliger Priester und ein treuer Freund. Er hat seine Sendung mit ungemeiner Würde erfüllt“, kommentierte Helio Sanches Silveira aus Brasilien, und Joaquin Leiva Amestica: „Danke, Pater Ignacio, für dein Zeugnis und deine väterliche Nähe“.

Ja, danke.

 

 

 

 

 

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