Veröffentlicht am 8. September 2019 In Schönstatt im Herausgehen

Christliche Politiker vor den globalen Herausforderungen

PERU/PARAGUAY, P. José Luis Correa/José Argüello •

Kardinal Baltazar Porras, Erzbischof von Merida und apostolischer Administrator von Caracas, Venezuela, einer der drei Vorsitzenden der Amazonas-Synode,  besuchte vor einigen Tagen zusammen mit Sebastián Villarejo, Abgeordneter aus Paraguay und Mitglied der Schönstatt-Bewegung, das Schönstattheiligtum in Lima, Peru. Beide nahmen am internationalen Seminar „Christliche Politiker vor globalen Herausforderungen“ teil, das von der Konrad-Adenauer-Stiftung am 23. und 24. August 2019 organisiert wurde.  —

Anlässlich seines 45-jährigen Bestehens organisierte das Institut für Christliche Sozialwissenschaften – IESC in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung das Internationale Seminar: Christliche Politiker vor globalen Herausforderungen.

Die Podiumsgesrpäche waren mit prominenten nationalen und internationalen Referenten besetzt, die sich mit Themen wie Kirche versus Politik, Zwangsmigration in Lateinamerika, Sozialordnung und Familie, Arbeit und Nachhaltigkeit in der neuen Weltwirtschaft und Herausforderungen demokratischer Institutionen und Populismus in Lateinamerika beschäftigten.

 

Sebastián Villarejo (der.) beim Seminar der Konrad-Adenauer-Stiftung- Foto: Konrad-Adenauer-Stiftung Perú

Wahre Autorität liegt im Dienst

Sebastián Villarejo selbst fasst die Erfahrungen des Seminars und die Motivation zusammen:

Die wahre Autorität liegt im Dienst, wir Katholiken haben die Pflicht, diese Welt zu einer besseren Welt zu machen, ich habe mich dafür entschieden, dies durch Politik zu tun, eine beschleunigte Aktivität, die einem oft keine Räume zum Nachdenken lässt.

Deshalb ermöglichen uns Begegnungen wie das von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Lima, Peru, organisierte internationale Seminar „Christliche Politiker vor globalen Herausforderungen“, vom christlich-sozialen „Zentrum“ aus über die Hindernisse nachzudenken, die uns Tag für Tag beim Aufbau einer besseren Welt begegnen.

Bildung, Gesundheit, Arbeit sind transversale Anforderungen, die über den Glauben oder den Glauben des einen hinausgehen, und grundlegende Säulen für den Aufbau einer Gesellschaft mit Gewissen gegenüber den Bedürfnissen des anderen.

Im Seminar konnten wir über diese und andere Punkte nachdenken, mit der Darstellung von Persönlichkeiten wie dem ehemaligen Kanzler Chiles, Ignacio Walker; dem ehemaligen Präsidenten Ecuadors, Osvaldo Hurtado; dem ehemaligen Kandidaten zum Bürgermeister von Quito, Juan Carlos Holguín; der argentinischen Abgeordneten Cornelia Schmid, die seit 2011 Abgeordnete der Nation für die Stadt Buenos Aires innerhalb der Partei PROpuesta Republicana im Interblock Cambiemos ist, und vielen anderen, mit denen ich bei den Podien zusammenkam.

Ich hatte auch die Freude, Kardinal Baltazar Porras, den Erzbischof von Caracas, zu treffen, der seine Glaubensbotschaft an alle Venezuelaner im Ausland, viele von ihnen in unserem Land, sandte, sowie die Willkommensbotschaft, die uns alle angesichts dieser enormen humanitären Krise heute berührt.”

„Die Politik, wenn sie in der grundlegenden Achtung des Lebens, der Freiheit und der Würde des Menschen ausgeübt wird, kann wirklich zu einer bedeutenden Form der Liebe werden“.
Sebastian Grundberger, Repräsentant der Konrad-Adenauer-Stiftung Peru, zitiert Worte von Papst Franziskus

In Solidarität mit dem Volk von Venezuela

In einem „Arbeitsfrühstück“ am Tag nach dem Seminar mit den Mitgliedern der KAS Peru sprach Kardinal Baltazar Porras über die Situation in Venezuela; seine Analyse konzentrierte sich auf den Verlust der demokratischen Legitimität seitens des Maduro-Regimes und auf die Vermittlerrolle der Kirche für eine mögliche Lösung der politischen Krise.

Ein Anliegen, das jetzt im Schönstatt-Heiligtum und bei solidarischen Schönstättern einen Platz hat.

 

Abschluss des internationalen Seminars: mit der Anwesenheit von Osvaldo Hurtado, dem ehemaligen Präsidenten der Republik Ecuador, Mercedes Aráoz, Vizepräsidentin der Republik Peru, Kardinal Baltazar Porras von Mérida (Venezuela), dem Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Peru, Sebastian Grundberger und dem Präsidenten des Instituts für Christliche Sozialforschung, Armando Borda

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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