Veröffentlicht am 27. Januar 2019 In WJT 2019

Ein Abend voller Musik, Zeugnisse, Gebete und Begegnungen: Schönstatt-Festival beim WJT2019

WJT2019 PANAMÁ, María Fischer •

Spricht jemand Spanisch? Sííííí.  Natürlich. Portugiesisch? Siiiim. Englisch? Yessss. Spricht jemand Italienisch? Siiiii, ruft Pamela Fabiano, die einzige Vertreterin Schönstatts aus Italien, und auch die Brasilianer und Deutschen, die gerade bei ihr stehen, rufen mit. Am Abend des 23. Januar, dem Tag der Ankunft von Papst Franziskus in Panama, trefffen sich Hunderte von Schönstatt-Jugendlichen, Nachbarn der Pfarrei und viele andere auf dem Festplatz neben der Kirche San Francisco de La Caleta zum Marianischen Fest beim Weltjugendtag, um die Liebe zu Maria durch Zeugnisse und Lieder zu vermitteln.—

 

Festival Mariano

Lucas Galhardo und Pamela Fabiano

Lucas? Nach so viel Austausch über WhatsApp und E-Mail, Videos von der Synode, Interviews und mehr, begreifen wir zuerst gar nicht,  dass wir uns hier in Panama zum ersten Mal persönlich sehen: Lucas Galhardo, von der Mannesjugend Brasiliens, konkret aus Caieras, vom jüngsten Schönstattheiligtum, nimmt im Namen der lateinamerikanischen Jugendpastoral am Weltjugendtag teil, und ist an diesem Abend gekommen, sich mit der Schönstattjugend zu treffen und um ein Zeugnis davon zu geben, was die Jugendsynode für ihn und alle Jugendlichen bedeutet. Es ist eine überraschende schöne Begegnung, der sich Pamela Fabiano und Schönstätter aus Costa Rica und Panama schnell anschließen.

Pfr. Alan Sosa, unser Pfr. Alan, langjähriger Mitarbeiter von schoenstatt.org? Ja, etwas älter als damals und dass er jetzt nicht die großen Jugendpilgermärsche zum Bildstock von Juana Kosley, sondern die materielle und geistliche Erarbeitung des zukünftigen Heiligtums von San Luis organisiert. Er ist mit einigen jungen Leuten aus seiner Diözese hier, die das Festival sehr genießen – und wir vereinbaren, den Kontakt wieder aufzunehmen, damit ab jetzt die Nachrichten von San Luis wieder in die Welt hinausgehen.

José Alejandro? Hier? Ja, antwortet er, mit großem Gelächter angesichts meiner Überraschung. Am Sonntag, nach der Messe, in der die Jugendlichen vom Heiligtum in Costa Rica zum Weltjugendtag nach Panama ausgesandt wurden, packte es ihn und sie beschlossen, mit der ganzen Familie den Jugendlichen nach Panama hnterherzufahren.

Drei von vielen Begegnungen, die in dieser Nacht voller Musik und Zeugnisse stattfinden, im Schatten des Bildstocks, Begegnungen, die Bindungen knüpfen und dafür sorgen, dass sich „Schönstätter vernetzen“ und dieses Netz “ ohne hierarchische oder vertikale Organisationsstruktur“ immer besser hält und wächst, wie Papst Franziskus in seiner Botschaft zum Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel 2019 sagt, die am 24. Januar dieses Jahres veröffentlicht wurde.

P. Alan Sosa mit Jugendlichen aus San Luis, Argentinien

Evangelisierung durch Musik

Mit Jorge Rincon und Pater Santiago Cacavelos aus Paraguay als Protagonisten, entfaltet sich eine Nacht voller Musik, eine Kantate an die Gottesmutter, Evangelisierung pur durch Musik. Meditative Lieder, die zum Nachdenken und Beten anregen, Lieder, die noch fast unbekannt und neu sind und Lieder, die alle Jugendlichen aus ganzem Herzen zum Singen, Tanzen, Schwenken von Fahnen und und Bildern der Pilgernden Gottesmutter bringen, wie etwa „Soy Misionero“l von Pater Manu López Naón, oder „La de siempre“.

Berufung, Papst Franziskus, Synode

Siempre entre oraciones y música, se presentaron tres testimonios. Rachel, una joven de los Estados Unidos, contó en español y en inglés, muy personalmente (y un poco largo por tanta emoción) cómo descubrió su vocación para el Instituto de las Señoras de Schoenstatt.

Pater Alexandre Awi, Sekretär des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben, erzählte einige seiner Erfahrungen mit Papst Franziskus, als er sein Übersetzer (und etwas mehr) während des Weltjugendtages 2013 in Rio de Janeiro war, dem ersten Weltjugendtag von Papst Franziskus. Er erzählt, wie er bei einer der ersten gemeinsamen Mahlzeiten von dem vom Papst gesprochenen Gebet „Nos cum prole pia“ beeindruckt war, das in Schönstatt weit verbreitet ist. Nach ein paar Tagen fragte er ihn: Heiliger Vater, wo haben Sie dieses Gebet gelernt? worauf der Papst mit seiner typischen Aufrichtigkeit antwortete: „Ich habe keine Ahnung ….“.

Eine anderer Moment war nach einem Treffen mit 10 minderjährigen Häftlingen. P. Alexandre erzählte ihm kurz danach, dass acht von ihnen freigelassen werden würden. Anstatt Freude zu zeigen, fragte der Papst ihn mit spürbarer Traurigkeit: Was ist mit den anderen beiden passiert? P. Alexandre schloss mit der bekannten Geschichte, wie er dem Papst beim Weltjugendtag in Rio eine Pilgernde Gottesmutter schenkte, die dieser noch immer auf seinem Nachttisch hat und zu der er jeden Tag betet (mehr in: Pater Alexandre Awi, Mit Maria leben, Benno-Verlag, 2017).

Die beiden aus dem Vatikan: P. Alexandre Awi und Pamela Fabiano

Zeugnis von P. Alexandre (spanisch und englisch)

Das letzte Zeugnis gibt Lucas Galhardo aus der brasilianischen JUMAS, Teilnehmer der Vor-Synode und der Jugendsynode 2018 sowie bei vielen Vorbereitungsaktivitäten. Er erzählte den Jugendlichen von den Schritten der Vorbereitung auf die Synode und der Beteiligung junger Menschen, wie bei der Online-Umfrage, der Vor-Synode mit Jugendlichen als Protagonisten, der Teilnahme von 30 jungen Menschen an der Bischofssynode und den Gruppen auf Facebook, in denen Jugendliche gleichzeitig mit der Synode über die dort diskutierten Punkte sprachen.

„Es macht mich sehr traurig, dass die Synode nach ihrem Schluss weder in der Kirche noch in Schönstatt sehr präsent war, trotz der vielen Arbeit, die geleistet wurde, auch auf Schoenstatt.org“, sagt er. „Ich bin sicher, dass der Papst von der Synode sprechen wird, von den großen Themen, die diskutiert wurden und die für die Kirche wichtig sind, denn sie sind etwas, das den Papst sehr beschäftigt.“

Er hebt in seinem Zeugnis drei Punkte hervor: Zuhören, Unterscheidung, gemeinsames Gehen (Synodalität). Einstellungen, die wir als Bewegung und die ganze Kirche sich zu eigen machen müssen.
Und schon nach zwei Tagen Weltjugendtag mit dem Papst wissen wir: Ja, er spricht darüber. Es spricht vom Zuhören, von der Unterscheidung und vor allem vom gemeinsamen Gehen, in brüderlichen Bündnissen, in Solidarität.

Lucas Galhardo, spanisch

 

Im Gebet

Das Festival begann mit einer Messe in der Kirche von San Francisco de la Caleta und endete, wie es sein sollte, mit Gebet, Weihe an die Gottesmutter und dem Segen der anwesenden Priester.

 

 

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