Veröffentlicht am 15. September 2015 In Zweites Jahrhundert des Bündnisses

Drei Fragen… zu Schönstatt im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses (41)

Heute antwortet Octavio Galarce Barrera: Er gehört zur Schönstattfamilie von Rancagua, Chile, ist Mitglied des Männerbundes in Chile, nationaler Standesleiter der Männerbewegung und Gründer der Madrugadores [Frühaufsteher] •

Fast ein Jahr sind wir unterwegs im zweiten Jahrhundert des Liebesbündnisses – Was ist Ihr Traum von diesem Schönstatt in seinem Sein, seiner Verortung in Kirche und Welt und seinem Tun?

Treue zum Charisma unseres Gründers und der Aufgabe, die er uns anvertraut hat; Aufgreifen der Herausforderungen, die es immer gegeben hat, die aber besonders während des Oktobers 2014 hervorgehoben wurden, in Schönstatt ebenso wie in Rom; Traum von einem Schönstatt, das an allen Bereichen des täglichen Lebens beteiligt ist, Antwort gibt auf die großen Fragen und Sorgen, die es in der heutigen Welt gibt, Antwort aus dem großen Schatz von Ideen und Leben, das unser Vater und Gründer uns hinterlassen hat. Wir sind Träger seines Charismas und der „Gnade“, die Gott der Kirche durch Schönstatt gegeben hat.

Was müssen wir hinter uns lassen oder vermeiden, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Wir sollten aufhören, egozentrisch zu sein. Der Wunsch unseres Gründers, „Herz der Kirche zu sein“, bedeutet, uns selbst umzuwandeln in Diener des Lebens, das Gott in solcher Fülle in unserer Kirche erweckt, in unserer Diözese, in einfachen und bescheidenen Menschen. Wir haben in unseren Lebensgruppen so viel erhalten, dass die Zeit zu geben gekommen ist, uns selbst den anderen zu geben.

Welchen konkreten Schritt müssen wir jetzt tun, damit dieser Traum Wirklichkeit wird?

Konsequent sein mit dem, wozu wir uns entscheiden. Wir gehen durch das Leben mit dem Blick auf die Möglichkeit, etwas zu „tun“, aber wir haben nie das Gefühl, gut genug dafür vorbereitet zu sein. Das Apostolat, in die reale Welt einzugreifen, mit Entscheidungen, die andere betreffen, schließt eine reale Anwesenheit ein und nicht nur eine geistige. Meine Möglichkeit, ein Apostel mitten in der Welt zu sein, verlangt mein Zeugnis in Echtzeit, „Körper an Körper“ in der Sprache von Papst Franziskus.

Todos

Fotos: oben: Octavio Galarce mit seiner Frau Patricia; unten: Madrugadores [Frühaufsteher] in Rancagua

Original: Spanisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

 

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