Veröffentlicht am 2. Mai 2016 In Urheiligtum

„Ich bin eine Mission auf dieser Erde“

Von Rektor Egon M. Zillekens und Maria Fischer •

Am Sonntag, 1. Mai – Fest des Heiligen Josef des Arbeiters und Beginn des Marienmonats Mai – zelebrierte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, Essen, die Pilgermesse in Schönstatt.

Pater Franz Widmaier, Wallfahrtsleiter in Schönstatt, hieß den Bischof herzlich willkommen. Die festliche musikalische Umrahmung mit Schw. M. Tabea Platzer an der Orgel und als Solosängerin, die wunderschön geschmückte Pilgerkirche, die anregende Predigt – eine bessere Einstimmung in den Monat Mai hätte sie sich nicht vorstellen können, so eine Pilgerin aus der Diözese Paderborn, die bewusst zum 1. Mai nach Schönstatt gekommen war.

Die Kirche ist kein Verein zur Selbstbespiegelung

„Wir leben nicht für uns selber, sondern sind mit allen Menschen untrennbar und aufs Engste verbunden. Wir haben einen Auftrag für die Welt. Die Kirche ist kein Verein zur Selbstbespiegelung, sondern Gottes Ort der Sendung zu allen Menschen. Wir sind keine Gruppe, die sich aus der bösen Welt herausnimmt, weil sie meint, sie sei das kleine Schiff auf dem großen Meer dieser dunklen Welt. Wir sind vielmehr das Salz der Erde und das Licht der Welt, eben der Ort, wo wir Christen für andere leben. Diese Sendung macht uns aus“, so forderte Bischof Overbeck in der Predigt seine Zuhörer heraus, sich eine „missionarische Spiritualität“ zu Eigen zu machen.

Darin zeige sich „die Bereitschaft, nicht in den vertrauten Kreisen und bei uns selbst zu bleiben, sondern, wie es Papst Franziskus immer sagt, an die Ränder zu gehen, dorthin, wo die Menschen an ihre existentiellen Grenzen geraten.“

Papst Franziskus habe dies in Evangelii Gaudium schlicht und sehr klar formuliert: „Ich bin eine Mission auf dieser Erde.“

Wir sind die Botschaft

„Wir haben nicht nur eine Botschaft zu verkünden, sondern wir sind eine Botschaft; und wo wir das nicht sind, sind wir nichts. Ob darum viele unsere Gemeinden für so langweilig, unsere Gottesdienste für so wenig anziehend und unsere Institutionen oft für so belanglos halten? Sie treffen zwar auf Räume mit Inhalten, aber nicht auf genügend Menschen, die sie ausstrahlen“, so Bischof Overbeck.

Er wies auf Maria hin, die mit den Aposteln nach der Auferstehung Jesu den „Glutkern“ der jungen Kirche bildete.

Ein Bild, das beschreibt, wie ein Pater Kentenich in und durch Schönstatt Erneuerung von innen her sieht – in kreativen, glühenden Kernen, die zu Zentren einer Kultur von Bündnis, von Freiheit, von Initiativgeist und missionarischer Leidenschaft werden.

Die Zukunft der Kirche in Deutschland

Nach der Messe gab es gute Gespräche mit Bischof Overbeck, auch ganz konkret über die Zukunft der Kirche in Deutschland und im Bistum Essen. Er sieht die Dinge sehr klar.

Mit Rektor Egon Zillekens – Priester des Bistums Essen – besuchte Bischof Overbeck an diesem Morgen auch das Urheiligtum.

Bischof Dr Franz-Josef Overbeck Essen beim Einzug in die Pilgerkirche k

Predigt von Bischof Dr. Overbeck  in Schönstatt am 01.05.2016

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