bautismo

Veröffentlicht am 2021-12-11 In Leben im Bündnis

Zweiter Adventssonntag, ein Tag vieler Gnaden

PARAGUAY, Delia und Hugo Kunzle •

Wir beginnen die Woche mit Nachrichten aus Europa, vor allem aus Deutschland, dem Land, das uns vom Urheiligtum in Schönstatt aus beschützt. Die letzten Worte des deutschen Gesundheitsministers klingen uns noch in den Ohren: „Im nächsten Frühjahr werden wir alle geimpft, genesen oder gestorben sein.“ Die vierte Welle der COVID-Pandemie trifft den alten Kontinent hart. —

Gleichzeitig sind wir hier in Paraguay mit der dritten Welle konfrontiert. Obwohl die biologischen Präparate in großer Zahl zur Verfügung stehen, kommt die Massenimpfkampagne nur sehr langsam voran, da eine große Gruppe von Menschen sich nicht impfen lassen will und nur 36 % der Bevölkerung das komplette Programm (zwei Dosen) durchlaufen hat.

Wir beten, dass dies keine große, sondern eine kleine Welle sein wird.

Die Taufe des Herrn

Pater Tommy Nin Mitchell aus Argentinien besuchte uns im Heiligtum von El Terruño in Ciudad del Este und sprach in der Messe am zweiten Adventssonntag über die Taufe Jesu. Eine Taufe, die sich von der unterscheidet, die wir alle bekommen, in der wir die Vergebung der Erbsünde, die Erklärung, dass wir Gottes Adoptivkinder sind, und schließlich unsere Eingliederung in die Familie der Kinder erhalten.

Die Taufe ist ein Sakrament, sie ist eine garantierte Gnade Gottes, ein Geschenk Gottes, keine Belohnung für Verdienste oder eine Entscheidung unsererseits. Wir alle müssen uns verpflichten, vorzutreten und frei zu sagen: „Ich kann mich ändern“. Diese christliche Grundhaltung ist in der Adventszeit, einer Zeit des Wartens und der Umkehr, besonders gut umsetzbar. Der Advent lädt uns ein, uns daran zu erinnern, dass wir uns immer bekehren können, dass es keine Frist gibt, kein Verfallsdatum, dass der Christ niemals das Handtuch werfen oder sagen sollte: „Ich werde mich nicht ändern, ich bin schon so, oder ich bin schon so weit gekommen, verlangt nicht mehr von mir“. Durch diese Gnade, die uns der Vater geschenkt hat und uns immer wieder schenkt, können wir diesen großen Schritt tun, den Wandel der Umkehr und der Versöhnung.

Ja, Mutter, wir schenken dir unseren größten Schatz!consagración

Wir erinnern uns, dass Katharina Kentenich, die alleinerziehende Mutter des jungen Josef, am 12. April 1894 aufgrund schwieriger Umstände gezwungen war, ihn im Waisenhaus von St. Vinzenz in Oberhausen (Deutschland) zu lassen. Sehr bewegt beschloss sie, ihn der Gottesmutter anzuvertrauen, und sagte inständig: „Erziehe meinen Sohn selbst, sei ihm eine gute Mutter“.

Nach der Messe gingen wir mit großer Ergriffenheit ins Heiligtum, begleitet von Pater Tommy und umringt von den Brüdern im Liebesbündnis, und übergaben Bruno José (unseren zweiten Sohn) der Heiligen Jungfrau Maria, weihten ihn ihr, damit sie immer seine Mutter, Königin und Erzieherin sein möge. Unsere Herzen schlagen stärker vor Freude.

Auswertung unseres Pilgerweges in Schönstatt

Wir trafen uns zum letzten Mal mit unserem Bundeskurs, wenn auch erfreulicherweise zum ersten Mal in diesem Jahr persönlich, um zu analysieren, was das Jahr 2021 uns hinterlassen hat und was wir uns für das kommende Jahr vorgenommen haben. Diese besondere Zeit führte uns weg von persönlichen Treffen und lehrte uns eine neue Art der Verbindung: den virtuellen Modus. Wir glauben, dass die Stimmen der Zeit uns zwangen, uns dieser Herausforderung zu stellen, und so haben wir, immer im Vertrauen auf die göttliche Vorsehung, die computergestützten Mittel wie Zoom und Meet angenommen, die uns der COVID-Lebensstil zur Verfügung stellte und die den Kurs verstärkten, indem sie Treffen für das tägliche Rosenkranzgebet, Versammlungen, Konferenzen und sogar virtuelle Einkehrtage ermöglichten.

Auf diese Weise ist es uns gelungen, die Bande nicht zu verlieren, ein Bündnis mit dem Gründer zu besiegeln und die Phase der Kandidatur zu bestehen, indem wir unsere erste Weihe durch die freudige Eroberung unseres Kursideals „Reflexionen der Heiligen Familie, Träger des Charismas des Vaters, im Dienst der Kirche“, mit seinem Symbol und auch zwei schönen Liedern, die von unserem Bruder Guido Román verfasst wurden, vollzogen. Die Momente, die wir erlebten, erinnerten uns an den Ersten Weltkrieg, als Pater Kentenich sehr mutig mit den ersten Sodalen durch Briefe oder durch die von ihm gegründete Zeitschrift kommunizierte und es so schaffte, seine Mission weiterzuführen. Trotz aller Widrigkeiten zeigt sich die Gottesmutter als Mitarbeiterin, damit die Arbeit immer fruchtbar bleibt. Um unser Jahr mit einer goldenen Schleife zu beenden, erhielten wir einen besonderen Segen von Pater Tommy …. Vielen Dank!

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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