adviento

Veröffentlicht am 2021-12-06 In Leben im Bündnis

Erster Adventssonntag von Paraguay aus

PARAGUAY, Delia und Dr. Hugo Kunzle •

Wir wachten bei strahlendem Sonnenschein und Wärme auf. In den frühen Morgenstunden begannen wir im Haus der Großeltern mit der Vorbereitung des Adventskranzes. Es war ein festlicher Sonntag, der mit einem Familienessen und dem Anzünden der ersten Kerze seinen Höhepunkt fand. —

Seit einigen Wochen werden die Häuser und Einkaufszentren festlich geschmückt und mit Lichtern in allen Farben dekoriert. Alles geht voran, sagte Pater Pablo Mullín (Schönstattpater) vom Santuario Jóven in Asunción.

Der Advent ist eine Zeit des aktiven Wartens, des Lebens und der Freude; es ist keine Bußzeit, denn die Haltung ist anders: Komm, Herr Jesus, wir warten auf dich, wir brauchen dich. Die Liturgie sagt uns, dass der Herr am Ende der Zeit kommen wird, und deshalb sagt uns der Kranz, dass alles einen Anfang und ein Ende hat. Er erinnert uns daran, dass Gott der Herr des Universums und der Herr der Herren ist, der am Ende der Zeit zurückkehren wird, um uns zu treffen. Es ist also eine Zeit der Hoffnung, und wir müssen vorbereitet sein. Möge unser Leben in diesen Wochen vom Warten auf die Gegenwart des Herrn geprägt sein.

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Was tun wir in diesen vier Wochen vor dem Weihnachtsfest?

Erstens, einen Adventskranz mit vier Kerzen zu machen. Dann, herausfinden, welche Einstellung ich brauche, um wachsam zu sein. Papst Franziskus sagte: „Es weckt uns auf, aus uns selbst herauszugehen und uns umzusehen“. Es wäre interessant, einmal in der Woche bewusst ein Werk der Nächstenliebe zu verrichten und dabei unsere Kinder einzubeziehen. Das kann ein Telefonanruf sein, ein Besuch bei einem Kranken oder die Mitarbeit an einem konkreten Projekt. Wenn wir aus uns herausgehen, wird uns das viel Licht bringen und wir werden dem Herrn schneller begegnen, als wir es uns vorstellen können.

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P. Pablo Mullìn

Maria im Advent, bete für uns und zähle auf uns

Wir müssen Maria, die Frau des Advents und der Hoffnung, begleiten. Vom Heiligtum aus bitten wir sie, unsere Herzen als die beste Wiege, den besten Stall, klein und bescheiden, vorzubereiten. Es wird viele Dinge geben, die wir für dieses Weihnachten vorbereiten müssen, aber möge sie uns finden, wie wir die beste Ecke unseres Herzens für die Wiedergeburt Jesu vorbereiten.

COVID-19-Pandemie lädt zum Nachdenken ein

Die schwierigen Zeiten der Pandemie kehren in verschiedenen Ländern Europas zurück. Paraguay, im Herzen Südamerikas, ist davon nicht ausgenommen. Nachdem die Zahl der COVID-19-positiven Fälle in unserer Stadt Ciudad del Este mehrere Monate lang rückläufig war, werden die Betten der Intensivstation leider wieder auf schmerzhafte Weise von Menschen belegt, die sich nicht geimpft haben, obwohl die Impfstoffe in großen Mengen im Land verfügbar sind.

Die heutige Lesung lädt uns jedoch auf sehr providentielle Weise zum Vertrauen ein, denn auch wenn wir im Leben Stürme durchmachen, wie diese dritte Welle von COVID, ist derjenige, der die Geschichte lenkt, der Herr, der uns seine Gnade und sein Leben in Hülle und Fülle schenkt, so dass wir die feste Hoffnung bewahren, dass bald alles besser werden wird.

Terruño-Heiligtum, Ciudad del Este

Terruño-Heiligtum, Ciudad del Este

 

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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