Veröffentlicht am 2015-06-17 In Leben im Bündnis

Das Schönstattheiligtum – so ganz nahe

Von Hildegard Beckmann, Team GOTTvertrauen – Liebesbündnis mit Gott dem Vater

Für eine Woche fuhr ich ins Schönstattzentrum nach Oberkirch in den Schwarzwald. Bei meiner Ankunft wollte ich als erstes ins dortige Heiligtum, doch dieses war ausgeräumt, weil es einen neuen Anstrich brauchte.

Wunderbar, dachte ich, ging es mir doch in dieser Woche – so kurz vor Ostern – um eine innere Erneuerung und Ausrichtung, und dafür war dieser Vorgang ein Symbol.

Am nächsten Tag – es war der Vortag vom Hochfest der Verkündigung des Herrn -, sollte das Heiligtum geputzt und wieder eingeräumt werden. Ich bot den Marienschwestern meine Mithilfe an. Sie nahmen mein Angebot gerne an. Ich putzte nicht nur die Bänke, sondern auch die Tabernakel-Innentüren, auf denen die Gottesmutter und der Engel Gabriel abgebildet sind. Diese Türen sollten wieder im hellsten Glanz erstrahlen. Das Geheimnis dieses Festes ist auf den Türen abgebildet. So konnte ich das Fest sozusagen „einläuten“.

Die Symbole – Ewiglicht-Lampe, Vaterauge, Krone und Heilig-Geist-Symbol – waren zur Reinigung beim Goldschmied. Aus Zeitgründen war es den Schwestern sehr recht, dass ich diese Symbole dort abhole. Weil die Sakristanin nicht schwindelfrei ist, durfte ich sie auch noch im Kapellchen anbringen! Nichts lieber als das. Doch schaffe ich es, auf die Leiter zu steigen? Seit Wochen und Monaten hatte ich wegen meines Weichteilrheumas keine Leiter mehr besteigen können. Es ging!

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Das Vatersymbol

Als erstes habe ich das Symbol des Vaterauges angebracht Das erfüllte mich mit großer Freude wegen des Kölner Schönstattheiligtums. Dort hat das Vateraugensymbol seit dem Besuch des Gründers der Schönstattfamilie Pater Josef Kentenich am 30.10.1966 eine große Bedeutung. Schon seit meiner Jugend ist mir dieses Heiligtum ans Herz gewachsen.

Krone

Für das Anbringen der Symbole stand ich auf dem Altar. Während die Sakristanin noch etwas holen musste, blieb ich dort so lange stehen, „Aug in Aug mit der Gottesmutter“ und hielt Zwiesprache mit ihr. Wann bin ich Maria im Heiligtum so nahe und so präsent. Sie hatte Freude an mir. Das Anbringen der Krone war im Gegensatz zum Anbringen des Vateraugensymbols schwierig und dauerte lange. Die Gottesmutter zu krönen und ihr alles zu übergeben und auf sie zu vertrauen, dass sie sich um alles kümmert, das ist nicht leicht, vor allem dann nicht, wenn ich meine, ich müsste alles alleine schaffen.

Ich fühlte mich durch die besondere „Arbeit“ im Heiligtum sehr beschenkt. Wann erlebe ich es, dass ein Kapellchen einen neuen Anstrich bekommt und ich beim Einräumen helfen darf? So war für mich der Festtag am 25. März noch mal ganz anders gefüllt. Ich durfte Werkzeug sein und mir das Heiligtum auf neue Weise „erobern“.

Manchmal bekommen wir mehr geschenkt, als wir zu hoffen wagen und das ganz umsonst. Doch das braucht auch Übung unsererseits, z. B. aufmerksam sein für die Führungen und Fügungen des himmlischen Vaters.

Der Vatergott ist der, der sich wirklich um alles kümmert, wenn wir IHN in uns wirken lassen und wenn wir Vertrauen haben.

Mehr: www.gott-vertrauen.net

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