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Veröffentlicht am 2022-05-08 In Schönstatt im Herausgehen, Solidarisches Bündnis

Mit dem Reinigungspersonal an den Strand

ECUADOR, P. Rafael Amaya •

An der Josef-Engling-Schule, wo ich arbeite, kam die Idee auf, ein Treffen mit dem Reinigungspersonal zu veranstalten. —

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Während wir es planten, wurde darauf hingewiesen, dass sie alle noch nie mit dem Flugzeug gereist waren und noch nie das Meer gesehen hatten. Also sammelten wir sechs Monate lang Geld mit Nebenjobs, Rasenmähen, dem Verkauf von gebrauchter Kleidung, dem Verkauf von selbstgekochten und -gebackenen Lebensmitteln … und einigen Spenden, bis die Flugreise Wirklichkeit wurde.

Wir fuhren nach Guayaquil, um die beiden dortigen Schönstatt-Heiligtümer zu besuchen, ebenso das Heiligtum der Heiligen von Guayaquil, Narcisa de Jesús, das Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit, wo Papst Franziskus war, die Schule Monte Tabor, wo wir mit den Mitarbeitern der Einrichtung spielten und als große Familie die Eucharistie feierten.

Die Reise war aufregend, weil es eine Überraschung nach der anderen gab: Flugzeug, Heiligtum, Strand… neue Freunde. Das Wichtigste ist, dass sie glücklich waren, Teil dessen zu sein, was für andere normal erscheint.

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Wir erzählen unsere Abenteuer oft in Gegenwart von armen Menschen

Am Ende sagten sie mir, danke, Pater, diese Dinge haben wir bisher nur gehört, weil Eltern und Lehrer uns von ihren Reisen und den Orten, die sie bereist haben, erzählt haben, heute haben wir nicht nur Kommentare erhalten, sondern es auch erlebt.

Das ist die Realität. Oft erzählen wir unsere Abenteuer in Gegenwart von armen Menschen… und helfen ihnen nicht.

 

Original. Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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1 Responses

  1. melle sagt:

    Danke fuer diesen Bericht vom Ausflug mit Flugzeug ans Meer. Ich habe mich mitgefreut.
    Es ist wie der Papst sagt, auch wenn man muede wird, aber wenn man anderen eine Freude macht, ist man am Ende selber froh.
    So haben wir in diesem Jahr im Garten unglaublich viele Orangen. Was tun? Die Nachbarin fragen, die braucht nur einige wenige fuer suco/Saft. Wir kamen auf die Idee, doce/Gelee oder Marmelade zu kochen und zwar zum Muttertag fuer die Frauen und Muetter unserer Chácara und Gemeinde. Wir fragten wieder die Nachbarin. Antwort: Nein, das mache ich nicht. Wohl zuviel Arbeit…+
    So machten wir uns an die Arbeit: Orangen pfluecken, waschen, schaelen, schneiden, kochen und ruehren, ruehren, ruehren; denn hier in Brasilien kennt man keinen Einmachzuecker, was heisst: Eins zu eins! Eine Portion Fruechte + dieselbe Portion Zucker.
    Bis am Vorabend vom dia das mães sind wir rumgefahren und haben Marmeladenglaeschen, die wir schoen eingepackt hatten, verschenkt.
    Wir kamen muede – aber sehr zufrieden Zuhause an.

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